Spotify-Alternativen: Diese Musikstreaming-Dienste solltet ihr kennen

Spotify-Alternativen gesucht? Hier findet ihr sechs.
Spotify-Alternativen gesucht? Hier findet ihr sechs.(© 2019 Getty Images)

Spotify ist Europas führender Musikstreaming-Anbieter. Millionen Songs werden täglich mit der App gestreamt, auf einigen Android-Geräten ist die App sogar bereits vorinstalliert. Doch es gibt noch einige andere Anbieter, die Ähnliches bieten – und die ihr teilweise auch kostenlos nutzen könnt.

von Julia Hanigk

Laut Statistikportal Statista ist der aus Schweden stammende Anbieter Spotify im ersten Halbjahr 2018 mit 36 Prozent Marktanteil an zahlenden Abonnenten unangefochtener Marktführer im Musikstreaming-Segment und besonders in Europa beliebt. Aber warum ist die Streaming-App derart beliebt?

Was kann Spotify?

Der Dienst bietet die Auswahl zwischen einem Gratis- oder Zahl-Account. Die kostenlose Version ist werbefinanziert, auf dem Handy nur per Shuffle-Funktion nutzbar und spielt dem User regelmäßig Werbung ein. Wer die Zahlvariante nutzt, kann Songs suchen, einzeln abspielen und speichern – und das dann ohne Werbung.

Im ersten Quartal 2019 nutzten den Dienst ganze 217 Millionen User, davon 100 Millionen die Premium-Version. Dass der Umsatz kontinuierlich steigt, dürfte auch daran liegen, dass die Spotify App auf den neuen Samsung Geräten vorinstalliert ist.

Ein monatliches Abo kostet 9,99 Euro, mit Studentenrabatt 4,99 Euro, der Familientarif für sechs parallel laufende Accounts 14,99 Euro.

Doch es gibt einige Spotify-Alternativen, die Flatrates zu mindestens gleichen Tarifen anbieten und eine ähnliche Menge und Auswahl an Titeln aller Genres bieten.

Welche Spotify Alternativen gibt es?

Der große Konkurrent: Apple Music

Apple Music ist definitiv der größte Konkurrent von Spotify Music ­– laut appleinsider ist der Streaming-Dienst in den USA bereits Marktführer. Vor allem die bisher als eher unübersichtlich eingestufte Entdecken-Funktion wurde erst kürzlich von Apple überarbeitet. Und auch die "Entdecken"-Rubrik, in der ihr Musik vorgeschlagen bekommt, die auf euren Geschmack zugeschnittenen ist, wurde erst kürzlich ein neuer Anstrich verpasst.

Im Gegensatz zu Spotify gibt es hier allerdings keine werbefinanzierte Gratis-Version. Nutzer zahlen exakt die gleichen monatlichen Tarife wie bei Spotify (9,99 Euro; Studenten 4,99 Euro; Familien 14,99 Euro). Apple Music hat dafür eine relativ lange Testphase: die ersten drei Monate sind umsonst. Bei Spotify kosten die ersten drei Monate je nach Angebotslage 0,99 Euro.

Google Play Music

Das Abo bei Google Play Music kostet 9,99 Euro im Monat, das Familien-Abo 14,99 Euro, der Dienst lässt sich 60 Tage lang kostenlos testen. Einen Studenten-Rabatt oder ähnliches gibt es aber nicht. Wenn ihr Play Music ohne Abo nutzen wollt, bekommt ihr Werbung eingespielt und habt eine limitierte Musikauswahl. Während ihr bei Spotify 30.000 eigene Lieder sichern könnt, gewährt euch Google Play etwa 50.000 Titel zum Download – Pluspunkt für Google.

Musik-Streaming per Google-Tochter YouTube

Wer komplett kostenlos Musik hören will, kann seine Musik auch über YouTube streamen. Das geht zwar nicht offline, dennoch ist es eine gute Alternative aus dem Hause Google, bei der Millionen Titel bekannter Künstler zu finden sind. Viele davon kommen von Vevo, einem Musikvideo-Dienst, der unter anderem Sony Music Entertainment und der Universal Music Group gehört.

Mittlerweile gibt es YouTube Music, die Musik-App des bekannten Video-Portals. Auch hier gibt es ein Bezahlmodell, die Preise sind die gleichen wie bei der Konkurrenz (9,99 Euro; Studenten 4,99 Euro; Familien 14,99). Während ihr den "normalen" Tarif drei Monate kostenlos testen könnt, müsst ihr bei Studenten- und Familientarif nach dem ersten Monat zahlen.

Sowohl YouTube als auch YouTube Music blenden Werbeanzeigen ein, zudem stoppt die Wiedergabe, wenn ihr euren Smartphone-Bildschirm sperrt. Mit der Premium-Version gibt es keine Anzeigen mehr, zudem könnt ihr auch bei gesperrtem Display und offline Musik hören.

Deezer

Bei Deezer gibt es sowohl eine Gratis- als auch eine Premium-Version, genauso wie bei Spotify. Welche Funktionen die App so hat? Im "Flow"-Modus sucht euch Deezer anhand eures Musikgeschmacks die Titel aus, die zu euch passen. Zudem ist das Abspielen von Songs auch in der mobilen Gratis-Version im Shuffle-Modus möglich. In Sachen Kosten unterschieden sich die beiden Musik-Streaming-Dienste nicht großartig, getestet werden kann jeweils 30 Tage. Deezer bietet ebenfalls ein Studentenangebot für 4,99 Euro im Monat, einen Familientarif für 14,99 für sechs Profile an – im Vergleich zu Deezer Premium für 9,99 Euro.

Napster

Napster begann als eine Tauschbörse für Musiktitel. 2001 wurde diese nach rechtlichen Streitigkeiten geschlossen und der gleichnamige Streamingdienst auf den Markt gebracht.

Dort könnt ihr zwischen zwei Flatrates wählen: Der Music-Flatrate, die nicht auf mobilen Geräten abspielbar ist, für 7,95 Euro im Monat und der Mobile-Flat für 9,95 Euro. Beides könnt ihr 30 Tage lang kostenlos testen.

Amazon Music Unlimited

Nutzer von Amazon Music Unlimited können neben Musik mit ihrer Streaming-Flat auch Hörbücher und Fußball Livestreams streamen.

Vorteil: Wer von euch schon Prime Kunde ist, bekommt die Musik-Flatrate günstiger obendrauf und zahlt nur 7,99 Euro/Monat. Ansonsten kostet auch hier ein monatlicher Beitrag 9,99 Euro oder 14,99 Euro für die Familien-Option mit sechs Accounts. Es wird aber spekuliert, ob der Dienst nachzieht und ebenfalls eine kostenlose Version auf den Markt bringt.

Tidal Musik-Streaming

Der norwegische Provider Tidal ist erst seit 2014 auf dem Markt und vielen noch nicht so bekannt wie der Riese Spotify. Der Musikstreaming-Dienst wirbt mit verlustfreier Datenkompression. Das heißt, die Qualität der Titel soll nicht darunter leiden, dass sie fürs Online-Streamen in kleinere Dateien umgewandelt wurden. Nach einer 30tägigen Probe kostet der Tarif monatlich 9,99 Euro.

Kaum Unterschiede im Preis – Spotify als Primus der Gratis-Angebote

Preislich unterscheiden sich die Streaming-Dienste kaum. Wer sich die Abo-Details genauer ansieht, kann bei einigen aber ganz schön sparen, vor allem wenn er nur über ein kleineres Studenten-Budget verfügt oder gleich mehrere Kinder hat, die das gleiche Angebot nutzen möchten.

Unschlagbar bleiben außerdem die kostenlosen Versionen bei einzelnen Providern für alle Sparfüchse, die kein Abonnement abschließen möchten und mit Werbung leben können – hier bleibt die Version von Spotify dank vollem Zugriff auf die gesamte Musikbibliothek weit vorne.

Obwohl Spotify aktuell also vermutlich noch die günstigste und auch von der Bedienung eingängigste App bietet, sind ihr insbesondere die Dienste der Internetriesen Google, Apple und Amazon dicht auf den Fersen.

Übrigens: Wer den Streaming-Anbieter wechseln möchte, findet hier die besten Apps, um seine Playlisten nicht zu verlieren.


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