Das Microsoft Surface Pro 3 will es mit dem MacBook von Apple aufnehmen – auch wenn der Tablet-Laptop-Hybrid vieles richtig macht, gelingt dies leider nicht ganz. Insbesondere Business-Nutzer dürften das Gerät aber schätzen, da es mit einem vollwertigen Windows 8.1 als Betriebssystem ausgestattet ist.

[Update vom 15. November, 09:33] Mit einem neuem Firmware-Update wird auch ein bekanntes Problem behoben: Nutzer hatten bei betroffenen Geräten Probleme bei der korrekten Anzeige der verbliebenen Akkulaufzeit beklagt.

Weil bei dem Microsoft Surface Pro 3 kein Windows Phone zum Einsatz kommt, laufen auf dem Gerät somit alle Programme, die auch auf Desktop-Windows-Rechnern funktionieren – etwa Office als Business-Paket oder Zeichenprogramme. In Verbindung mit dem beiliegende Stylus fungiert der Touchscreen des Microsoft Surface Pro 3 auch als Zeichentablet à la Wacom Cintiq.

Die Funktion als Laptop wird mittels der beiliegenden Tastatur erreicht, die gleichzeitig als Schutzabdeckung dient, durch ihre Beschaffenheit aber freilich nicht an die Haptik einer vollwertigen Tastatur heranreicht: Zu dünn und zu flexibel ist sie im Vergleich dazu, wie sich im Test zeigt. Der "Kickstand" getaufte Ständer hält, währenddessen das Tablet als Monitor in stufenlos einstellbaren Neigungswinkeln aufrecht.

Das Surface Pro 3 ist eine eierlegende Wollmilchsau mit guter Verarbeitung und Top-Hardware

Für den Einsatz unterwegs als Tablet ist das Surface Pro 3 trotz seiner Vorzüge nur bedingt geeignet. Der große 12-Zoll-Bildschirm und die potente Hardware bringen zusammen knapp 800 Gramm auf die Waage. Für Zwischendurch ist das vollkommen in Ordnung, längeres Halten mit einer Hand ist hingegen ermüdend. Das blickwinkelstabile Display überzeugt dafür in jeder Funktion und ist mit seiner Auflösung von 2160 x 1440 Pixeln auch bei der Größe noch gestochen scharf. Der Akku ist zudem groß genug, um das Surface Pro 3 laut Hersteller für bis zu neun Stunden mit Strom zu versorgen.

Das Surface Pro 3 ist in drei Ausführungen erhältlich: Die günstigste ist in Deutschland für knapp 800 Euro zu haben, das High-End-Modell mit Intel Core i7-CPU, 512-GB-SSD und 8 GB Arbeitsspeicher schlägt hingegen mit 1950 Euro zu Buche.