Xiaomi Redmi Note 9 Pro im Test: Viel Handy für wenig Geld?

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Das Xiaomi Redmi Note 9 Pro hat ein besonders großes Display
Das Xiaomi Redmi Note 9 Pro hat ein besonders großes Display(© 2020 CURVED/Christoph Lübben)

Ende Mai 2020 ist das kürzlich vorgestellte Xiaomi Redmi Note 9 Pro auch in unserer Redaktion angekommen. Oder eher im Homeoffice. Ihr wisst schon wieso. Ich konnte das Handy mittlerweile ausführlich testen, habe mir Display, Kamera und Co. im Detail vorgenommen. In einigen Punkten hat es mich durchaus positiv überrascht. Das Handy kommt in Sachen Geschwindigkeit und Kamera zwar nicht an die Leistung von echten Premium-Geräten heran, aber das soll es bei einem Bruchteil des Preises auch gar nicht. Ob sich der Kauf für Sparfüchse lohnt, erfahrt ihr hier.

Update: Mittlerweile konnten wir das Xiaomi Redmi Note 9 Pro über einen längeren Zeitraum testen. Entsprechend haben wir das Hands-On zu einem Review ausgebaut und einige Fotos ergänzt.

Inhaltsverzeichnis:

Tipp der Redaktion: Ab sofort gibt es das Xiaomi Redmi Note 9 Pro im CURVED-Shop. Für nur 15,49 Euro im Monat könnt ihr euch das Gerät bereits sichern. Mit dabei sind die Kopfhörer RedMi Dots und der Tarif Blau Allnet XL mit 7 GB monatlichem Datenvolumen im LTE-Netz. Wenn ihr nicht gerade wöchentlich stundenlang Musik und Videos streamen wollt, reicht das völlig aus. Wie viele Daten welcher Dienst verbraucht, könnt ihr hier nachlesen.

Design: Mehr Qualität als gedacht

Beim Auspacken dachte ich zuerst, dass es sich sehr günstig anfühlen wird. Immerhin bin ich seit Beginn der Smartphone-Ära ein Flaggschiff-Nutzer. Mittelklasse-Geräte habe ich in der Regel nur beruflich in der Hand. Nachdem ich die Folie von Display und Rückseite abgezogen habe, änderte ich meine Meinung, denn ich habe mir zuvor nicht jedes Detail zum Xiaomi Redmi Note 9 Pro angesehen. Sowohl Vorderseite als auch Rückseite sind mit Gorilla Glass überzogen. Plastik kommt hier nur für den Rahmen zum Einsatz. Das klingt zwar nicht sonderlich stabil, doch in meiner Hosentasche hat das Handy selbst unter Druck seine ursprüngliche Form beibehalten.

Das Redmi Note 9 Pro kostet in der 64-GB-Version knapp 270 Euro . Und hat schickes Glas auf der Rückseite. Ich bin ein wenig überrascht.(© 2020 CURVED/Christoph Lübben)

Insgesamt wirkt das Handy dadurch sehr schick, die weiße Rückseite spiegelt leicht und lässt das Handy durchaus edel wirken. Einzig die Vierfach-Kamera steht hier etwas aus dem Gehäuse hervor. Die Linsen sind im Vergleich zu einigen anderen Handys aber eher klein, sodass auch die komplette Aussparung nicht allzu riesig wirkt. Spätestens mit einer Hülle dürfte die Kamera aber nicht mehr wie ein kleiner Buckel wirken.

Auf der Vorderseite lässt Samsung grüßen: Das Display nimmt den großen Teil der Vorderseite ein. Wie bei vielen Handys der Südkoreaner befindet sich die Frontkamera aber oben in der Mitte in einem kleinen Loch im Screen. Wer wie ich etwa das Galaxy S10 bereits gewohnt ist, wird die Linse in der Praxis schon gar nicht mehr wahrnehmen. Wer dieses Design noch nicht kennt, wird sich ebenfalls schnell dran gewöhnen. Denn das sogenannte Punch-Hole ist auf Höhe der Status-Leiste und stört daher überhaupt nicht.

Die Notch störte mich in der Praxis überhaupt nicht. Ich bin das Design aber auch schon gewohnt.(© 2020 CURVED/Christoph Lübben)

Installation: Zeit für den Fingerabdrucksensor nötig

Das Handy ist schnell hochgefahren und ich konnte direkt mit der Einrichtung beginnen. Keine Sorge, liebe Englisch- und Chinesisch-Muffel: Ab Werk ist bereits die deutsche Sprache ausgewählt, hier müsst ihr nur noch eure Wahl bestätigen.

Der Fingerabdrucksensor befindet sich übrigens rechts im Power-Button. Es hat gefühlt Ewigkeiten gedauert, diesen einzurichten – wie etwa bei einem im Display verbauten Fingerabdrucksensor. Seitdem hat sich das Handy aber zuverlässig und schnell entsperrt. Lediglich einmal hat es sich geweigert, meinen Daumen beim ersten Versuch zu erkennen.

Insgesamt dauerte die Einrichtung des Handys nur knapp 10 Minuten. Sehr gut: Ihr könnt hier bei Bedarf direkt ausschalten, dass euer Redmi Note 9 Pro Diagnose-Daten an den Hersteller sendet.

Unter den Lautstärketasten befindet sich der Power-Button mit Fingerabdrucksensor. Und der ist gut zu erreichen.(© 2020 CURVED/Christoph Lübben)

Haptik: Guter Halt trotz Glas

Für einen Mann habe ich tatsächlich eher kleine Pfoten. Vorteil für euch: Damit kann ich schneller Artikel für euch tippen. Trotzdem liegt das Xiaomi Redmi Note 9 Pro gut in meiner Hand. Es ist mit seinem 6,67 Zoll Display ein kleines Stück größer als mein privates Galaxy S10 und das etwas teurere Xiaomi Mi Note 10 Lite. Dennoch kann ich es problemlos mit einer Hand bedienen. Zumindest, so lange ich nichts am oberen Bildschirmrand antippen muss. Da fehlt mir gut ein halber Daumen extra.

Dieser Extra-Daumen fehlt aber auch an anderer Stelle: Halte ich das Android-Smartphone normal in der Hand, kann ich höchstens den Power-Button und die Lautstärke-Leiser-Taste betätigen. Wer ohne zweite Hand oder Umgreifen auch die Lautstärke-Erhöhen-Taste bedienen will, benötigt da definitiv etwas größere Hände.

Das Redmi Note 9 Pro ist groß und lässt sich daher nicht immer bequem mit nur einer Hand bedienen(© 2020 CURVED/Christoph Lübben)

Sehr gut: Das Handy fühlt sich nicht rutschig an – ein Problem, das ich bereits bei mehreren Smartphones mit Glas-Rückseite festgestellt habe. Ich kann es sicher mit der Hand umschließen und irgendwie fehlt mein typischer Impuls, direkt eine Schutzhülle um das Gerät zu ziehen.

Display: LCD trotzt der Sonne

Das verbaute 6,67 Zoll LC-Display habe ich mir auch im Direktvergleich zu zwei OLED-Handys angesehen. Es liefert ein scharfes Bild und knallige Farben. Der Weißton ist aber derart knallig kaltweiß, dass ich im Direktvergleich beinahe schon das Gefühl bekomme, die OLED-Modelle hätten einen leichten Farbstich (was aber nicht der Fall ist). Die Helligkeit wird mit maximal 450 Nits angegeben. Und die sieht man auch: Selbst im direkten Sonnenlicht könnt ihr Texte, Chats und Co. noch problemlos lesen. Klar: Flaggschiffe liefern deutlich mehr Helligkeit, doch das Redmi Note 9 Pro strahlt ausreichend hell.

Der Blickwinkel ist hingegen nicht allzu stabil. Schaut ihr den Bildschirm schräg von der Seite an, wirkt der Screen schon dunkler. In dieser Preisklasse aber nichts, was ich nicht erwartet hätte.

Aus diesem Blickwinkel könnt ihr das Display noch betrachten. Bei schrägeren Winkeln wirkt der Screen dann aber etwas dunkler.(© 2020 CURVED/Christoph Lübben)

Insgesamt bin ich mit dem Bildschirm sehr zufrieden. Einziger Wermutstropfen: Aufgrund der LCD-Technik fehlt ein Always-On-Display, das euch Informationen auch im Standby anzeigt. Dafür gibt's aber eine Benachrichtigungs-LED am oberen Ende des Smartphones. Die ist allerdings so gut versteckt und klein, dass ich sie erst dann bemerkte, als sie aktiv war. Aber sie erfüllt ihren Zweck.

Technik: Wieso ist dieses günstige Gerät so flott?

In dem Smartphone ist ein Snapdragon 720G verbaut – ein Chipsatz der gehobenen Mittelklasse. Und das zeigt sich auch. Ich habe zum Start einige Apps geöffnet, mit Chrome im Netz gesurft, Videos geschaut und zwischen Anwendungen gewechselt. Dabei habe ich überraschend festgestellt, dass das Xiaomi Redmi Note 9 Pro unerwartet schnell ist. Ladezeiten habe ich in vielen Fällen sogar überhaupt nicht bemerkt. Schon beliebte Mobile Games wie "Mario Kart" lädt das Handy problemlos und bietet flüssiges Gameplay.

Das Redmi Note 9 Pro setzt auf USB-C und lädt mit bis zu 30 Watt auf.(© 2020 CURVED/Christoph Lübben)

Was mir wiederum aufgefallen ist: Schon nach kurzer Zeit mussten Webseiten in Chrome neu geladen werden. Zwar besitzt mein Modell 6 GB RAM, doch offenbar fehlt es hier an Optimierung. Was die Leistung angeht, bekommt ihr insgesamt aber ein sehr flottes Handy für wenig Geld. Da "Mario Kart nicht wirklich anspruchsvoll ist, habe ich zwei weitere Titel getestet: "Asphalt 9" sieht etwa super aus und läuft komplett flüssig. Auch "Call of Duty: Mobile" konnte ich ohne Ruckler spielen. Sehr schön: Bei beiden Titeln betrug die Ladezeit zwischen 10 und 30 Sekunden.

Hier die restlichen technischen Daten:

  • Chipsatz: Qualcomm Snapdragon 720G
  • RAM: 6 GB
  • Speicherplatz: 64 GB / 128 GB, via microSD-Karte erweiterbar
  • Display: 6,67 Zoll LCD (2.400 x 1.080 Pixel)
  • Vierfach-Kamera: 64 MP (Hauptlinse), 8 MP (Ultraweitwinkel), 5 MP (Makro), 2 MP (Tiefensensor)
  • Front-Kamera: 16 MP
  • Akku: 5020 mAh, Fast Charging (30 Watt)
  • Betriebssystem: Android 10 mit MIUI 11
  • Anschlüsse: USB-C und Kopfhöreranschluss
  • Dual-SIM
Das Display ist, wie für diese Preisklasse angemessen, flach und krümmt sich nicht um die Seiten.(© 2020 CURVED/Christoph Lübben)

MIUI 11: So ist das Betriebssystem

Wer Samsung One UI kennt, wird sich wohl auch schnell mit MIUI 11 anfreunden. Das doppelte Tippen zum Aktivieren des Bildschirms konnte ich ebenso schnell aktivieren wie die Wischgesten zur Navigation (die bei Xiaomi etwas anders funktionieren, bislang aber ohne Fehleingaben). Allerdings waren die Wischgesten als On-Screen-Tasten-Alternative etwas versteckt. Eher zufällig bin ich auf das Menü unter der Option "Vollbildanzeige" gestoßen.

Nervig ist für mich lediglich die Benachrichtigungsleiste. Diese kann ich nur komplett herausfahren lassen, nicht aber nur ein Stück, wie es bei Android-Modellen anderer Hersteller der Fall ist. Auch klappt es auf dem Redmi Note 9 Pro nicht immer, die Leiste vom Homebildschirm aus mit einem Wischer an beliebiger Stelle nach unten zu holen. Ladet ihr zudem eine App über den Google Play Store, zeigt euch das Handy App-Werbung an, während Google Play Protect die fertige Installation prüft. Das ließ sich aber schnell wegdrücken. Sonst taucht Werbung allerdings nirgendwo auf.

Generell habe ich das Gefühl, dass der Screen etwas träger auf Wischer reagiert, als es bei einem Flaggschiff der Fall ist. Damit hat die Performance aber wohl weniger zu tun. Ich vermute, dass die Abtastrate für Touch-Eingaben beim Redmi Note 9 Pro einfach geringer ist. Auch wenn mir das aufgefallen ist, gab es hier aber keine Probleme bei der Nutzung (abgesehen von der angesprochenen Benachrichtigungsleiste. Selbst Texteingaben konnte ich präzise meistern.

MIUI 11 begrüßt euch direkt beim ersten Einschalten des Gerätes(© 2020 CURVED/Christoph Lübben)

Ein Problem ist mir zudem aufgefallen, das unter allen Testgeräten, die gerade bei mir sind, nur das Redmi Note 9 Pro betrifft: Hin und wieder weigerte sich das Handy, über mein WLAN in das Internet zu gehen. Die Lösung: WLAN ausschalten und wieder einschalten.  Nervig war das dennoch. Derartige Fehler habe ich aber schon bei vielen Geräten aus allen Preisklassen gesehen. Gut möglich, dass dieses Problem speziell mit meinem Router zu tun hat.

Kamera: Viele Details durch 64 MP

Für mich ist natürlich noch spannend, was die Vierfach-Kamera bringt. Weitwinkel, Ultra-Weitwinkel, Makro (Zoom und Großaufnahmen) und Tiefensensor sind mit an Bord. Für fast alle Linsen/Aufnahmemodi stehen euch HDR (höherer Kontrastumfang) sowie eine künstliche Intelligenz zur Verfügung. Letztere soll Einstellungen automatisch anpassen und so für noch bessere Fotos sorgen.

Die Vierfach-Kamera steht etwas aus dem Gehäuse hervor. Mit einer Schutzhülle dürfte das aber gar nicht mehr auffallen.(© 2020 CURVED/Christoph Lübben)

Schöne Nahaufnahmen

Zuerst habe ich die Makro-Aufnahmen (die ganz kleine Objekte ganz groß darstellen) ausprobiert. Das Feature wirkt insgesamt sehr cool: Zwar konnte ich mit den Tele-Linsen anderer Smartphones ohne explizite Makro-Funktion ebenso Fotos aus nächster Nähe machen, doch beim Redmi Note 9 Pro entstanden Aufnahmen mit einem deutlich knackigeren Kontrast. Für die Großaufnahmen-Funktion hat Xiaomi aber eine echte optische Vergrößerung geopfert. Die in der Kamera-App angebotene Option vergrößert rein digital. Dank 64 MP ist das aber kein allzu großes Problem.

Gute Fotos bei Tag

Für die 64-MP-Kamera gibt es einen dedizierten Modus, mit dem ihr Aufnahmen in voller Auflösung machen könnt. Bei Tag sorgt das tatsächlich für einen sehr hohen Detailgrad (der meinem deutlich teureren und privaten Galaxy S10 gefährlich nahe kommt). Das kann sich sehen lassen, wenngleich einige Stellen im Bild sehr verwaschen wirken, wenn man heranzoomt.

Wenn ihr den 64-MP-Modus verwendet, müsst ihr allerdings auf HDR und künstliche Intelligenz verzichten. Große Helligkeitsunterschiede gleicht das Handy dadurch weniger gut aus. Das heißt: Wenn ihr euch auf ein eher schattiges Plätzchen als Motiv konzentriert, könnte der Himmel nur noch als weiße Fläche erscheinen, da der Unterschied in der Helligkeit zu groß ist. Passiert ist mir das an einem wolkigen Tag. Kurz gesagt fehlt es an Dynamikumfang. Bei strahlend blauem Himmel gab es das Problem hingegen nicht, da auch das Motiv selbst genügend Licht abbekommen hat.

Nutzen wir die Weitwinkel-Kamera mit künstlicher Intelligenz, ist die Auflösung geringer als im 64-MP-Modus. Was den Detailgrad angeht, sind mir hier aber kaum Unterschiede aufgefallen. Außer der Auflösung selbst. Dafür macht die KI einen guten Job und sorgt etwa dafür, dass die Blätter eines Baumes ein schöneres Grün erhalten. Details sind immer noch genügend vorhanden. Gerade im Gegensatz zu teureren Handys wirken die Bilder etwas blasser und der Kontrast weniger knackig. Das fällt aber nur im Direktvergleich auf.

Schwächelnde Ultraweitwinkel-Linse

Der Eindruck der Ultraweitwinkel-Kamera ist hingegen eher verhalten: Die ist nicht besonders lichtstark und sorgt für deutlich dunklere Bilder als die anderen Linsen. Auch hat die Linse größere Probleme, Helligkeitsunterschiede via HDR auszugleichen. Bereits Schatten und Sonne auf meinem Balkon haben die Linse überfordert. Die Details sind in Ordnung, kommen jedoch nicht an die Qualität der Hauptlinse heran.

Auf meinem spartanischen Balkon kommt das Ultra-Weitwinkel nicht mit den Helligkeitsunterschieden zurecht. Die hellen Bereiche sind überbelichtet.(© 2020 CURVED/Christoph Lübben)

Enttäuschende Fotos bei Nacht

Cool: Das Redmi Note 9 Pro kommt mit einem Nachtmodus, der bei wenig Licht für gute Aufnahmen sorgen soll. Nicht so cool: In der Praxis leistet dieser leider nicht allzu viel. In der Regel entsprachen die Aufnahmen dem, was ich auch noch mit bloßem Auge erkennen konnte.

Smartphones wie das Samsung Galaxy A51 leisten hier jedoch deutlich mehr und holen noch viel mehr Details in der Dunkelheit hervor. Ich vermute, dass es sich um eine softwareseitige Einschränkung handelt: MIUI 11 nimmt Bilder bei Dunkelheit deutlich schneller auf als Modelle anderer Hersteller. Hier fehlt es womöglich ganz einfach an Belichtungszeit.

Sehen wir vom Nachtmodus ab, liefert das Redmi Note 9 Pro zum Preis von weniger als 300 Euro aber sehr ordentlich ab. Wem das nicht reicht, der sollte sich bei den Flaggschiffen oder der oberen Mittelklasse umsehen.

Selfies: Mittelklasse schlägt Flaggschiff

Sehr gut hat mir die Frontkamera gefallen. Sowohl Farben als auch Kontrast und Schärfe sind gut. Dagegen wirken selbst mit dem Galaxy S10 geschossene Bilder eher blass und unscharf. Der Porträt-Modus arbeitet durchaus sauber und trennt Person von Hintergrund sehr gut. Wer also gerne Selbstporträts macht, kann auch auf das Redmi Note 9 Pro setzen.

Aber auch hier ist der Dynamikumfang begrenzt und die Kamera kommt nicht mit zu großen Helligkeitsunterschieden zurecht. Was das zweite Bild mit der Steinmauer zeigt, die etwas zu hell geraten ist.

Akku: Ein Tag mit dem Redmi Note 9 Pro

Laut Xiaomi ist ein 5020-mAh-Akku im Redmi Note 9 Pro verbaut. Und den benötigt das Handy bei diesem großen Bildschirm natürlich auch. Der Energiespeicher liefert euch genügend Energie für mindestens einen Tag Laufzeit. In der Regel kam ich auch mit bis zu anderthalb Tagen mit einer Ladung aus.

Aufladen könnt ihr das Handy mit bis zu 30 Watt Ladegeschwindigkeit. Kabelloses Laden ist hingegen leider nicht möglich.

Fazit zum Test des Redmi Note 9 Pro: Das ist mehr Smartphone als gedacht!

Ich bin positiv überrascht: Das Redmi Note 9 Pro ist schneller als gedacht. Macht bessere Fotos als gedacht. Wirkt hochwertiger als gedacht. Hat ein besseres Display als gedacht. Hier liegt kurz gesagt ein besseres Smartphone auf meinem Tisch, als ich für den Preis erwartet hätte. Bedenkt man den niedrigen Anschaffungspreis, kann ich den schwächelnden Nachtmodus und einige verwaschene Details auf Fotos verschmerzen (die auch nur beim Reinzoomen auffallen).

Wer nicht mehr als 300 Euro ausgeben möchte, bekommt hier ein großes Smartphone, das für seinen Preis in Sachen Performance, Haptik und Kamera gut abliefert. Die Variante mit 64 GB Speicherplatz kostet 270 Euro, wer 128 GB internen Speicher möchte, zahlt circa 300 Euro.

Wer hätte gedacht, dass man als Redakteur im Homeoffice so schöne Fotos in der Waschmaschine machen kann?(© 2020 CURVED/Christoph Lübben)

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