Nicht mehr im Stau stehen dank Google Maps

Ein Stau ist eine wirklich ärgerliche Sache. Sie kostet Zeit und Nerven. Dank der neuesten Version von Google Maps können sich Besitzer von Android-Smartphones jetzt jedoch freuen. Denn die Navigationssoftware bezieht bei ihrer Routenberechnung Staus mit ein.

Bisher wurde bei der Routenberechnung nur die schnellste Strecke nach Entfernung und zulässiger Höchstgeschwindigkeit kalkuliert. Jetzt kann Google Maps mehr. Allerdings funktioniert die Stauumfahrung nur in Ländern, in denen neben der Navigation auch Verkehrsinformationen in Echtzeit vorliegen. Derzeit sind das die USA, Großbritannien, Frankreich, Ungarn und Italien. In Deutschland erfährt der Nutzer zwar, dass auf der eingegebenen Strecke Stau ist, allerdings gibt Google Maps keine Alternativrouten an. Nach Informationen aus dem Google Maps Forum arbeitet man jedoch schon daran, diesen Dienst auch in Deutschland verfügbar zu machen. Bis Ende 2011 soll es so weit sein.

Weitere Neuerung: In den Ländern, in denen die Stauumfahrung bereits funktioniert, sind die Straßen auf dem Kartenmaterial von Google Maps farbig gekennzeichnet. Grün bedeutet freie Fahrt, gelb steht für stockenden oder zähfließenden Verkehr und auf roten Straßen gibt es Stau.

Da diese Änderungen an der Google Maps-App serverseitig vollzogen wurden, ist kein Update der Software nötig. Nutzer sollten sich jedoch bewusst sein, dass eine dauerhafte Datenverbindung für die Routenführung mit Google Maps notwendig ist. Im Ausland könnte das also wegen der Roaming-Gebühren teuer werden. Um die Stauumfahrung mit Google Maps nutzen zu können muss mindestens die Version 4.2 von Google Maps und Android ab 1.6 auf dem Smartphone installiert sein. Die PC-Version von Google Maps hat das Staumelder-Feature übrigens nicht integriert.