Großer Ratgeber: Das richtige Wearable für jeden Zweck

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Smartwatch, Fitnesstracker oder doch lieber eine Sportuhr? Unser Wearable-Guide hilft weiter.
Smartwatch, Fitnesstracker oder doch lieber eine Sportuhr? Unser Wearable-Guide hilft weiter.(© 2015 Apple, CURVED Montage)

Apple Watch, eine Smartwatch mit Android Wear, eine Sportuhr oder reicht ein Fitnesstracker? Die Auswahl an Wearables ist groß - und sie wächst enorm. Damit Ihr nicht das falsche Gadget für Euer Handgelenk besorgt, erklären wir in dieser Übersicht, welches Stück tragbare Technik sich für welchen Typ eignet.

Die Apple Watch ist da. Und nicht nur iPhone-Besitzer fragen sich, ob die Smartwatch aus Cupertino das richtige Gadget für sie ist. Eine durchaus berechtigte Frage. Denn es gibt viele Wearables, die je nachdem, was Ihr mit ihnen vorhabt, besser für Euch geeignet sein könnten als die Smartwatch aus Cupertino.

Du bist viel im Fitness-Studio

Wer viel im Fitness-Studio trainiert und dort die verschiedene Übungen detailliert und nicht nur allgemein als Workout aufzeichnen will, der sollte sich einmal die Fitbit Surge genauer anschauen. Die Sport- und Fitnessuhr unterscheidet zwischen 16 Sportarten, dazu gehören typische Studio-Trainings wie Spinning, Gewichtheben, Crosstrainer, Stepper aber auch Yoga, Pilates, Tennis und Kickboxen. Während die Fitbit Surge nicht nur für das Fitness-Studio vorgesehen ist, gibt es mit der Gymwatch ein Wearable, das explizit für die Nutzung im Gym konzipiert ist.

Du machst Outdoor-Sport

Bei Team-Sportarten sind Wearables generell weniger angebracht. Wer aber draußen alleine schwitzt, will seine Aktivitäten nicht nur tracken, sondern für ein gutes Training über seine aktuellen Leistungswerte auf dem Laufenden gehalten werden. Die Garmin Forerunner 220 eignet sich zum Beispiel für Jogger, vermisst die Laufstrecke per GPS und zeigt die Messwerte eines angeschlossenen Pulsgurtes an. Die TomTom Runner Cardio misst Euren Herzschlag am Handgelenk, verfügt ebenfalls über einen GPS-Empfänger und ist als TomTom Multi-Sport Cardio auch für Radfahrer und Schwimmer geeignet. Die bereits erwähnte Fitbit Surge mit ihrem Pulsmessgerät und GPS-Empfänger kommt natürlich auch hier in Frage.

Du willst nur deine Schritte zählen

Wer in erster Linie seine Schritte zählen will, der steht vor einer großen Auswahl an Fitnesstrackern zu Preisen zwischen 20 und 400 Euro. Zu den günstigen Geräten gehören die Hosentaschen-Clips Zip und One von Fitbit sowie die auch als Armband tragbaren Misfit Flash und Jawbone UpMove. Ebenfalls günstig, aber als Armband deutlich schicker, ist das Mi Band von Xiaomi, das inzwischen recht viele Händler hierzulande anbieten. Deutlich teurer, aber ebenfalls vorzeigbare Schrittzähler sind der Fitbit Flex, der Jawbone Up24, der Fitbit Charge, der Garmin Vivofit und der Runtastic Orbit. Wer seinen Fitnesstracker elegant in einer Armbanduhr mit einem richtigen Uhrwerk verstecken möchte, sollte einen Blick auf die Withings Activité werfen. Die kann man auch gut zum Anzug tragen, muss allerdings auch 400 Euro ausgeben. Als Version ohne Leder-Armband und Edelstahlgehäuse kostet die Withings Activité Pop mit 150 Euro deutlich weniger.

Du willst dein Essen protokollieren und Schritte zählen

In diesem Fall ist die App wichtiger als das Wearable. Denn Schritte zählt sogar ein Smartphone - wenn auch nicht so genau wie die Armbänder. Bei den Fitnesstrackern bieten zum Beispiel Jawbone und Fitbit eine umfangreiche Nahrungsmitteldatenbank, die auch an Deutschland angepasst ist. So könnt Ihr zum Beispiel viele Produkte über den Strichcode auf der Verpackung einlesen. Darüber hinaus stehen für iOS und Android zahlreiche Ernährungs-Apps bereit, die sich teilweise mit einem der Schrittzähler verbinden lassen.

Du willst sportliche Aktivitäten tracken und den ganzen Tag Schritte zählen

Die Fitbit Surge ist bisher die einzige Sportuhr, die Ihr nicht nur zum Protokollieren von sportlichen Aktivitäten tragen könnt, sondern die als Fitnesstracker den ganzen Tag an Eurem Handgelenk bleibt. Ihre Akkulaufzeit liegt bei einer Woche - solange Ihr das GPS nicht einschaltet. Wenn die Ortungsfunktion aktiviert ist, solltet Ihr den Marathon in weniger als fünf Stunden laufen, da andernfalls der Akku der Fitnessuhr zur Neige geht. Drückt man ein Auge zu, dann könnte man noch den Runtastic Orbit in diese Kategorie einsortieren, da er Euch beim Joggen ebenfalls mit aktuellen Informationen versorgt. Der Fitnesstracker zählt zwar Eure alltäglichen Schritte, aber die Laufdaten kommen von der Runtastic-App auf Eurem Smartphone.

Du willst den ganzen Tag über Deinen Puls messen

Falls Ihr zu den Leuten gehört, die nicht nur beim Sport den Herzschlag im Blick haben wollen, sondern den Puls über den gesamten Tagesverlauf protokollieren wollen, dann gibt es auch für diesen Zweck das passende Wearable: Fitbit hat mit dem Surge und dem Charge HR gleich zwei Geräte mit HR-Sensor im Angebot, die mit iOS und Android kompatibel sind. Das Microsoft Band könnt Ihr auch als Besitzer eines Windows Phone einsetzen, die Apple Watch versorgt bisher nur iPhone-Besitzer mit Pulsdaten.

Du hast ein Smartphone mit Windows Phone

Als Besitzer eines Smartphones mit Windows Phone führt bisher kein Weg am Microsoft Band vorbei, wenn Ihr eine Smartwatch tragen wollt. Die anderen Modelle funktionieren bisher nur mit iOS- und Android-Geräten, wobei Microsoft zumindest für die Uhren von Pebble fieberhaft an einer Unterstützung seines mobilen Betriebssystems arbeitet. Falls es keine ausgewachsene Smartwatch sein muss, dann könnt Ihr auch einen Blick auf die Produkte von Fitbit werfen, die Ihre App auch für Windows Phone anbieten und deren Wearables sich auch über USB-Empfänger direkt über den Computer und ohne Smartphone auslesen lassen.

Du hast ein Android-Smartphone und willst Dein Smart Home kontrollieren

Besitzer eines Android-Smartphones haben dank Android Wear eine vergleichsweise große Auswahl an Smartwatches, die sie nicht nur über eingehende Benachrichtigungen auf dem Laufenden halten, sondern auch Aktionen ausführen und sogar Gadgets in der Wohnungseinrichtung fernsteuern können. Zur aktuellen Generation der Uhren zählen die runden Motorola Moto 360 und LG G Watch R sowie die edle LG Watch Urbane und die bald erhältliche Huawei Watch. Die Asus Zenwatch, die Samsung Gear Live und die Sony Smartwatch 3 verfügen über ein rechteckiges Gehäuse.

Du hast ein iPhone

Die Auswahl an Smartwatches für iPhone-Besitzer ist vergleichsweise kleiner - noch. Momentan stehen Ihnen nur die Apple Watch und die vier verschiedenen Pebble-Modelle zur Auswahl. Wobei natürlich die Uhr aus Cupertino sowohl optisch als auch softwaremäßig ideal zum Smartphone passt. Aber auch Pebble kann mit elegantem Design und guter Software aufwarten. Zudem soll angeblich Google hart daran arbeiten, Android Wear mit iOS kompatibel zu machen. Dann könnten auch iPhone-Besitzer sich ein Modell aus dem großen Angebote an Smartwatches mit dem Google-Betriebssystem aussuchen.

Dein Smartphone soll Dir Benachrichtigungen ans Handgelenk schicken

Fitnesstracker und Sportuhren können, von wenigen Ausnahmen abgesehen, keine Benachrichtigungen von Eurem Smartphone anzeigen. Da bleibt in der Regel nur der Griff zu einer richtigen Smartwatch mit Android Wear, zur Apple Watch oder der Pebble. Zu den wenigen Ausnahmen gehört das Smartband Talk von Sony, das Euch nicht nur verrät, wer gerade anruft, sondern auch über eingehende SMS, E-Mails und Chat-Nachrichten informiert.

Du möchtest über Dein Handgelenk telefonieren

Wenn Ihr nicht einmal mehr zum Telefonieren das Smartphone aus der Tasche holen wollt, dann sind die Apple Watch, das Sony Smartband Talk, die Samsung Gear S und das Huawei Talkband B2 die richtigen Wearables für Euch. Die Apple Watch ist dabei aber nur etwas für iPhone-Besitzer. Die Gear S kommt ganz ohne Smartphone aus, da Ihr die SIM-Karte direkt in die Smartwatch einlegt. Beim Talkband nehmt Ihr das Display als Bluetooth-Headset aus dem Armband heraus und steckt es in Euer Ohr.

Deine Smartwatch soll unter iOS und Android funktionieren

Die Pebble, Pebble Steel, Pebble Time und Pebble Time Steel sind momentan die einzigen Smartwatches, die sowohl mit iOS als auch mit Android kompatibel sind - und demnächst wohl auch mit Windows Phone. Die Geräte mit Android Wear arbeiten bisher nur mit Android-Smartphones zusammen, die Apple Watch braucht ein iPhone. Für die reinen Fitnesstracker steht dagegen in der Regel eine App im Play Store von Google und in Apples App Store zum Download bereit.

Ihr findet Euch unter diesen Typen nicht wieder? Dann schreibt uns in den Kommentaren, wofür Ihr ein Wearable nutzen wollt.


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