LG G6 im Test: das Hands-on [mit Video]

Das LG G6 hat als erstes Smartphone ein Display im 18:9-Format erhalten. Wofür das gut ist nur noch mehr schauen wir uns im Hands-on des neuen Flaggschiffes an.

Neben dem Display mit abgerundeten Ecken sind bei der Ausstattung des LG G6 noch die Dual-Kamera, das endlich wasserdichte Gehäuse und die Quadrate in der Bedienung hervorzuheben.

Wasserdichtes Unibody-Metallgehäuse

Das Unibody-Gehäuse des LG G6 besteht aus Metall und schmiegt sich mit seinen abgerundeten Ecken und Kanten angenehm in die Hand. LG hat sein Flaggschiff endlich wasserdicht und staubfest gemacht und für das LG G6 eine IP68-Zertifizierung erhalten. Damit soll es mindestens 30 Minuten in 1,5 Meter tiefem Wasser aushalten.

Das Display ist größer geworden, misst beim LG G6 jetzt 5,7 Zoll und bietet eine Auflösung von 2880 x 1440 Pixeln. Nein, das ist kein Fehler. Das G6 hat wirklich erstmals ein Display im 18:9-Format. Auch wenn das Display größer geworden ist, so hat LG es geschafft das Gehäuse im Vergleich zum Vorgänger zu verkleinern. Das merkt man beim Halten, beim Versuch es mit einer Hand zu bedienen – was aber natürlich nicht immer vollständig klappt – und beim Einstecken in Hosentaschen und andere Aufbewahrungsorte.

Für das Display des LG G6 hat sich LG bei seiner Fernsehabteilung bedient und baut Dolby Vision HDR 10 ein. Amazon und Netflix haben bereits angekündigt die Technologie zu unterstützen und Amazon filmt bereits Eigenproduktionen im 18:9-Format. Wie das aussieht, werden wir Euch im finalen Test erzählen können.

Geblieben ist die Always-on-Funktion. Sprich: Das Display des LG G6 zeigt Euch auch im ausgeschalteten Zustand die Uhrzeit, den Akkustand und Hinweise auf Benachrichtigungen an. Das soll im Endeffekt weniger Strom verbrauchen, als wenn Ihr das Display regelmäßig zur Kontrolle einschaltet.

LG war der letzte große Hersteller, bei dessen Flaggschiff Ihr den Akku wechseln konntet. Beim LG G5 ging das mit dem gescheiterten modularen System einher. Beim LG G6 sorgt das wasserdichte Gehäuse dafür, dass sich der Akku nicht mehr austauschen lässt. Aber das dürfte bei den inzwischen recht langlebigen Batterien kaum noch jemanden stören. Die Kapazität von 3300 Milliamperestunden sollte Euch in der Regel gut über den Tag bringen. Immerhin ist das mehr als der Vorgänger bot.

Dual-Kamera und Quadrat-Kamera

Egal ob mit dem LG G4 oder dem LG G5, die letzten Flaggschiffe des koreanischen Herstellers spielten bei der Bildqualität immer vorne mit. Das LG G6 muss an diesem Punkt in große Fußstapfen treten und auch die Konkurrenz schläft nicht. Ich konnte mit dem G6 bei Kunstlicht einige Bilder aufnehmen und sie mir auf dem Display des Smartphones ansehen. Sie sahen so gut aus, dass ich für den ausführlichen Test die Hoffnung habe, dass die Kameras von LG weiterhin oben mitspielen.

Wie beim LG G5 dient die Dual-Kamera des LG G6 dazu, neben "normalen" Fotos auch Weitwinkelaufnahmen anzufertigen. 82 und 125 Grad betragen die Blickwinkel der Linsen und anders als beim G5 befindet sich hinter jeder Linse der gleiche 13-Megapixel-Sensor. Das finde ich als jemand, der gerne im Weitwinkel fotografiert, sehr gut.

Für alle die gerne Fotos machen, hat sich LG noch etwas Spielerei einfallen lassen und teilt das Display in zwei Quadrate. So könnt Ihr Fotos nachstellen, Bilder direkt nach der Aufnahme sehen und teilen oder Collagen aus vier Bildern und kurzen Videos anfertigen.

Google Assistant, Snapdragon 821 und Android Nougat

Im Hands-on konnten wir nur einen ersten Blick auf das LG G6 werfen, wollen Euch die übrige Ausstattung aber nicht vorenthalten: Auf der Rückseite befindet sich ein Fingerabdrucksensor unterhalb der Kameras. Er ist auch die Ein- und Ausschalttaste für das G6 und weist einen kleinen Hub auf. Als KI sowie smarter Assistent ist der Google Assistant mit an Bord.

Bei der Hardware erwartet Euch mit dem Snapdragon 821 und vier Gigabyte Arbeitsspeicher eine Kombination, die ihre Leistungsfähigkeit bereits bewiesen hat. Damit ist das LG G6 für alle denkbaren Aufgaben gut gerüstet, wird allerdings immer den Makel tragen, dass sein Prozessor noch aus 2016 stammt. Die Entscheidung ihn zu verbauen, dürfte auch dem Umstand geschuldet sein, dass der Snapdragon 835 etwas später als sonst erscheint und Samsung zuerst exklusiv Zugriff auf Ihn hat.

Der interne Speicher ist je nach Ausführung 32 oder 64 Gigabyte groß und Ihr könnt Ihn mit einer microSD-Karte erweitern. Als Betriebssystem kommt Android Nougat zum Einsatz, versehen mit der Benutzeroberfläche LG UX 6.0.

Vorläufiges Fazit

LG hat es wirklich geschafft und beim G6 das Display größer und das Gehäuse kleiner gemacht. Das gefällt mir sehr gut. Das neue Bildformat fällt nicht so stark auf, wie ich erwartet hatte, aber das Display sieht trotzdem sehr gut aus. Das wasserdichte Metallgehäuse fühlt sich gut an und wirkt ordentlich verarbeitet.

Weniger erfreulich ist, dass die 64-Gigabyte-Version wohl nicht nach Deutschland kommt, die drahtlose Ladefunktion der US-Version des G6 vorbehalten ist und nur in Asien ein Digital Audio Converter, kurz DAC, für Hi-Fi-Sound verbaut ist.

Die Dual-Kamera und die Hardware müssen im finalen hohen Erwartungen erfüllen, ich bin aber zuversichtlich, dass das LG G6 hier gut abschneiden wird. Wann und zu welchem Preis das G6 erscheint, hat LG aber noch nicht verraten.


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