iPhone 6: Konkurrenz glaubt nicht an Saphirglas-Modell

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iPhone 6
iPhone 6(© 2014 Mark Pelin)

Für viele ist es eine glasklare Sache: Apple setzt bei der Fertigung des iPhone 6 angeblich auf ein Saphirglas-Display – womöglich nur bei der 5,5-Zoll-Version – und besinnt sich somit wieder auf seine Pioniertugend. Kritiker der Apple-Konkurrenz merken allerdings an, dass das Material viel zu teuer, zu schwer und ab einer bestimmten Größe weniger biegsam sei. Haben sie recht, und es wird gar kein iPhone 6 mit Saphirglas-Display geben?

Schon seit Monaten wird darüber spekuliert, dass Apple beim iPhone 6 ein Display aus Saphirglas verwenden könnte. Die Vorteile klingen toll: Das Material gilt als deutlich härter als zum Beispiel Gorilla Glass, zudem ist es extrem fest und biegsam. Auch erste Videos haben diese Vorteile bereits vor Augen geführt. Allerdings ist die Fertigung auch sehr teuer und Material im großen Stil nur schwer zu bekommen – in einem Bericht von Engadget meldet sich nun die Apple-Konkurrenz zu Wort. Die Quintessenz: Saphirglas würde sich im aktuellen Entwicklungsstand nicht für die Massenproduktion von Smartphones-Displays eignen. Apple könnte trotzdem alle überraschen.

Saphirglas ist zwar attraktiv, Gorilla Glass bleibt vorher alternativlos

Ken Hong, Global Communications Director von LG, ist etwa der Meinung: "Die Haltbarkeit und Kratzfestigkeit von Saphirglas ist ohne Frage attraktiv. Aber Gorilla Glass wird in absehbarer Zeit nicht abgelöst." Eine nicht namentlich genannte Person eines großen Smartphone-Herstellers ist ebenfalls skeptisch: "In einer Kosten-Nutzen-Analyse dürfte die Sinnhaftigkeit von Saphirglas zweifelhaft sein, es sei denn, man erhofft sich einen Marketing-Vorteil."

Apple könnte theoretisch finanziell die Möglichkeiten haben, um das Material in großem Stil zu nutzen – Gorilla Glass in Größe eines Smartphone-Displays kostet in der Fertigung 3 Dollar, ein Gegenstück aus Saphirglas schlägt mit etwa 30 Dollar zu buche. Tatsächlich will Apple in Zukunft aber stärker auf Saphirglas setzen, wie die Kooperation mit dem Produzenten GT Advanced Technologies aufzeigt – diese besteht seit Ende 2013. Ob das Material aber wirklich für Smartphone-Displays genutzt werden soll, bleibt noch unklar.

Kriegt doch nur die iWatch ein Saphirglas-Display?

Doch bringt Saphirglas als Display wirklich solche Vorteile, wie kürzlich etwa ein Professor aus London betont hat? Auf Engadget äußert sich der Sprecher eines anderen großen, allerdings ungenannten, Smartphone-Herstellers mit klaren Worten: „Saphirglas ist zu hart, um ausreichend biegsam zu sein. In Falltests zerbricht das Material bei wachsender Display-Größe leichter.“ Noch wird Saphirglas vorwiegend für kleinere Abdeckungen verwendet, wie etwa über Kameralinsen oder auf Fingerabdruckscannern. Ob Apple am Ende tatsächlich auf Displayabdeckungen aus Saphirglas setzt, bleibt vorerst unklar. Möglicherweise könnte das Material daher auch nur bei der iWatch zum Einsatz kommen.


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