MacBooks, iOS 11 und Siri-Box: Was Apple auf der WWDC zeigt – und was nicht

In wenigen Tagen beginnt Apples Entwicklerkonferenz WWDC (World Wide Developer Conference). CURVED ist live vor Ort. Auf folgende Neuvorstellungen freuen wir uns.

Neue Software

iOS 11

Auch wenn das jeweils nächste mobile Betriebssystem von Apple final im September zusammen mit neuen iPhones ausgerollt wird, gibt der Konzern aus Cupertino auf seiner Entwicklerkonferenz immer einen ausführlichen Einblick in neue Features. Auf die möglichen neuen Funktionen werde ich hier nicht eingehen, sondern an dieser Stelle auf Jans ausführlichen Artikel verweisen. Im Gespräch sind unter anderem ein "Dark Mode" und mehr Siri-Features. Vor allem aber beendet Apple mit iOS 11 die Unterstützung für 32-Bit-Anwendungen, die nicht die volle Leistung der 64-Bit-Chipsätze in den iPhones und iPads abrufen können. Damit werden auch einige ältere Geräte nicht mehr unterstützt. Alles zum Abschied von 32-Bit könnt Ihr hier nachlesen.

macOS 10.13

Eine neue Version des Mac-Betriebssystems werden wir ebenfalls zu sehen bekommen. Ganz oben auf der Wunschliste der Nutzer dürfte wohl ein überarbeitetes iTunes stehen. Auch ein "Hey Siri"-Feature ist im Gespräch. Denn während man den Sprachassistent auf dem iPhone und iPad per Sprachbefehl starten kann, braucht es selbst auf neuen Macs den Druck einer Taste. Sehr wahrscheinlich sind auch Verbesserungen der Fotos-Software sowie in Safari.

Neue Hardware

MacBook Pro

Auf der WWDC könnte Apple allem Anschein nach auf die Kritik von Nutzern reagieren, die sich für das Profi-MacBook mehr Leistung gewünscht haben. Denn anstatt der neuen Kaby-Lake-Prozessoren von Intel verbaute Apple die Vorgänger-Generation "Skylake". Die neuen Prozessoren bietet mehr Rechen- und Grafikleistung, sind zudem aber auch stromsparender im Betrieb. Auch ein Upgrade des Arbeitsspeichers von ursprünglich 16 GB auf 32 GB ist wahrscheinlich. Dafür sprechen auch die angepassten Lieferzeiten.

Macbook (12 Zoll)

Das letzte Update für Apples 12 Zoll großes MacBook ist nun auch schon über ein Jahr her. Mehr Leistung kann das Notebook in jedem Fall vertragen. So soll der Arbeitsspeicher von acht auf 16 Gigabyte anwachsen. Zudem ist der Einsatz von Core-M-Prozessoren der Kaby-Lake-Reihe wahrscheinlich.

MacBook Air

Die Verkäufe des einstigen dünnsten Macbooks sind nach wie vor sehr gut. Wohl deswegen erwägt Apple offenbar, das Notebook nicht nur im Sortiment zu behalten, sondern ihm auch ein Upgrade zu verpassen. Ob es sich dabei nur um einen schnelleren Chipsatz handelt oder man gleich ein hochauflösenderes Display verbaut und auch hier auf USB Typ-C setzt, ist unklar. Warum der Konzern aber wirklich gut beraten wäre, das "Air" nicht aus den Augen zu verlieren, habe ich an dieser Stelle aufgeschrieben.

Mac Pro, Mac mini, iMac

Ein neuer Mac Pro kommt garantiert. Das hat Apple vor Kurzem bestätigt. Und auch wenn die Produktion relativ weit fortgeschritten sein dürfte, ist eine Vorstellung auf dem WWDC unwahrscheinlich. Früher dürfte da wohl ein neuer iMac sein, der auf Pro-Nutzer ausgerichtet ist.

Siri-Speaker

Viel wird bereits über einen Konkurrenten zum Amazon Echo aus dem Hause Apple diskutiert. Marketing-Chef Phil Schiller selbst hatte sich derart zu smarten Heimassistenten geäußert, dass sie idealerweise über einen Bildschirm verfügen sollten und in der jetzigen Form als reine Lautsprecher nicht praktisch genug wären. Aber wie nun ein solches Gadget aussehen könnte, ob es etwa auf Audiotechnologie von Beats setzen würde und ob die Künstliche Intelligenz hinter Siri ein umfassendes Upgrade erfahren bzw. wie dieses aussehen würde, dazu ist noch nichts bekannt.

Bislang wurde noch keinerlei Bauteile geleakt oder Interna aus der Firmenzentrale in Cupertino veröffentlicht. So ist es wahrscheinlicher, dass das Unternehmen ein solches Gadget nicht final vorstellt, aber zumindest ankündigt – so wie einst die Apple Watch auf der Keynote zum iPhone 6 in Cupertino. Zu sehen waren Prototypen, auf denen Demos liefen. Bis zum fertigen Produkt sollte es damals noch etwas dauern. Ähnliches wäre für ein komplett neues Device aus dem Hause Apple wahrscheinlich.

iPad Pro 10.5

Weil Businesskunden die 9,7 Zoll große Variante des iPad Pro zu klein sein könnte und das 12,9 Zoll große iPad Pro eventuell zu groß, ist ein Profi-Tablet von Apple mit 10,5 Zoll im Gespräch. Das Unternehmen Urban Armor Gear soll bereits ein für das iPad Pro 10.5 passendes Case hergestellt haben, wie 9to5Mac berichtet.

In einer Warenbestandsliste eines autorisierten Apple-Resellers sei das Zubehör bereits eingetragen. Die Verfügbarkeit ist offenbar auf Juni 2017 datiert. Es handle sich um die gleiche Hülle, die der Hersteller in einer größeren Ausgabe auch schon für das iPad Pro mit 12,9-Zoll-Bildschirm anbietet. Sie ist demnach mit einem Apple Smart Keyboard kompatibel und besitzt eine Halterung für den Apple Pencil.

Das Unternehmen könnte auch dem iPad Pro 12.9 und dem iPad Pro 9.7 ein Hardware-Upgrade spendieren. Es ist bereits mehr als ein Jahr her, dass diese Geräte auf den Markt gekommen sind.

In jedem Fall werden wir für Euch auf curved.de/live am 5. Juni ab 19 Uhr live berichten, Euch mit Hands-ons zu den neuen Produkten und Analysen und Artikeln rund um die Neuvorstellungen von Apple versorgen.


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