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Samsung Galaxy A52s im Test: Ein "S" wie "Eskalation"?

Galaxy A52s Front
Das Galaxy A52s zeigt im Test neue Stärken und alte Schwächen (© 2021 CURVED )
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Zuerst kam das Galaxy A52, dann das Galaxy A52 5G und nun auch noch das Galaxy A52s? Wer in die Samsung-Mittelklasse einsteigen will, hat es durchaus nicht einfach, den Überblick zu behalten. Immerhin: Die Unterschiede zwischen den A52-Modellen haben wir für euch bereits analysiert. Was jetzt noch fehlt, ist aber, wie sich das teuerste Modell der A52-Familie in der Praxis schlägt. Hier kommt der Test zum Galaxy A52s!

Inhaltsverzeichnis

Eines vorab: Gerade in Sachen Design und Kamera sind alle A52-Modelle identisch. Diese Passagen fallen in meiner Review zum Galaxy A52s (mit Vertrag kaufen? Hier klicken!) entsprechend kürzer aus. Hier konzentrieren wir uns auf die Verbesserungen, die ihr mit der "S"-Ausführung zum Preis von 450 Euro (unverbindliche Preisempfehlung) erhaltet. Fehlen euch Details, findet ihr diese in unserem Galaxy-A52-Test.

Galaxy A52s: Die Unterschiede zum A52 im Überblick

Damit ihr direkt informiert seid. Im Gegensatz zum A52 bringt das A52s die folgenden Dinge mit:
  • Ein helleres Minzgrün (Awesome Mint) ersetzt die Farbvariante in Blau (Awesome Blue)
  • 5G-Unterstützung
  • Mehr Leistung
  • 120-Hz-Display

Design und Haptik: Samsung weiter auf Plastik-Kurs

Das A52s sieht komplett identisch zu den anderen A52-Varianten aus. Heißt: Großes flaches Display, ein schöner Metallrahmen, eine nahtlos ins Gehäuse übergehende Kamera und eine matte Rückseite aus Plastik. Ja, Kunststoff. Und der wirkt nicht nur überaus dünn, sondern auch überaus billig. Dieses Material für die Rückseite hat meiner Meinung nach bei einem Smartphone für um die 450 Euro (Unverbindliche Preisempfehlung) ebenso wenig verloren wie bei höherpreisigen Modellen. Beispielsweise dem Galaxy S20 FE (hier mit Vertrag erhältlich) oder sogar dem Galaxy S21.

Die Konkurrenz liefert in Sachen Rückseite zum gleichen oder sogar niedrigeren Preis (siehe Xiaomi Redmi Note 10 Pro) deutlich mehr Qualität. Deshalb verstehe ich Samsungs Entscheidung nicht und werde mich auch weiterhin in jedem meiner Tests über den Plastik-Hintern der ansonsten hübschen Smartphones beschweren. Vorteil der Rückseite wiederum: Sie ist weniger rutschig als bei einigen Konkurrenten mit Glas. Das sorgt für ordentlich Grip.

Zu erwähnen ist noch: Das Galaxy A52s ist nach IP67 wasserdicht. Ein Vorteil von Samsung gegenüber der starken Mittelklasse von Xiaomi.

Display: Mehr Hertz für Nutzer

Beim durch Gorilla Glass 5 geschützten Bildschirm gibt's hingegen nichts zu meckern. Samsung baut nach wie vor hervorragende AMOLED-Screens, die mit tollen Farben, einem Top-Kontrast und exzellenten Schwarzwerten überzeugen. Die Auflösung von Full-HD+ ist völlig ausreichend für ein sehr scharfes Bild. Die Display-Diagonale von 6,5 Zoll ist mir persönlich ein kleines bisschen zu groß. Da klappt es mit der Einhandbedienung nur noch ganz knapp.

Die Bildschirmhelligkeit wirkt gerade in der dunklen Jahreszeit sehr hoch. Auch bei strahlendem Sonnenschein dürfte es hier keine Probleme geben. Gefühlt ist das Maximum aber geringer als in der Samsung-Oberklasse.

Neu ist beim Galaxy A52s die Bildwiederholrate von 120 Hz – ein kleines Upgrade zu den 90 Hz des Galaxy A52. Durch die höhere Rate laufen Inhalte noch flüssiger und butterweich über den Bildschirm. So zumindest in der Theorie. In der Praxis fällt mir der 120-Hz-Effekt nach kurzer Zeit schon gar nicht mehr auf. Außerdem ruckelt es trotz des Bildschirm-Upgrades etwas, wenn der verbaute Chipsatz an seine Grenzen kommt und nicht genügend Bilder pro Sekunde (fps) liefert. Wer das Maximum von 120 Hz nutzen will, benötigt nämlich auch 120 fps. Dazu mehr im Abschnitt "Leistung".

Galaxy A52s Front
Das Display des Galaxy A52s wirkt hell und superscharf (© 2021 CURVED )

Leistung: Mehr Power und dennoch Ruckler

Mit dem Galaxy A52s bekommt ihr im Vergleich zum Galaxy A52 auch ein Leistungsupgrade. Anstatt eines Snapdragon 720G steckt hier ein Snapdragon 778G im Gehäuse. Der bringt auf dem Papier gut 50 Prozent Leistung extra. Bei uns hat das A52s im GeekBench-5-Benchmark 767 Punkte im Single-Core-Test und einen Multi-Core-Score von 2783 erreicht. Das A52 kommt im Schnitt auf 540 (Single) und 1600 (Multi) Punkte. Gerade Gamer bekommen hier also mehr Leistungsreserven. Genauer gesagt entspricht das Ergebnis ungefähr dem, was ein Galaxy S20 an Performance mitbringt – Samsungs Oberklasse aus dem Jahr 2020.

Jetzt wisst ihr auch, was die Überschrift des Tests bedeutet. Auf dem Papier ist Samsung bei der Leistung eskaliert. In der Praxis bemerke ich die theoretische Flaggschiff-Leistung des Galaxy A52s aber nicht immer. Ja, das Smartphone arbeitet sehr schnell und ist auch dem A52 im Alltag überlegen. Öffne ich aber einen App-Ordner auf dem Homescreen oder surfe ich auf Seiten wie zum Beispiel Google News, BILD oder Spiegel, kommt es gerne zu kurzen Rucklern, die dann auch den sehr flüssigen Bildlauf durch das 120-Hz-Display stören. Besagte Webseiten laden zudem spürbar langsamer als auf Top-Modellen aus diesem und letzten Jahr.

Meine Vermutung: Die Brücke zwischen Chipsatz und den 6 GB Arbeitsspeicher (je nach Konfiguration sind es sogar 8 GB RAM) ist hier der Flaschenhals. Das würde auch zu den von mir beschriebenen Rucklern passen. Denn die wirken auf mich wie Nachladeruckler. Auch in der Mittelklasse erwarte ich hier mittlerweile einen Tick mehr. Vor allem bei alltäglichen Aufgaben.

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Kamera: Bekanntes farbenkräftiges Paket

Identisch zum Galaxy A52 ist wiederum die Kamera. Im Test hat das Samsung Galaxy A52s hier also keine Verbesserung zu bieten. Mit an Bord sind erneut eine Hauptlinse mit 64 MP sowie Bildstabilisierung (gleicht Wackler aus), ein Ultraweitwinkel mit 12 MP und eine Tele-Linse mit 5 MP.  Außerdem ist ein Tiefensensor mit 5 MP dabei, der Informationen für zum Beispiel einen besseren Bokeh-Effekt liefert (unscharfer Hintergrund bei Porträts).

Mir gefallen die kräftigen Farben der nachfolgenden Bilder. Die mit dem Galaxy A52s (hier mit Vertrag erhältlich) geknipsten Fotos wirken sehr lebendig. Auch bei Nacht können sich die Aufnahmen durchaus sehen lassen. Mir gefällt besonders gut, wie sehr das Mittelklasse-Smartphone von Samsung selbst bei Dunkelheit noch helle Aufnahmen erzeugt. Wenn man dann aber heranzoomt, fallen bei Tag und besonders bei Nacht die im Vergleich zu Flaggschiff-Modellen deutlich geringeren Details auf. In der Preisklasse für um die 400 Euro kann sich das A52s aber jedenfalls gut gegen andere Smartphones behaupten.

Die Makro-Kamera ist unverändert eher unbrauchbar und produziert ab Werk detailarme und verwaschene Aufnahmen. Das ist aber bei fast jedem Smartphone so, das über eine solche Linse verfügt.

Und da wäre dann noch die Frontkamera mit 32 MP. Die liefert ordentliche Ergebnisse in Sachen Farben und Kontrast. Der Detailgrad ist ebenfalls noch okay. Im Test des Galaxy A52s habe ich aber auch einige leicht verwackelte Selfies produziert. Hier ist eine ruhige Hand von Vorteil. Witzig: Direkt in die Kamera-App von Samsung sind einige spezielle Snapchat-Filter integriert. Die verstecken sich hinter dem Reiter "Fun".

Akku: Tagesbegleiter mit Schnellladen

In Sachen Akku hat sich eigentlich nichts verändert. Bei allen A52-Modellen verfügt dieser über eine Kapazität von 4500 mAh. In der Praxis reicht das auch beim Galaxy A52s aus, um gut über den Tag zu kommen. Am Abend ist aber wieder Aufladen angesagt. Besonders, wenn ihr das Always-On-Display nutzt, um auch im Standby noch Infos auf den Screen zu bringen. Wer hingegen sehr sparsam ist, könnte auch auf insgesamt 1,5 bis 2 Tage Laufzeit kommen. Ein ganzer Tag ist aber wohl eher das wahrscheinliche Ergebnis, wenn ihr einige Social-Media-Apps nutzt, auf Webseiten surft und hin und wieder Videos auf dem Handy schaut.

Positives Extra ist das Schnellladen mit bis zu 25 Watt. Knapp 1,5 Stunden dauert es, bis der Energiespeicher wieder gefüllt ist. Allerdings: Samsung legt dem Gerät offenbar weiterhin nur ein 15-Watt-Netzteil bei. Immerhin ist überhaupt ein Ladegerät Teil des Lieferumfangs.

Galaxy A52s Anschluss
Das Samsung Galaxy A52s bietet nicht nur USB-C. Auch ein Kopfhöreranschluss ist dabei. Heutzutage nicht selbstverständlich (© 2021 CURVED )

Sound: Das Handy mit der Buchse

Im Test des Galaxy A52s ist positiv aufgefallen, dass Samsung hier den Klinkenanschluss noch nicht abgeschafft hat. Ihr könnt also auch kabelgebundene Kopfhörer mit dem Smartphone nutzen – ganz ohne USB-C-Adapter. Egal ob ihr diesen Weg geht oder Bluetooth-Kopfhörer verwendet: Dolby Atmos ist wieder mit von der Partie. Und ich mag den wuchtigen Sound durch diese Klangverbesserungen.

Überzeugend sind auch die Stereo-Lautsprecher des Samsung-Handys. Erfreulicherweise sind die beiden Speaker ähnlich laut, so stellt sich ein guter Stereo-Effekt ein. Davon abgesehen ist der Klang klar genug, aber nicht wirklich ein Highlight. Nicht zu matschig, nicht übersteuert. In dieser Preisklasse weiß das zu gefallen. Also mir.

Fazit zum Samsung Galaxy A52s Test – Hülle drum und fertig

Insgesamt bietet das Samsung Galaxy A52s ein paar gute Argumente. Es schießt für die Mittelklasse gute Fotos. Ihr seid durch 5G-Fähigkeit zukunftssicher. Das Handy ist 50 Prozent schneller als das A52. Und der 120-Hz-Bildschirm macht Spaß. Abgesehen von der Kamera sind das alles Stärken, die erst das A52s mitbringt und für dieses Modell sprechen.

Allerdings bringt das Mittelklasse-Handy nicht nur die Stärken der A52-Modelle mit und baut diese aus. Auch einige der Schwächen sind wieder mit dabei. Darunter das Gehäuse, dessen Plastik-Rückseite einfach nicht zum wertigen Eindruck des restlichen Gehäuses passt. Auch die kleinen Ruckler zeigen, dass die A-Reihe von Samsung immer noch nicht an einem Punkt ist, an dem ihr flüssig über die Oberfläche navigieren könnt. Immerhin sind die Ruckler auf einem Niveau, auf dem sie nur am Rande nerven, anstatt euch in der Bedienung einzuschränken.

Mein Rat ist: Sucht ihr ein gutes Mittelklasse-Smartphone, habt ihr drei Optionen: Entweder legt ihr euch ein günstigeres Xiaomi Redmi Note 10 Pro zu und fegt mit unseren Tipps die Werbung aus dem Xiaomi-System. Oder ihr gebt sogar etwas mehr aus und sichert euch mit dem Galaxy S20 FE ein günstiges Oberklasse-Modell. Oder ihr holt euch das Galaxy A52s. Ebenso wie beim S20 FE müsst ihr dann nur noch eine Hülle einkalkulieren, um die Plastik-Rückseite zu verdecken.

Wie Samsungs A5er-Modelle aus den vergangenen Jahren ist eben auch das Galaxy A52s wieder ein guter Allrounder, wenn es um Kamera, Display und Leistung geht. Eben für Leute, denen diese drei Dinge wichtig sind, die aber nicht allzu viel Geld ausgeben wollen. Wo wir schon beim Thema sind: Samsung schickte das A52s zwar für 450 Euro ins Rennen, doch mittlerweile gibt es das Handy schon 50 Euro günstiger bei vielen Händlern. Oder eben zum noch niedrigeren Preis im Bundle mit Vertrag.

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In diesem Artikel

Samsung Galaxy A52s: Testbericht und Fotos

7.9
Curved Score
Top
  • Extra-Leistung ...
  • Gute Mittelklasse-Kamera
  • AMOLED-Display mit 120 Hz
  • Kopfhöreranschluss
  • Wasserdicht nach IP67
Flop
  • ... aber immer noch Nachladeruckler
  • Plastik-Rückseite wirkt billig
Design
Display
Kamera
Performance
Software & Apps
Akku
Preis/Leistungsverhältnis

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

Feature Tabelle
  • Betriebssystem
    Android
  • Prozessor: Name
    Snapdragon 778G
  • Auflösung Höhe
    2400 Pixel
  • Auflösung Breite
    1080 Pixel
  • Display Technologie
    Super AMOLED
  • Display Pixeldichte
    405 ppi
  • Feature: Bluetooth
  • Feature: WLAN
  • Feature: NFC
  • Feature: GPS
  • Feature: LTE
  • Feature: Erweiterbarer Speicher
  • Feature: Fingerabdruckscanner
  • Akkuleistung
    4500 mAh
  • Höhe
    159.9 mm
  • Breite
    75.1 mm
  • Tiefe
    8.4 mm
  • Gewicht
    189 g
  • Status
    Erhältlich
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