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Xiaomi Mi 11 vs. Mi 11 Ultra: Unterschiede zwischen Standard und Premium

Xiaomi Mi11 vs Mi 11 Ultra Vergleich Header
Wir zeigen euch das Mi 11 und das Mi 11 Ultra im Vergleich (© 2021 CURVED )

Handy-Bauer Xiaomi hat sich aus dem von Apple und Samung herausgearbeitet. Kein Wunder, denn der chinesische Hersteller hat solide Oberklasse-Geräte im Angebot, die für vergleichsweise wenig Geld viel bieten. Anlass für einen Vergleich Xiaomi Mi 11 vs. Mi 11 Ultra.

Inhaltsverzeichnis

Technische Daten: Xiaomi Mi 11 vs. Mi 11 Ultra

Xiaomi Mi 11

  • Display: 6,81 Zoll AMOLED-Display mit 120 Hz (3200 x 1440 Pixel), HDR10+
  • Chipsatz: Qualcomm Snapdragon 888
  • RAM: 8 GB / 12 GB Arbeitsspeicher
  • Speicherplatz: 128 GB / 256 GB interner Speicher
  • Triple-Kamera: 108 MP (Hauptlinse), 13 MP (Ultraweitwinkel), 5 MP (Makro-Objektiv)
  • Frontkamera: 20 MP (Weitwinkel)
  • Akku: 4600 mAh
  • Betriebssystem: MIUI 12.5, Android 11
  • Anschlüsse: USB-C
  • Dual-SIM: Ja
  • NFC: Ja
  • Fingerabdrucksensor: Ja (unter dem Display)
  • Netzteil: Fast Charging (55 W), Wireless Charging (50 W)
  • 5G: Ja
  • Preis: ab ca. 680 Euro (Version mit 128 GB, Stand August 2021)
  • Hier gibt es es das günstige Xiaomi Mi 11 mit Vertrag

Xiaomi Mi 11 Ultra

  • Display: 6,81 Zoll AMOLED-Display mit 120 Hz (3200 x 1440 Pixel), HDR10+
  • Chipsatz: Qualcomm Snapdragon 888
  • RAM: 8 GB / 12 GB Arbeitsspeicher
  • Speicherplatz:  256 GB / 512 GB interner Speicher
  • Triple-Kamera: 50 MP (Weitwinkel), 48 MP (Teleobjektiv), 48 MP (Ultraweitwinkel)
  • Frontkamera: 20 MP (Weitwinkel)
  • Akku: 5000 mAh
  • Betriebssystem: MIUI 12.5, Android 11
  • Anschlüsse: USB-C
  • Dual-SIM: Ja
  • NFC: Ja
  • Fingerabdrucksensor: Ja (unter dem Display)
  • Netzteil: Fast Charging (67 W), Wireless Charging (67 W)
  • 5G: Ja
  • Preis: ab ca. 1200 Euro (Version mit 256 GB, Stand August 2021)

Design: Der Gorilla trägt auf Wunsch Leder

Gorilla Glass Victus für die Frontscheibe, ein Aluminium-Rahmen im Inneren und noch einmal Gorilla Glass, diesmal der Generation 5, für die Rückseite: Das sind die Materialien, aus denen sich das Mi 11 zusammensetzt. In der Special-Edition ersetzt Xiaomi das rückseitige Glas durch veganes Kunstleder. Auch das Mi 11 Ultra hat eine Front aus Gorilla Glass Victus sowie einen Rahmen aus Leichtmetall, abweichend zum Mi 11 aber eine Rückenplatte aus Keramik.

Xiaomi Mi 11 Ultra Selfie mit Hauptkamera
Die Hauptkamera des Xiaomi Mi 11 Ultra mit Selfie-Display (© 2021 CURVED )

Äußerlich im typischen Slate-Design gehalten, verfügen beide Geräte über eine Frontseite mit auffallend kleiner, asymmetrisch angeordneter Notch im Punchhole-Format. Rückseitig fällt beim Mi 11 Ultra das Kombipaket aus Kamera plus 1,1 Zoll großem Zusatzbildschirm ins Auge. Die Einheit ist nicht nur ein Hingucker, sie sticht mit rund 3,7 mm Extratiefe auch mächtig aus dem Gehäuse heraus.

Die exakten Maße der Smartphones im Vergleich:

  • Xiaomi Mi 11 Ultra: 164,3 x 74,6 x 8,4 mm.
  • Xiaomi Mi 11: 164,3 x 74,6 x 8,1 mm. In der Variante mit Kunstleder-, statt Glasrückseite hat es eine Tiefe von 8,6 mm.

Das raumgreifende Linsenpaket des Ultra hat nicht nur Nachteile: Wo das Mi 11 mit seiner nach links versetzten Optik-Einheit auf festen Unterlagen gerne kippelt, liegt das Mi 11 Ultra dank seines breiten Kamerabuckels gut ausbalanciert auf dem Tisch. Ein weiterer Unterschied offenbart sich erst unter Wasser: Das Mi 11 Ultra ist das erste Mi-Handy, dem der Hersteller Wasserdichtigkeit nach IP68 zertifiziert.

Kommen wir zu den Farben: Während das Mi 11 in den Tönen Horizon Blue, Cloud White, Midnight Gray, Gold, Violet und Special Edition Blue (nur in der Sonderedition) lieferbar ist, beschränkt sich der Hersteller beim Ultra auf ein wahlweise schwarzes oder weißes Gehäuse.

Display: Zweimal Hauptgewinn im aktuellen Smartphone-Umfeld

Beiden Modellen hat Xiaomi ein 6,81 Zoll großes curved AMOLED-Display im 20:9-Format spendiert. Die Auflösung liegt jeweils bei 1440 x 3200 Pixeln, woraus sich eine Pixeldichte von 515 Bildpunkten pro Zoll ergibt. Wo das sehr kontraststarke und helle Display des Mi 11 bereits mit eindrucksvollen 1500 nits erstrahlt, legt das Ultra-Pendant noch einmal zu und kommt in der Spitze sogar auf 1700 nits.

Xiaomi Mi 11
Der Screen des Mi 11 (Bild) ist an den Seiten gekrümmt (© 2021 CURVED )

Filmliebhaber und Gamer freuen sich, dass beide Displays 120 Hz Bildwiederholrate bieten und HDR+ kennen, was in Videos, die diesen Standard unterstützen, für eine größere, sichtbare Farbpalette sorgt.

Weniger hell, aber trotzdem praktisch ist das Zweit-Display auf der Rückseite des Mi 11 Ultra. Mit seiner Auflösung von 126 x 294 Pixeln zeigt es je nach Benutzereinstellung Uhrzeit und Datum, aktuellen Ladezustand oder ein von euch nach Belieben gewähltes Bild. Clever: Beim Fotografieren dient es zugleich als Sucher für die rückseitige Kamera.

Leistung: Der neueste Snapdragon glänzt mit guten Leistungswerten

Mit der nunmehr elften Mi-Generation hält der Qualcomm-Chipsatz Snapdragon 888 Einzug bei Xiaomi. Der ist leistungsstark und gamerfreundlich. Erklärter Gegner ist der A14 Bionic, den Apple zuletzt im iPhone 12 verbaute. Im Unterschied zu diesem hat der Snapdragon 888 zwar acht statt sechs Rechenkerne, dafür aber einen deutlich niedrigeren CPU- und Grafiktakt. Immerhin kann er in einigen Benchmarks fast zum Marktführer aus Cupertino aufschließen.

Mi 11 und Mi 11 Pro laufen beide unter dem Betriebssystem Android 11, dem Xiaomi seine eigene Benutzeroberfläche MIUI 12.5 aufgesetzt hat, die mit vielen cleveren Details beeindruckt. Manche davon sind eher spielerisch, wie die im Tagesverlauf sich verändernden Wallpaper. Andere sind einfach nur praktisch wie die Gestensteuerung oder das Screen Mirroring, also die direkte Übertragung des Bildschirminhaltes auf andere Geräte.

Großzügig bemessen ist der Datenspeicher des Mi 11 Ultra, der bei wahlweise 256 GB oder 512 GB liegt. Beim Mi 11 stehen 128 oder 256 GB zur Verfügung.

Kameravergleich: Abstecher in die Ü100-Klasse oder Tauchstation dank U-Boot-Optik

108 MP beim Hauptobjektiv des Mi 11 gegen 50 MP des Mi 11 Ultra. Nach Zahlen scheint der Vergleich klar zu Gunsten des Mi 11 auszufallen. Doch hier täuscht der Blick auf Sensorwerte, denn die Optik des Ultra hat viel mehr zu bieten als die Pixelzahl vermuten lässt.

Xiaomi Mi 11 Ultra im Nachtmodus
Ein Foto, aufgenommen im Nachtmodus des Xiaomi Mi 11 Ultra (© 2021 CURVED )

Die Hauptlinse des Mi 11 Ultra setzt in der Standardeinstellung auf Binning, was bedeutet, dass intern bei jedem Foto vier Pixel zu einem Super-Pixel zusammengefasst werden. Die Bilder, welche die Kamera mithilfe des 50 MP-Chip generiert, haben demnach eine standardmäßige Auflösung von 12,5 MP. Das klingt heute schon wenig, führt aber in der Praxis – nicht zuletzt dank des eingebauten Bildstabilisators – zu wirklich exzellenten, knackig scharfen Fotos. Auch die Ultraweitwinkel-Linse arbeitet hervorragend mit ihren 48 MP bei einer Blende von f/2,2.

Richtig eindrucksvoll ist das Teleobjektiv, das über einen fünffachen, optischen Zoom verfügt, der platzsparend abgewinkelt unter der Linse verbaut ist. Dieser besonderen Einbausituation verdankt die Technik auch ihre aus dem U-Boot-Bau entlehnte Bezeichnung als Periskop-Optik. In Verbindung mit dem zehnfachen Digitalzoom und mittels einiger interner Nachbearbeitung kommt das Gerät am Ende auf eine 120-fache Vergrößerung, was Xiaomi auch sichtlich stolz als Gravur unter der Linse vermerkt hat.

Xiaomi Mi 11
Die Makro-Linse des Mi 11 fängt sogar kleine Fussel ein (© 2021 CURVED )

Das Mi 11 verzichtet leider ganz auf optische Vergrößerung und bietet mit seinem Triple aus 108 MP-Weitwinkel, 13 MP-Ultraweitwinkel und 5 MP-Makro eine dennoch gute Kameraeinheit, die sich aber der Ultra-Schwester in vielen Punkten geschlagen geben muss. Während der reine Digital-Zoom im praktischen Einsatz leichte Schwächen und eine gewisse Grobkörnigkeit zeigt, glänzt die zugehörige Software dafür mit einer Video-Aufnahmefunktion, die allerlei nette Effektfilter mitbringt.

Akkulaufzeit: Solide Oberklasse-Werte ohne Auffälligkeiten

Wo das Mi 11 seine 4600 mAh elektrischer Energie speichert, findet das Mi 11 Ultra unter seinem Gehäusedeckel sogar Platz für 5000 mAh. Unterm Strich kommen beide Geräte damit etwa gleich lange aus, wenn beide mit maximaler Bildschirmhelligkeit unterwegs sind.

Das Mi 11 Ultra ist allerdings nach dem Besuch der Ladestation schneller wieder bereit für neue Ausflüge. Denn während das Mi 11 mit 55 W am Kabel oder alternativ mit 50 W induktiv lädt, erreicht das Mi 11 Ultra hier in beiden Fällen Werte von 67 W.

Nett: Beide Geräte unterstützen Reverse-Wireless-Charging mit 10W, können also anderen Geräte wie eine Laufuhr oder ein Fitness-Band kabellos mit Energie versorgen.

Fazit: Brillante Bildwiedergabe und zwei sehr unterschiedliche Farbphilosophien

Kommen wir zum Abschluss im Vergleich Xiaomi Mi 11 vs. Mi 11 Ultra. Ein klares Votum für eines der beiden Geräte kann es hier nicht geben. Wenn ihr ein solides Oberklasse-Smartphone sucht, das mit Apples iPhone 12 (hier mit Vertrag) oder Samsungs Galaxy S21 (hier mit Vertrag) mithält, ohne in deren Preisregionen vorzustoßen, dann findet ihr im Xiaomi Mi 11 ein Top-Gerät, das mit dem besten Screen seiner Klasse und vielen Extras aufwartet. Die breit gefächerte Farbpalette trifft auch ausgefallene Geschmäcker.

Das Mi 11 Ultra trägt seinen lateinischen Beinamen zurecht. Ultra, also mehr, hat Xiaomi seiner ohnehin schon gut gerüsteten Oberklasse hier mitgegeben: Videos schaut ihr auf dem gegenwärtig wohl besten Bildschirm des bisher erforschten Handy-Universums. Gegenüber dem Schwestermodell Mi 11 ist die Lichtstärke noch einmal heraufgesetzt.

Die nicht gerade zierliche Multifunktionseinheit aus Triple-Linsenoptik, Laser-Entfernungsmesser, LED-Blitz und Hilfsbildschirm gibt dem Gerät Wuchtigkeit. Der Klotz liefert aber auch, was dem Mi 11 fehlt, nämlich einen optischen Zoom, der beim Fotografieren Details verlustfrei heranholt.

Allein die für das Spitzenmodell angebotene Farbauswahl ist etwas enttäuschend. Zwar wirken das Weiß und das Schwarz wertig, aber ein kühles Blau oder eine warme Komplementärfarbe hätten sicher auch Abnehmer gefunden. Aber das ist Klagen auf hohem Niveau. Denn unterm Strich hat Xiaomi hier ein wirklich sehr, sehr gutes Top-Modell am Start – das allerdings entsprechend auch fast doppelt so teuer ist wie das Mi 11.

 

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