GoPro Hero5 Black und GoPro Hero5 Session im Test: Der Vergleich

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GoPro Hero5 Black und GoPro Hero5 Session mit Sprachsteuerung und Videostabilisierung.
GoPro Hero5 Black und GoPro Hero5 Session mit Sprachsteuerung und Videostabilisierung.(© 2016 CURVED)

Sprachsteuerung und Videostabilisierung sind die wichtigsten Neuerungen an der GoPro Hero5 Black und der GoPro Hero5 Session. Die kleinere, würfelförmige Actioncam zieht zudem bei der Auflösung gleich und liefert jetzt ebenfalls 4K mit 30 Bildern in der Sekunde.

Das Grundprinzip von GoPro bleibt unverändert: Kleine, robuste Kameras in Halterungen, die man quasi überall befestigen kann, um nicht nur Actionszenen zu filmen. Aber gerade, wenn man in Aktion ist, erweist sich die Sprachsteuerung als sehr hilfreich.

Sinnvolle und hilfreiche Sprachsteuerung

Die Sprachsteuerung ist nicht automatisch aktiv. Ihr müsst sie in den Einstellungen der Kameras aktivieren und sie von Hand einschalten. Danach könnt Ihr die wichtigsten Aktionen über Sprachbefehle steuern: Modus wechseln, Foto-, Video- oder Zeitraffer-Aufnahmen starten und beenden sowie die Kamera ausschalten. Für genauere Einstellungen, zum Beispiel zur Videoqualität, müsst Ihr bei der Hero5 Black auf den zwei Zoll großen Touchscreen tippen, während Ihr bei der Hero5 Session auf die zwei Tasten drückt, um durch das Menü zu wandern.

Jeder Befehl an die Actioncams beginnt mit "GoPro" und einem der vorgegebenen Befehle, die sich teilweise leicht variieren lassen. Trotzdem lohnt es sich die wenigen "Vokabeln" zu lernen. In der Praxis funktioniert die Sprachsteuerung sehr gut und hört Euch, wenn Ihr in normaler Lautstarke deutlich sprecht. Die GoPro hören Euch auch, wenn sie sich auf einem Helm befinden und genau in diesem Moment erweist sich die Sprachsteuerung als sehr großer Vorteil. Jeden verstandenen Befehl, bzw. jede durchgeführte Aktion signalisiert die Kamera auch durch ein akustisches Signal.

Ihr könnt die Hero5 Black und die Hero5 Session weiterhin mit den GoPro-Apps auf Eurem Smartphone verbinden. Die Capture-App erlaubt Einstellungen und Aufnahmen aus der Ferne und ermöglicht den Blick durch die Session, die selber kein Display hat. Die App tritt nicht in Konkurrenz zur Sprachsteuerung. Beide laufen wunderbar in trauter Eintracht.

Videostabilisierung und 4K für alle

Die GoPro Hero5 Black und neu auch die GoPro Hero5 Session nehmen jetzt Videos in 4K-Auflösung auf. Die neue Videostabilisierung funktioniert bei dieser Auflösung nicht: Wollt Ihr sie benutzen, dürft Ihr maximal 2,7K auswählen. Die Stabilisierung erfolgt elektronisch und nicht optisch und in unseren Videos konnten wir feststellen, dass die neue Funktion wirklich für stabilere Videobilder mit weniger Verwacklungen sorgt. Aber seht selbst:

Fotos können die zwei Actionkameras ebenfalls aufnehmen: die Hero5 Black mit einer Auflösung von zwölf Megapixel und, wenn Ihr wollt, auch im RAW-Format. Das bietet die Hero5 Session nicht und gibt sich mit zehn Megapixel zufrieden. Ein kleiner Unterschied, der sich auf den Fotos aber durchaus bemerkbar macht. Die Bilder der Session wirken etwas weniger detailliert. Beide Kameras benötigen aber gutes Licht für schöne Bilder, bei dem wolkenverhangenen Wetter der letzten Tage überzeugten uns die Fotos farblich und beim Kontrast nicht. Dei Detailgenauigkeit ist in der Mitte sehr gut, weicht an den Rändern aber ein Unschärfe, die sich durch die Weitwinkellinse erklären lässt. Aber mit den GoPro soll man ja auch vor allem filmen.

Hero5 Black vs. Hero5 Session

Nach den zwei wichtigen neuen Funktionen werfen wir noch schnell einen Blick auf die wichtigsten Ausstattungsmerkmale und technischen Daten der zwei Actioncams. Gemeinsam ist beiden, dass Ihr eine schnelle microSD-Karte zum Speichern der Videos und Fotos einlegen müsst und die Akkus über den USB-C-Anschluss aufladet. Der automatische Cloud-Upload, der einen GoPro Plus Online-Account erfordert, funktioniert weiterhin und auch ohne Zusatzgehäuse sind die die Hero5 Black und die
Hero5 Session bis zu zehn Meter wasserdicht.

Die größere GoPro Hero5 Black hat darüber hinaus neben dem Display noch weitere Merkmale, die der kleinen Hero5 Session fehlen. So lässt sich ihr Akku zum Beispiel herausnehmen und direkt wieder mit einer geladene Batterie ersetzen. Darüber hinaus befindet sich ein GPS-Modul in der Kamera, das den Aufnahmestandort festhält. Über einen Mini-HDMI-Anschluss könnt Ihr einen externen Bildschirm anschließen.

Fazit: Hilfreiche neue Funktionen

Es gib zwei Gründe, die die GoPro Hero5 Black und die GoPro Hero5 Session von ihren jeweiligen Vorgängermodellen abheben und besser machen: die hilfreiche und gut funktionierende Sprachsteuerung sowie die Videostabilisierung. Spielen beide für Euch keine Rolle, könnt Ihr auch gut zur Hero4-Generation greifen und erhaltet für weniger Euro immer noch schöne Videos.

Beide Actionkameras sind bereits erhältlich. Die GoPro Hero5 Black soll 429 Euro kosten und die unverbindliche Preisempfehlung für die GoPro Hero5 Session liegt bei 329 Euro.


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