EMUI 11: Diese Huawei-Smartphones sollen das Android-Update erhalten

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Auch das Huwei P40 Lite erhält natürlich das Update auf EMUI 11
Auch das Huwei P40 Lite erhält natürlich das Update auf EMUI 11(© 2020 Huawei / Youtube)

Huawei hat die Liste mit allen Geräten veröffentlicht, welche mit EMUI 11 die neueste Version der hauseigenen Benutzeroberfläche erhalten. Bei aller Vorfreude gibt es zwei Dämpfer, denn lediglich 14 Smartphones bekommen das Update, welches dazu noch auf Android 10 basiert. Ob sich ihr Gerät unter den auserkorenen Huawei-Handys befindet, erfahrt ihr hier.

Update, 18. November 2020: Wir haben die Liste auf Basis von neuen Informationen überarbeitet. Der Hersteller hat nämlich seinen neuen Fahrplan für Deutschland bekannt gegeben. Nach aktuellem Stand erhalten fast nur Top-Modelle EMUI 11. Wer ein Lite-Modell der P- oder Mate-Serie kauft, geht wohl vorerst leer aus.

Tipp der Redaktion –  Unter den Smartphones, die das Update auf EMUI 11 erhalten werden, befindet sich auch das Huawei P30 aus 2019. Es besitzt die Google-Dienste und kann in einigen Punkten mit einem Galaxy S10 mithalten, wie unser Vergleich zeigt.

 

Die Sache mit den Google-Diensten

Bei allen Angaben solltet ihr eine Sache aber noch im Kopf behalten: Aufgrund des Handelsstreits zwischen den USA und China hat Huawei die Android-Lizenz verloren und muss seitdem für neue Smartphones eine verschlankte Open-Source-Version einsetzen. Für euch hat das bislang wohl nur zwei Nachteile: Neue Handys des Herstellers erscheinen ohne Google-Dienste. Zudem könnten einige Rollouts etwas später erfolgen als bei anderen Herstellern.

Für alle Modelle gilt der Verlust der Google-Dienste aber nicht, da das Unternehmen einige ältere Geräte etwas aufgepeppt und unter neuem Namen veröffentlicht hat. Beispielsweise das Huawei Nova 5T oder das Huawei P30 Lite New Edition.

Es ist immer noch unklar, wann der Handelsstreit zwischen den beiden Ländern endet und Huawei wieder vollen Zugriff auf Android hat. Der Wahlsieg von Joe Biden bei der amerikanischen Präsidentschaftswahl könnte sich durchaus auf dieses Problem auswirken, dieser wird sein Amt am 20. Januar antreten. Frühestens ab diesem Datum ist also mit Veränderungen im Handelsstreit zu rechnen.

Das Huawei Mate 30 Pro war das erste große Opfer des Handelsstreits und erschien ohne Google-Dienste im Handel.(© 2019 CURVED)

EMUI 11: Welches Handy bekommt die neue Benutzeroberfläche?

Huawei hat eine offizielle Liste mit allen Smartphones veröffentlicht, die EMUI 11 erhalten. Unter diesen finden sich auch einige der besten Smartphones aus 2019.

Weil EMUI 11 weiter auf Android 10 basiert, bleiben einige „Basis-Features“ von Android 11 bei diesem Update außen vor. Was Android 11 eigentlich zu bieten hätte, erfahrt ihr in diesem Artikel.

Anmerkung: Sondereditionen wie etwa "Porsche Design"-Modelle haben wir in der nachfolgenden Liste nicht berücksichtigt.

Die P-Reihe

Dass die P-Modelle aus den Jahren 2019 und 2020 auf dieser Liste enthalten sind, wundert uns kaum. Es fehlen allerdings mit dem Huawei P40 Lite und Huawei P30 Lite New Edition die beiden günstigen Einstiegsmodelle der Flaggschiffserie. Obwohl beide Geräte noch nicht besonders alt sind, bleibt hier das Update auf EMUI 11 aus.

  • Huawei P40
  • Huawei P40 Pro (Plus)
  • Huawei P30
  • Huawei P30 Pro (New Edition)

Die Mate-Reihe

Auch bei der Mate-Serie fällt auf, dass einige Modelle fehlen. Weder das Mate 30, noch das Mate 20 Lite werden das Update auf EMUI 11 erhalten.

Erinnert ihr euch noch an das faltbare (und sehr teure) Smartphone Mate Xs? Auch dieses Gerät erhältlich natürlich das Update auf EMUI 11.(© 2019 Huawei)

Die Nova-Reihe

Viele Geräte der Nova-Serie sind gar nicht erst in Deutschland erschienen, daher gibt es das Update auf EMUI 11 auch nur für ein einziges Modell: dem Nova 5T.

Zeitplan für das Update auf EMUI 11

Huawei wird das Update in zwei Phasen ausrollen. Bis Mitte Dezember erhalten die Smartphones der Huawei P40-Serie (P40, P40 Pro und P40 Pro Plus) sowie das Mate 30 Pro die Aktualisierung auf EMUI 11. Alle übrigen Geräte sollen bis März 2021 mit dem Update versorgt werden.


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