Samsung: 89 Millionen Smartphones sind nicht genug

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Der Glanz täuscht: Samsungs Erfolgmaschine  gerät ins Stocken
Der Glanz täuscht: Samsungs Erfolgmaschine gerät ins Stocken(© 2014 CC: Flickr/Light Tape UK)

Es klingt nach einem Paradoxon: Samsung verkündet Smartphone-Rekordabsätze, doch die Gewinne fallen – und mit ihnen die Aktie. Wie kann das passieren?

Der König ist zurück: Apple hat bei Vorlage der jüngsten Quartalszahlen eindrucksvoll dokumentiert, dass die Nachfrage nach dem iPhone auch im bald achten Jahr keine Ermüdungserscheinungen aufweist. 44 Millionen Einheiten setzte Apple zwischen Januar und März ab – ein weitaus besser als erwartetes Ergebnis.

Der große Smartphone-Rivale aus Asien konnte heute bei Vorlage der finalen Ergebnisse für das erste Quartal zwar zahlenmäßig die Kräfteverhältnisse klarstellen: 89 Millionen Smartphones konnte Samsung zwischen Januar und März absetzen – die doppelte Menge also wie Apple. Es ist ein Rekordwert. Und doch sinken die Gewinne.

Momentum verlagert sich nach Cupertino: Apples Gewinne ziehen an, Samsungs geben nach

8,49 Billionen Won (8,23 Milliarden Dollar) verdiente Samsung im ersten Geschäftsquartal des Jahres, ein Rückgang um vier Prozent von 8,78 Billionen Won – keine große Sache, doch ein Trend, der den wertvollsten Konzern Südkoreas kaum  zufriedenstellen kann. Entsprechend ist das neue Flaggschiff Galaxy S5 zum absoluten Verkaufserfolg verdammt.

Doch der Wind hat gedreht. Wenn Apple auch 18 Monate nach dem Launch des iPhone 5 immer noch  Zuwachsraten von 17 Prozent mit den nur leicht überholten Upgrade-Modellen 5s, 5c und dem immer noch erstaunlich robusten 4s präsentieren kann, dürfte sich die Absatzdynamik mit den mutmaßlich gleich zwei großen iPhone 6 Modellen weiter gen Richtung Cupertino verschieben.

Apple erlöst mehr als doppelt so hohe Smartphone-Verkaufspreise wie Samsung   

Angesichts des erzielten Durchschnittspreises pro Smartphone, bei dem Samsung inzwischen  unter 300 Dollar liegt, während Apple immer noch 591 Dollar pro iPhone einfährt, dürfte den südkoreanischen Tech-Riesen die Entwicklung im höchsten Maße beunruhigen. Während sich Apple nach einer Talsohle im vergangenen Jahr nun anschickt, wieder an Momentum zu gewinnen, droht Samsung die Luft auszugehen.

Die Börse nimmt die Entwicklung bereits vorweg und schickt die Samsung-Aktie nach Bilanzvorlage um zwei Prozent nach unten, während sich Anteilsscheine von Apple seit der Bilanzvorlage um 13 Prozent oder 70 Dollar je Aktie verteuert haben. Der Smartphone-Krieg scheint eine entscheidende Wende zu nehmen…


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