iPhone vs. Samsung: Welches Handy ihr kaufen solltet

Apple iPhone 12 Samsung Galaxy S21
Samsung oder Apple? Es kommt drauf an! (© 2021 CURVED )
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Das Wichtigste im Überblick:

  • Apple und Samsung unterscheiden sich vor allem im Betriebssystem.
  • Die Topmodelle sind sich in vielen Belangen sehr ähnlich.
  • Samsung ist in der Regel innovationsfreudiger.

Inhaltsverzeichnis

Ob das erste Smartphone oder einfach nur ein Gerätewechsel – für viele Nutzer kommen vor allem zwei Anbieter in die engere Auswahl: Apple oder Samsung. Wir zeigen euch, was iPhones und Samsung-Smartphones unterscheidet und stellen euch in einem "Apple vs. Samsung" die wichtigsten Argumente gegenüber.

Kurzvergleich: Apple vs. Samsung

Geräte-Abbildung
Apple iPhone 15 Pro Max
Samsung Galaxy S23 Ultra
Apple iPhone 15
Samsung Galaxy S23
Hersteller
Apple
Samsung
Apple
Samsung
Modell
iPhone 15 Pro Max
Galaxy S23 Ultra
iPhone 15
Galaxy S23
Display und Gehäuse
Display-Größe 6.7 Zoll 6.8 Zoll 6.1 Zoll 6.1 Zoll
Auflösung 2796x1290 Pixel 3088x1440 Pixel 2556x1179 Pixel 2340x1080 Pixel
Pixeldichte 460 ppi 501 ppi 461 ppi 422 ppi
Technologie OLED Super AMOLED OLED Super AMOLED
Frequenz 120 Hz 120 Hz 60 Hz 120 Hz
Maße Größe 159.9x76.7x8.3 mm 163.4x78.1x8.9 mm 147.6x71.6x7.8 mm 146.3x70.9x7.6 mm
Material Glas (Rückseite), Titan (Rahmen) Glas (Rückseite), Metall (Rahmen) Glas (Rückseite), Aluminium (Rahmen) Glas (Rückseite), Metall (Rahmen)
Gewicht 221 g 234 g 171 g 168 g
Leistungsmerkmale
Chipsatz A17 Pro Qualcomm Snapdragon 8 Gen 2 A16 Bionic Qualcomm Snapdragon 8 Gen 2
Taktrate Bis zu 3.7 GHz Bis zu 3.36 GHz Bis zu 3.4 GHz Bis zu 3.36 GHz
AnTuTu
Klasse Oberklasse Oberklasse Oberklasse Oberklasse
Installierter RAM 8 GB RAM 8/12 GB RAM 6 GB RAM 8 GB RAM
Interner Speicher 256/512/1024 GB 256/512/1000 GB 128/256/512 GB 128/256 GB
Akkuleistung 5000 mAh Kapazität 3900 mAh Kapazität
Lebensdauer der Batterie Videowiedergabe: Bis zu 29 h Videowiedergabe: Bis zu 26 h Videowiedergabe: Bis zu 20 h Videowiedergabe: Bis zu 22 h
Sicherheit Face ID Fingerabdruck Face ID Fingerabdruck
Betriebssystem iOS 17 (ab Werk) Android 13 auf One UI 5.1 (ab Werk) iOS 17 (ab Werk) Android 13 auf One UI 5.1 (ab Werk)
Kamera
Hauptkamera 48 (Weitwinkel), 12 (Ultraweitwinkel), 12 (Tele) 200 (Weitwinkel), 12 (Ultraweitwinkel), 10 (Tele), 12 (Tele) 48 (Weitwinkel), 12 (Ultraweitwinkel) 50 (Weitwinkel), 12 (Ultraweitwinkel), 10 (Tele)
Frontkamera 12 MP 12 MP 12 MP 12 MP
Konnektivität
Anschlüsse USB-C USB-C USB-C USB-C
Dual-SIM Ja Ja Ja Ja
NFC Ja Ja Ja Ja
4G LTE Ja Ja Ja Ja
5G Ja Ja Ja Ja
Preis
UVP Ab 1449 Euro (UVP) Ab 1399 Euro (UVP) Ab 949 Euro (UVP)
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Was ist leichter zu bedienen: iPhone oder Samsung-Handy?

Das Betriebssystem dürfte bei vielen Nutzern zu den wichtigsten Kauffaktoren zählen. Wenn ihr nichts mit iOS anfangen könnt, solltet ihr kein iPhone kaufen. Fremdelt ihr hingegen mit Android, fällt die Wahl besser auf ein iPhone von Apple. Beide Betriebssysteme unterscheiden sich recht deutlich durch ihre Bedienung und weitere Faktoren.

Grundsätzlich bieten sowohl Apple als auch Samsung eine Gestensteuerung an. Bedeutet: Ihr führt Wischbewegungen aus, um euch über die Benutzeroberfläche zu navigieren. Wenn ihr vom unteren Rand in der Mitte nach oben wischt, springen iPhones und Samsung-Handys zum Homescreen zurück. Dann gibt es noch Gesten für "Zurück", "App-Übersicht" und einige mehr. Sowohl die iOS- als auch die Android-Variante dieser Steuerung ist leicht zu erlernen.

Einen physischen Home Button gibt es bei Samsung schon seit Jahren nicht mehr. Als Alternative zu den Wischgesten stehen euch drei On-Screen-Tasten (Home, Zurück und App-Übersicht) zur Auswahl, die ihr vielleicht schon von Android-Modellen anderer Hersteller kennt. Bei Apple findet ihr Alternativen zur Gestensteuerung lediglich, wenn ihr zu einem der letzten Modelle mit Home-Taste greift – wie etwa dem aktuellen iPhone SE. Was das iPhone kann, lest ihr in unserem Test des iPhone SE 2022.

Entsperren: Gesichtserkennung oder Fingerabdrucksensor?

Komplett unterschiedliche Wege gehen Apple und Samsung beim Thema Sicherheit. Aktuelle Modelle von Samsung setzen vorrangig auf einen Fingerabdrucksensor im Display. Ihr legt euren Finger auf einen bestimmten Bereich des Bildschirms und entsperrt so das Smartphone.

Bei iPhones erwartet euch hingegen Face ID. Dabei handelt es sich um eine 3D-Gesichtserkennung, die noch sicherer als der klassische Fingerabdruck sein soll. Apple hat diese mit dem iPhone X eingeführt. Alle aktuellen Modelle, außer dem iPhone SE 2022, setzen auf die Technologie.

iPhone 14 Pro Max Dynamic Island
Face ID findet ihr z. B. in der Dynamic Island des iPhone 14 Pro Max (Bild) (© 2022 CURVED )

Bei Samsung gibt ebenfalls eine Gesichtserkennung. Mit ihr könnt ihr, wie auch mit Face ID, das Smartphone entsperren, indem ihr das Handy aktiviert und vor euer Gesicht haltet. Allerdings handelt es sich hierbei nur um eine 2D-Erkennung, die weniger Sicherheit gewährleistet.

Unseren Praxiserfahrungen nach ist die Gesichtserkennung mittels Face ID komfortabler als der Fingerabdrucksensor. Letzterer macht euch etwa hin und wieder Probleme, wenn eure Hände verschmutzt, nass oder zu trocken sind. Face ID lässt sich hingegen sogar mit Maske entsperren. Dafür braucht ihr ein iPhone 12 oder neuer und mindestens iOS 15.4. In den Einstellungen unter "Face ID & Code" könnt ihr die Funktion aktivieren.

iOS: Hard- und Software aus einer Hand

Apple hat mit iOS ein System geschaffen, das optimal mit der iPhone-Hardware zusammenarbeitet. So bekommt ihr ein perfekt abgestimmtes und geschlossenes System, das weitgehend reibungslos funktioniert.

iphone 14 vs iphone 14 pro
iOS läuft in der Regel besonders rund und sieht dabei schick aus (© 2022 CURVED )

Die durchschnittliche Qualität von Drittanbieter-Apps ist zudem höher als im Android-Lager, da Apple besonders strenge Qualitätsrichtlinien vorgibt. Zudem versorgt das Unternehmen vergleichsweise alte Geräte mit Updates. Auch wenn Samsung diesbezüglich aufgeholt hat, erhalten iPhones nach wie vor deutlich länger Softwareaktualisierungen.

Doch es gibt eine Kehrseite der Medaille: Das geschlossene Betriebssystem trifft nicht den Geschmack aller Nutzer. Die Möglichkeiten zur Individualisierung sind eingeschränkter als bei Android. Zudem ist die Softwareauswahl in Apples App Store etwas geringer als in Googles Play Store, da Apple rigoroser aussiebt und höhere Sicherheitsstandards einfordert.

Android: Offener und flexibler

Im Kontrast zu iOS steht Googles Android. Hier findet ihr ein offenes Betriebssystem, das Handy-Hersteller und Nutzer praktisch nach Belieben an die eigenen Wünsche anpassen können. So läuft das Google-Betriebssystem auf Smartphones bis 150 Euro ebenso wie auf High-End-Modellen jenseits der 1000 Euro. Die angepasste Version von Samsung nennt sich One UI.

Doch ein so offenes System birgt auch Sicherheitslücken. Die im Store verfügbaren Apps werden weniger stark kontrolliert, was die Malware-Gefahr und das Fehlerpotenzial erhöht. Da Android als offenes System für viele Hersteller von Smartphones zur Verfügung steht, harmoniert das Betriebssystem je nach Modell nicht so gut mit der Hardware wie iOS mit iPhones.

Apple vs. Samsung: Wie sieht es beim Design aus?

Ein Smartphone von Apple erkennt ihr auf den ersten Blick. Doch auch Samsung hat sich in den letzten Jahren einen Wiedererkennungseffekt erarbeitet. Die Verarbeitungsqualität ist bei Samsungs Topmodellen (z. B. Galaxy S23) ebenso hoch wie bei iPhones.

Apple setzt auf der Vorderseite auf eine Notch und mit den neueren Modellen auf die Dynamic Island. Samsung verbaut lieber ein Punch-Hole, das die Selfie-Kamera fast verschwinden lässt und dem Bildschirm mehr Raum gibt. Fans hoffen auf eine Unter-Display-Kamera, also eine Linse, die unter dem Bildschirm verbaut und somit komplett unsichtbar ist. Bei den "Fold"-Modellen hat Samsung das bereits getestet.

Galaxy S23: AMOLED Display
Die Frontkamera ist in Samsung-Handys (Bild: Galaxy S23) angenehm dezent (© 2023 CURVED )

Aus der Praxis verraten wir euch: An beide Arten der Display-Aussparung gewöhnt ihr euch schnell. Nach kurzer Zeit nehmt ihr die jeweilige Aussparung kaum noch wahr und die Dynamic Island von Apple ist zudem wunderbar ins Betriebssystem integriert. Dennoch hat hier Samsung die Nase vorn, da das kleine Kameraloch dezenter ausfällt als der breite Balken von Apple.

Kamera: Eine breite Palette

Besonders in Sachen Kamera bieten beide Hersteller viele verschiedene Ansätze. Ist euch z. B. ein qualitativ hochwertiger Zoom wichtig, solltet ihr euch in den höheren Preisregionen umschauen. Die beiden Topmodelle, iPhone 15 Pro Max und Galaxy S23 Ultra (hier im Vergleich), bieten jeweils ein Periskop-Teleobjektiv, mit dem starke Vergrößerungen ohne spürbaren Qualitätsverlust möglich sind.

Rein technisch sind die Kameras von Samsung-Handys oft beeindruckender als die Vergleichsmodelle von Apple. So bietet das iPhone 15 gar keine Telelinse und muss sich einen hochwertigen Zoom per Software erschleichen. Das funktioniert bei einer zweifachen Vergrößerung zwar überraschend gut, bei stärkerem Zoom nimmt die Qualität dann allerdings rasant ab. Samsung hingegen verbaut im Konkurrenzmodell, dem Galaxy S23, eine dedizierte Telelinse für dreifach optischen Zoom.

Samsung Galaxy S23 Ultra Kamera Großaufnahme
Die Hauptkamera des Galaxy S23 Ultra (Bild) bietet mehrere Linsen (© 2023 CURVED )

Nutzt ihr eure Smartphone-Kamera in erster Linie für "normale" Fotos mit der Hauptkamera, bekommt ihr sowohl bei Apple als auch bei Samsung mit das beste, was die jeweilige Preisklasse zu bieten hat. Beide Hersteller profitieren hier von ihrer jahrelangen Erfahrung. Schaut euch regelmäßig unsere Liste der besten Handykameras an, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Performance: Leistung ohne Kompromisse

Das, was für die Kamera gilt, gilt auch für die Performance: Es kommt auf den Preis an. In der High-End-Klasse bieten beide Hersteller die wohl leistungsstärksten Smartphones auf dem Markt an. Dank Apple A17 Pro ist das iPhone 15 Pro sogar so performant, dass einige Videospiele, die zunächst für stationäre Heimkonsolen entwickelt wurden, auch auf dem iPhone verfügbar sind.

Dass Samsung da mithalten kann, liegt auch an der Entscheidung, global auf einen Snapdragon-Chip von Qualcomm für die Topmodelle. Wir konnten das in unserem Test des Galaxy S23 bestätigen. In den Jahren zuvor hat der Hersteller für einige Märkte (auch Deutschland) auf die hauseigenen Exynos-Chips gesetzt. Die sind nicht so stark und effizient wie die Konkurrenz von Qualcomm und Apple.

Unterm Strich bedeutet das: Seid ihr bereit, den entsprechenden Preis für ein High-End-Modell auszugeben, bekommt ihr auch High-End-Performance – bei beiden Herstellern.

Innovation: Wer kann mit neuen Ideen punkten?

Die meisten aufeinanderfolgenden Smartphones ähneln einander. Schließlich bringen die Hersteller oft jedes Jahr mindestens ein neues Gerät einer Reihe auf den Markt. Abseits dessen traut sich in erster Linie Samsung an frische Ideen heran. Das hat sich zuletzt besonders eindrucksvoll mit Samsungs faltbaren Smartphones gezeigt.

Der südkoreanische Hersteller darf getrost als einer der Pioniere dieser Geräteklasse betrachtet werden. Mit den aktuellen Modellen, dem Galaxy Z Flip 5 und Galaxy Z Fold 5, hat man die bisher ausgereiftesten Falthandys auf den Markt gebracht. Andere Hersteller hinken da hierzulande oft noch hinterher.

Samsung Galaxy Z Flip 4 aufgeklappt von hinten und halb gefaltet von vorne
Samsung hat bereits mehrere erfolgreiche Falthandys herausgebracht (Bild: Galaxy Z Flip 4) (© 2022 CURVED )

Apple zeigt sich weniger innovationsfreudig. Neuerungen finden in iPhones zwar statt, die haben wir zuvor allerdings oft schon bei einem Android-Konkurrenten gesehen. Zuletzt hat es Apple jahrelang geschafft, einem zeitgemäßen Anschluss aus dem Weg zu gehen und USB-C erst mit dem iPhone 15 eingeführt.

Fazit: iPhone oder Samsung kaufen?
Sebastian Johannsen
Sebastian Johannsen

Es konkurrieren zwei der besten Smartphone-Hersteller miteinander. Beide haben ihre Stärken und Schwächen, wie auch unsere weiteren Handyvergleiche belegen. Wie so oft gelten also auch bei der Frage "iPhone oder Samsung?" die individuellen Präferenzen. Klärt zunächst die Frage, wie viel Geld ihr für ein neues Handy ausgeben möchtet und vergleicht dann die beiden Modelle ausgiebig miteinander.

Ist euch ein sichereres Betriebssystem wichtiger als ein geringer Preis? Dann greift zu Apple. Wollt ihr das Maximum an aktueller Flaggschiff-Technologie und eine höhere Auswahl kostenloser Apps? Dann entscheidet euch für ein Samsung-Handy. Oder muss es ein bestimmtes Design oder eine bestimmte Farbe haben? Dann schaut, welche Modelle euch optisch gefallen.

Abschließend gilt festzuhalten: Die Topmodelle von Apple und Samsung zählen zum Besten, was der Markt aktuell bereithält. Einen Fehlkauf leistet ihr euch bei keinem der Smartphones. Vor allem nicht, wenn ihr euch eines der Smartphones bei uns im CURVED-Shop mit einem günstigen Mobilfunktarif sichert. Im Bundle bekommt ihr sowohl Samsungs als auch Apples Flaggschiffe oft günstiger.

Wie findet ihr das? Stimmt ab!
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