LG G6: Update rüstet Gesichtserkennung nach

Nun kann das LG G6 auch Euer Gesicht wiedererkennen
Nun kann das LG G6 auch Euer Gesicht wiedererkennen(© 2017 CURVED)

Neue Entsperrmethode für das LG G6: Via Update versorgt der Hersteller sein Top-Modell nun mit einer Gesichtserkennung, die Ihr alternativ zum Fingerabdrucksensor oder zur Codeingabe verwenden könnt. Diese soll durch einen speziellen Algorithmus sogar echte Menschen von Fotos unterscheiden können.

Das Software-Update, das die Gesichtserkennung auf das LG G6 bringt, rollt laut Pressemitteilung derzeit in Deutschland aus. Damit erhält das Smartphone ein Feature, das schon auf der etwas kleineren und technisch abgespeckten Variante LG Q6 zur Verfügung steht, die hierzulande seit dem 21. August 2017 erhältlich ist.

Sicherheit durch "erweiterte Gesichtserkennung"

Über die Frontkamera soll der Nutzer erkannt werden, anschließend werde das Gerät auch dann schnell entsperrt, wenn der Bildschirm ausgeschaltet ist. Eine Taste muss für den Unlock-Prozess demnach nicht gedrückt werden, wenn diese Methode verwendet wird. In der Vergangenheit konnten diverse Gesichtserkennungen jedoch schon mit einem einfachen Foto überlistet werden – wie etwa beim Galaxy S8 von Samsung.

LG selbst behauptet, dass dies nach der Aktivierung der Zusatzoption "erweiterte Gesichtserkennung" in den Einstellungen des Gerätes nicht mehr möglich ist. Ein Algorithmus soll dazu in der Lage sein, eine reale Person von einem Bild zu unterscheiden. Womöglich dauert das Entsperren dadurch aber etwas Sekunden länger, da die Kamera erst Bewegungen oder ein Blinzeln erfassen muss.

Unklar bleibt, wie sicher das Feature selbst mit diesem Algorithmus ist : Die Frontkamera des LG G6 beherrscht keine Tiefenwahrnehmung und kann daher wohl grundsätzlich zweidimensionale Flächen, wie etwa ein Foto, nicht von einem dreidimensionalen Gesicht unterscheiden. Beim iPhone X hingegen wird die räumliche Tiefe durch Infrarot mit der TrueDepth-Kamera erfasst – was sogar sicherer als die Entsperrung via Fingerabdruckensor sein soll. Womöglich kommen 2018 auch Android-Smartphones mit einer ähnlichen Technologie auf den Markt.

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