Die besten Smartphones unter 200 Euro im Überblick

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Eines von vielen Smartphones, die weniger als 200 Euro kosten: das Moto G5.
Eines von vielen Smartphones, die weniger als 200 Euro kosten: das Moto G5.(© 2017 CURVED)

Bereits für weniger als 200 Euro bekommt man brauchbare Smartphones. Allerdings sind in dieser Preisklasse die Unterschiede zwischen den Geräten gravierender als bei den drei bis vier Mal so teuren Top-Modellen. Welche günstigen Smartphones sich lohnen und von welchen Ihr lieber die Finger lassen solltet, erfahrt Ihr hier.

Das Sommerloch haben in diesem Jahr zahlreiche günstige Smartphones gefüllt. Entweder als Ankündigung oder gleich als Test. Wir stellen Euch zwölf Modelle von sieben Herstellern vor.

Viele Smartphones für wenig Euros

159 Euro sind der reguläre Einstiegs-Preis in die neue Smartphone-Welt von Nokia – das neue 3310 ist ja nur ein Handy. Für den Preis bietet das Nokia 3 zwar ein pures und aktuelles Android, aber wir haben einen Fingerabdrucksensor vermisst. Zusätzlich wirkten Hard- und Software nicht gut aufeinander abgestimmt. Auf jeden Fall lief die Nutzeroberfläche spürbar langsamer als bei vergleichbaren Geräten.

Nokia 3: Fünf Zoll großes HD-Display.(© 2017 CURVED)

Motorola, bzw. Lenovo macht sich mit gleich fünf Moto-Modellen in der Preisklasse unter 200 Euro sehr breit. Von diesen könnt Ihr aber das Moto C gleich wieder vergessen. Das ist völlig unbrauchbar. Mit dem Moto C Plus kann man dagegen wenigstens etwas anfangen, aber am Ende bleibt auch bei ihm nur der günstige Preis von 129 Euro als einziger großer Pluspunkt übrig. Technisch mehr zu bieten haben die E4-Modelle. Für 159, bzw. 199 Euro gibt es zwar immer noch nur HD-Displays, aber dafür Fingerabdrucksensoren und den Google Assistant. Am Ende wünschen wir uns aber eine Mischung aus dem Moto E4 und dem Moto E4 Plus. Für eine Full-HD-Auflösung muss man zum Moto G5 greifen. Das kostet ebenfalls 199 Euro und hat ein kleineres Display sowie einen kleineren Akku als das ansonsten sehr ähnliche Moto E4 Plus.

Moto E4 Plus und Moto E4: 5,5 und 5 Zoll – jeweils mit HD-Auflösung.(© 2017 CURVED)

Ebenfalls mit 199 Euro knapp unter der 200-Euro-Grenze bleibt das Huawei Y7. Allerdings fällt seine Bildqualität selbst in dieser Preisklasse schlecht aus. Der mit vorinstallierten Apps vollgepackte interner Speicher, der fehlende Fingerabdrucksensor verbessern den Eindruck nicht, den das Smartphone hinterlässt.

Huawei Y7: 5,5 Zoll großes HD-Display mit 1280 x 720 Pixeln.(© 2017 CURVED)

Die Festnetz-Experten von Gigaset versuchen auch mit günstigen Geräten im Smartphone-Bereich Fuß zu fassen. 149 Euro kostet das Gigaset GS170 das unter anderem über einen Fingerabdrucksensor und eine ziemlich aufgeräumte Android-Version verfügt. Die Fotos sind in Ordnung, aber beim Display erwartet Euch auch hier nur eine HD-Auflösung. Anders sieht es beim kürzlich vorgestellten Gigaset GS270. Das kostet 199 Euro und verfügt über einen etwas größeren Bildschirm mit Full-HD-Auflösung sowie einen Akku mit großer Kapazität. Die übrige Ausstattung ist mit dem GS170 identisch oder zumindest sehr ähnlich. Das GS270 Plus bietet mehr Arbeitsspeicher und internen Speicher, liegt mit seiner unverbindlichen Preisempfehlung aber genau wie das Moto G5 Plus über der 200-Euro-Grenze.

Gigaset GS170: Fünf Zoll großes HD-Display.(© 2017 CURVED)

Anders als in China verfügt das 169 Euro teure Honor 6A in Deutschland nicht über einen Fingerabdrucksensor. Mit seiner übrigen Ausstattung – Fünf-Zoll-HD-Display, Snapdragon 430, 2 GB RAM und 16 GB ROM sowie Android 7.0 – hebt es sich nicht von den anderen Smartphones in dieser Übersicht ab. Wir warten noch auf das Testgerät und vielleicht kann es dann ja mit seiner 13-Megapixel-Kamera punkten.

159 Euro zahlt man für das günstige LG K8. Im Test hat es uns aber weder mit seinen fünf Zoll großen HD-Display noch mit seiner 13-Megapixel-Kamera überzeugt. Wer sein Budget auf 200 Euro beschränken will, kriegt für das Geld deutlich bessere Telefone. Ein besonderes Alleinstellungsmerkmal fehlt gänzlich. Lediglich die Optik überzeugt. Um die durchschnittliche Leistung zu kompensieren, hätte es aber weitaus mehr gebraucht.

LG K8(© 2017 CURVED)

Aus dem letzten Jahr

Sollte Euch bei dieser Auswahl noch kein Smartphone zugesagt haben, werfen wir noch einen Blick auf einige günstig, bzw. günstige gewordene Modelle aus 2016. Mit dem Samsung Galaxy J3 (2016) und dem Lenovo Moto G4 befinden sich auch zwei Vorgänger von bereits genannten Modellen dabei. Sie verdeutlichen das Problem der älteren Geräte: Die Software ist sehr wahrscheinlich nicht auf dem neuesten Stand und auch Updates werden mit zunehmenden Alter unwahrscheinlicher. Euch erwartet also eher noch Marshmallow als Nougat. Aber vielleicht überzeugen Euch das Sony Xperia XA, das ZTE Blade V7 oder das Alcatel Shine Lite mit anderen Vorzügen.

Fazit: Empfehlung der Redaktion

Die Grundanforderungen an ein Smartphone erfüllen, vom Moto C abgesehen, alle Geräte in diesem Überblick. Trotzdem bestehen vor allem bei der Ausstattung und der Bildqualität Unterschiede. Nach aktuellen Stand sind das Moto G5 und das Gigaset GS270 unsere Empfehlungen in dieser Preisklasse.


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