Sony Xperia Z4
Das Sony Xperia Z4 erscheint in vier Farben: Weiß, Schwarz, Kupfer und Aqua-Green. (© 2015 Sony )

Ohne pompöses Event hat Sony das Xperia Z4 vorgestellt, das in vielen Punkten seinem Vorgänger Xperia Z3 ähnelt, aber an einigen Stellen neben den erwarteten Neuerungen doch auch die eine oder andere Überraschung bereit hält.

Das Xperia Z4 hat von seinem Vorgänger das 5,2 Zoll Full-HD-Display, das für 30 Minuten in bis zu 1,5 Meter Tiefe wasserdichte Gehäuse mit Metallrahmen sowie die 20,7-Megapixel-Kamera mit 1/2,3 Zoll großem rückseitig belichtetem Exmor-Bildsensor übernommen.

Dünner, leichter und schneller

Mit 144 Gramm ist das Sony Xperia Z4 jedoch acht Gramm leichter geworden als sein Vorgänger und hat auch an Volumen verloren: Statt 146,5 x 72,3 x 7,3 Millimeter beim Xperia Z3 misst das neue Topmodell der Japaner nur noch 146 x 72 x 6,9 Millimeter.

Keine wirkliche Überraschung ist, dass Sony auf den Snapdragon 810 von Qualcomm setzt, dessen acht Rechenkerne je zur Hälfte mit 2,0 und 1,5 Gigahertz getaktet sind. Der Prozessor hat seine gute Performance bereits im HTC One M9 unter Beweis gestellt, dort allerdings auch gezeigt, dass er sich zu stark erhitzt und deswegen softwareseitig gedrosselt werden muss. Spannend bleibt die Frage, ob Sony die Problematik anders gelöst bekommt. Wie es sich für ein Flaggschiff gehört, steht dem Chip ein drei Gigabyte großer Arbeitsspeicher zur Seite.

Sehr gute Selfie-Kamera

Eine große Veränderung zum Xperia Z3 war die Selfie-Kamera des Z4. Ihre Auflösung hat sich mehr als verdoppelt und liegt jetzt bei fünf Megapixeln. Andere Smartphones - allen voran das HTC Desire Eye - bieten zwar eine noch höhere Auflösung, aber die Frontkamera des Xperia Z4 kommt zudem mit einem optischen Bildstabilisator.

Den internen Speicher hat Sony ab Werk auf 32 Gigabyte verdoppelt. Anders als beim Galaxy S6 könnt Ihr ihn weiterhin mit einer microSD-Karte um bis zu 128 Gigabyte erweitern. Der Akku hat dagegen ein wenig an Kapazität eingebüßt. 170 Milliamperestunden, um genau zu sein. Doch mit 2930 Milliamperestunden bietet er immer noch eine höhere Kapazität als das iPhone 6, Galaxy S6, One M9 oder Huaweis P8. Ob das im Alltag spürbar ist, muss ein Test zeigen.

Beim Betriebssystem bewegt sich das Xperia Z4 mit Android 5.0 Lollipop auf der Höhe der Zeit, das Xperia Z3 ist aber auch schon bereits in den Genuss eines Updates gekommen. Darüber hinaus ist Sony stolz auf die Unterstützung seiner Audiokompressionstechnologie LDAC und verspricht einen hochwertigen Klang.

Exot mit US-Wurzeln: Sony Xperia Z4v

Es gilt als leistungsstärkeres Nachfolge-Modell mit Quad-HD-Technologie, doch hierzulande sucht man das Sony Xperia Z4v in den Geschäften vergeblich. Vermarktet wird diese Sonderedition nämlich nur in den USA - und dort exklusiv beim Mobilfunkanbieter Verizon. Ob das Z4v den Weg über den Atlantik jemals schafft, ist momentan eher fraglich.

Schwachstelle Überhitzung

Sonys Xperia Z4 ist ein heißes Gerät - und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Bislang arbeitet der Hersteller an einem entsprechenden Update, um die Hitzeentwicklung im Gerät zu reduzieren. Besonders unerfreulich: Das japanische Unternehmen empfiehlt seinen Kunden bis dahin, das Smartphone hin und wieder abzuschalten.

Preis und Verfügbarkeit

Bisher hat Sony das Xperia Z4 nur für Japan offiziell vorgestellt. Dort wird das Gerät in vier verschiedenen Farben - Weiß, Schwarz, Kupfer und Aqua Green - angeboten. Angaben zum Preis gibt es bisher allerdings nicht. Etwas verwirrend ist aber die Namensgebung: In Deutschland wird das Gerät unter dem Namen Sony Xperia Z3 Plus vermarktet. Was man sich bei den unterschiedlichen Produktnamen gedacht hat, erklärt der japanischer Konzern hier.