Samsung Gear VR mit Controller im Test: Die Beigabe macht den Unterschied

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Die Samsung Gear VR mit Controller.
Die Samsung Gear VR mit Controller.(© 2017 CURVED)

Samsung liefert die neue Gear VR mit einem Controller aus. Lohnt sich der Kauf? Das klärt der Test.

Samsung pimped seine Virtual-Reality-Brille Gear VR auf: Nicht etwa technisch. Denn wie Heise berichtet, ist das Modell, das frisch in den Handel gekommen ist, baugleich mit dem, das die Südkoreaner zusammen mit dem Galaxy Note 7 vorgestellt haben. Dieses Mal macht die Beigabe den Unterschied: Denn der Brille liegt nun ein Controller bei. Ein ähnliches Modell hat sich schon im Oktober 2016 bei Googles Daydream View als echter Mehrwert bei Spielen in der virtuellen Realität erwiesen. Kann Samsungs Gegenstück da mithalten?

Besser als die Konkurrenz

Die kurze Antwort: Ja. Größtenteils macht Samsung sogar einen besseren Job als Google. Der Controller ist ergonomischer geformt, das Touchpad ist größer als beim Konkurrenzmodell. Weil man die Buttons nicht sieht, wenn man die Brille trägt, unterscheiden sie sich nicht nur optisch, sondern auch physisch voneinander. Der Zurück-Knopf ist nach außen gewölbt, der Homebutton nach innen. So kommt man blind zurecht.

Unter dem Touchpad sitzt noch ein Trigger. Der ist ideal für Shooter. Einzig die Lautstärketasten heben sich kaum von der Oberfläche ab und sind nur sehr schwer zu finden. In der Oculus-App dient der Controller zunächst als Fernbedienung. Findet Ihr einen interessanten Inhalt, zeigt Ihr einfach darauf. Zum Auswählen drückt Ihr auf das Touchpad. Damit Ihr Euch besser orientieren könnt, markiert ein weißer Punkt, wo genau Ihr gerade hinzeigt.

Der Controller als Revolver oder Zauberstab

Besonders spaßig wird es dann natürlich in den Spielen. Im Wild-West-Shooter "Dead and Burried" verwandelt sich der Controller in einen Revolver, der Trigger wird zum Abzug. Ziel ist es nun, mit dem Schießeisen möglichst viele Zombie-Cowboys auszuschalten. Im wunderschön ruhigen "A Night Sky" haltet Ihr stattdessen einen Zauberstab in der Hand und verbindet damit die Linien zwischen einzelnen Sternen zu Bildern.

Der Einrichtungsprozess des Controllers geht schnell und einfach.(© 2017 CURVED)

Beide Titel sind speziell für den Controller angepasst. Ihr könnt ihn aber auch in anderen Spielen benutzen, dann allerdings nicht immer vollumfänglich. In "Suicide Squad: Special Ops VR" zielt man zum Beispiel weiterhin, indem man in die Richtung der Gegner blickt. Insgesamt gibt es rund 40 Apps, die auf den Controller zurechtgeschnitten sind. Mit der Zeit werden aber sicher weitere Anwendungen hinzukommen.

Übrigens: Wenn Ihr schon eine Gear VR besitzt, müsst Ihr nicht zwingend die neue Version mit Controller kaufen. Der wird nämlich auch einzeln in den Handel kommen. Weil er sich per Bluetooth mit dem Smartphone verbindet, ist er automatisch mit allen Vorgängern kompatibel. Der einzelne Nachteil des Controllers: Anders als bei Googles Daydream View verbaut Samsung keinen wiederaufladbaren Akku. Stattdessen müsst Ihr zwei AAA-Batterien einlegen.

Was Ihr noch wissen müsst: Die Gear VR, die Ihr im Bundle mit dem Controller bekommt, ist mit allen gängigen Top-Smartphones von Samsung kompatibel. Sie funktioniert also nicht nur mit den aktuellen Geräten Galaxy S8 und Galaxy S8 Plus, sondern auch mit dem Galaxy-Modellen S7, S7 Edge, S6, S6 Edge und Note 5.

Fazit: Der Controller ist der Star

Die Gear VR ist und bleibt eine Top-VR-Brille für Smartphones. Auch wenn sie auf das Samsung-Universum beschränkt bleibt. Der Controller ist, wie schon bei Googles Daydream View, ein echter Mehrwert und macht die Ausflüge in virtuelle Welten zum echten Abenteuer. Auch preislich überzeugt Samsung. Im Bundle mit der Brille zahlt Ihr rund 130 Euro, für den Controller einzel gerade einmal 40 Euro. Das kann man mal machen.


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