Makeovr: iOS-Homescreens ohne Jailbreak frei gestalten

Naja !24
Schöne neue iPhone-Homescreens! Makeovr macht es möglich
Schöne neue iPhone-Homescreens! Makeovr macht es möglich(© 2015 CURVED Montage)

Endlich gibt es eine Möglichkeit, den Homescreen eines iPhones so zu gestalten, wie man es gerne möchte. Dank der Web-App Makovr braucht Ihr Euer Gerät nicht mal zu jailbreaken. Wir haben damit unserem Testmodell ein komplettes Makeover verpasst. 

Als iPhone-Besitzer war ich schon immer etwas neidisch auf die Android-Nutzer. Unter dem Google-OS gibt es bei der Gestaltung des Homescreens wesentlich mehr Freiheiten als unter iOS. Auf meinem Honor 6 oder dem Nvidia Shield Tablet kann ich auf den Homescreens meine Apps so anordnen, wie ich möchte. Unter iOS geht das nicht, da Apple einem vorschreibt, dass die Apps oder Ordner immer hintereinander platziert werden müssen.

Diese Vorgabe nervt ganz extrem auf einem iPhone 6 Plus. Da meine Hände nicht die größten sind, komme ich einfach nicht so gut an die obere App-Reihe heran, es sei denn, ich nutze die Reachability-Funktion für das 6 Plus. Aber ehrlich gesagt finde ich die Funktion im Alltag nicht praktikabel. Die andere Möglichkeit wäre ein Jailbreak, aber das kommt für mich nicht infrage, da ich schon iOS 8.1.3 installiert habe und mir der Weg für ein Jailbreak verschlossen ist.

Mit der Web-App Makeovr steht einem nun eine einfache und simple Möglichkeit offen, den Homescreen auf dem eigenen iPhone individueller zu gestalten. Dabei bedient sich die Software eines kleinen Tricks: Sie legt Icons an, die der Farbe des Hintergrundes entsprechen. Dadurch macht sie diese Pseudo-App-Icons praktisch unsichtbar und schafft somit optische Leerstellen zwischen den richtigen und sichtbaren Apps.

Um seinen eigenen, individuell gestalteten Homescreen zu generieren, lädt man das gewünschte Hintergrundbild über den Browser zu Makeovr hoch. Ist der Upload des Hintergrundbildes abgeschlossen, muss man nur noch über den Safari-Browser auf dem iPhone die Stellen auswählen, an denen ein unsichtbares Icon abgelegt werden soll, und legt diese lokal auf dem Homescreen ab.

Diese Prozedur wiederholt man so oft, bis der Homescreen den eigenen Wünschen entspricht. Bei meinem iPhone 6 Plus mit dem Frogger-Hintergrundbild musste ich neun unsichtbare Icons für einen Homescreen erzeugen, aber es hat sich gelohnt.

So schön die neu gestalteten Homescreens auch sind, so gibt es doch ein paar Schönheitsfehler. Erstens ist im Landscape-Modus des iPhone 6 Plus der Effekt der unsichtbaren Icons wieder hinfällig und zweitens sind die Icons nicht auf den Pixel genau an das Hintergrundbild angepasst und immer ein paar Pixel nach oben verschoben. Trotzdem lohnt sich Makeovr für das Individualisieren des eigenen iPhones. Schade nur, dass das Programm aktuell nur mit einem iPhone 5, 5s sowie den beiden 6er-Modellen funktioniert.


Weitere Artikel zum Thema
iOS 11: Apple Music soll zur Platt­form für Apples eigene Serien werden
Michael Keller
Serien wie Carpool Karaoke sollen Apple Music unter iOS 11 auszeichnen
Apple Music soll unter iOS 11 zum Anlaufpunkt für alle Arten von Medien werden: Auch seine eigenen Serien will Apple über die App ausspielen.
Gboard: Googles Smart­phone-Tasta­tur verein­facht Einhand-Bedie­nung
Guido Karsten
Googles Gboard-App gibt es auch für iOS
Google hat eine neue Version seiner Tastatur-App Gboard veröffentlicht. Nun könnt Ihr die Tastatur auf dem Smartphone-Display verschieben.
Apple-Patent: Künf­tig sollt Ihr Euer iPhone kabel­los am Router aufla­den
Apple arbeitet am kabellosen Aufladen über größere Distanzen
Das iPhone kabellos aufladen und im Internet surfen: Einem Patent zufolge arbeitet Apple daran, Daten und Strom gleichzeitig zu übertragen.