Samsung Galaxy S6 vs. iPhone 6: Wer hat die Nase vorn?

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Das iPhone 6 oder das Samsung Galaxy S6 (hier ein Konzept) - wer hat am Ende die Nase vorn?
Das iPhone 6 oder das Samsung Galaxy S6 (hier ein Konzept) - wer hat am Ende die Nase vorn?(© 2015 Behance/Dani Yako, CURVED Montage)

Der "ewige" Wettstreit zwischen Apple und Samsung geht in die nächste Runde. Nachdem Apple im Herbst mit dem iPhone 6 und iPhone 6 Plus vorgelegt hat und beeindruckende Zahlen für das Weihnachtsquartal vorweisen konnte, zieht Samsung demnächst nach. Ob das Galaxy S6 am iPhone 6 vorbeiziehen kann?

Die offizielle Vorstellung des Samsung Galaxy S6 erfolgt zwar erst bei einem Unpacked-Event am 1. März 2015 im Vorfeld des MWC in Barcelona, aber schon jetzt sind durch verschiedene Leaks alle wichtigen Infos zur Ausstattung und Design von Samsungs neuem Topmodell bekannt. Mit diesen Informationen lässt sich ein erster, aber noch lange nicht abschließender Vergleich zwischen dem Galaxy S6 und dem iPhone 6 ziehen.

Mehr Metall, weniger Kunststoff

In den vergangenen Wochen sind zwar immer wieder Design-Konzepte Dritter, Dummys von Zubehör-Herstellern und vermeintliche Foto-Leaks von Prototypen aufgetaucht, aber trotzdem haben wir noch kein klares Bild davon, wie das Galaxy S6 final aussehen und verarbeitet sein wird.

Als sicher kann aber gelten, dass Samsung sich in Sachen Material dem Aluminium-Gehäuse des iPhone 6 annähern wird und auf eine vollständige Polycarbonat-Ummantelung verzichtet. Bisher ist allerdings unklar, in welchem Ausmaß das geschieht: Unter dem Codenamen "Project Zero" arbeitet Samsung schon länger an der optischen Runderneuerung seines Flaggschiffs. Ob das Galaxy S6 nun aber ein komplettes Unibody-Design à la Galaxy A3 und Galaxy A5 erhält oder lediglich von einem metallenen Rahmen eingefasst sein wird — wie zuletzt das Galaxy Alpha und Note 4 — und einen gläsernem Rücken erhält, ist derzeit nicht bekannt. Nach dem Galaxy S5 kann es aber optisch, haptisch und designtechnisch eigentlich nur besser werden.

Etwas größeres Display mit viel höherer Auflösung

Mit 5,1 Zoll wird der Touchscreen des Galaxy S6 voraussichtlich so groß bleiben wie beim Samsung Galaxy S5, aber seine Auflösung auf 2560 x 1440 Pixel erhöhen. Damit wäre das Display etwas größer als der 4,7-Zoll-Bildschirm des iPhone 6 und hätte vor allem eine deutlich höhere Auflösung, denn Apple gibt sich für sein Retina-Niveau mit 1334 x 750 Pixeln zufrieden. Das die Koreaner hervorragende Displays bauen können, haben sie in der Vergangenheit bereits bewiesen, nur so ein Fauxpas wie beim Galaxy Alpha darf ihnen nicht noch einmal passieren.

Darüber hinaus ist eine Edge-Version des Galaxy S6 im Gespräch, bei dem das Display um den Rand herum gebogen ist. Das mag nicht allen gefallen und ist anfangs auf jeden Fall gewöhnungsbedürftig, aber zumindest das schon verfügbare Galaxy Note Edge hat bei uns großen Anklang gefunden. Bislang deutet aber alles darauf hin, dass der Bildschirm des S6 ein wahres Pixelmonster sein wird. Stimmen die Gerüchte, haben wir es mit 576 ppi im Vergleich zu 326 ppi beim iPhone 6 zu tun.

Exynos-Superpower statt schnappender Drachen

Es spricht sehr viel dafür, dass Samsung beim Galaxy S6 nicht auf die etablierten Snapdragon-Prozessoren von Qualcomm vertraut, sondern auf einen Chip aus eigener Herstellung setzt. Wahrscheinlich handelt es sich um den Exynos 7420, der in einem ersten durchgesickerten Benchmark einen neuen Rekord aufgestellt hat. Im Antutu-Benchmark schaffte er rund 10.000 Punkte mehr als das iPhone 6 mit seinem A8-Chip und M8-Coprozessor. Wobei sich die Ergebnisse des Tests unter Android und iOS nur bedingt vergleichen lassen. Doch auch die Android-Konkurrenz würde Samsung mit dem Ergebnis von über 60.000 Punkten weit hinter sich lassen.

Beim Arbeitsspeicher sollen es drei Gigabyte im Galaxy S6 sein, die in Sachen Leistungsfähigkeit dem einen Gigabyte entsprechen, das Apple im iPhone 6 verbaut. Beim internen Speicher soll Samsung sich mit 32 Gigabyte genau für die Größe entschieden haben, die Apple beim iPhone 6 gestrichen hat. Während das iOS-Gerät mit 16, 64 oder 128 Gigabyte zur Auswahl steht, ließe sich der Speicher des Android-Smartphones deutlich günstiger mit einer microSD-Karte erweitern.

Selfie-Junkies kommen auf ihre Kosten

Auf dem Datenblatt liegen die Kameras des Samsung Galaxy S6 mit fünf und 20 Megapixeln deutlich vor dem iPhone 6, das nur 1,2 und acht Megapixel zu bieten hat. Vor allem bei der Selfie-Kamera auf der Frontseite dürfte die höhere Auflösung beim Android-Smartphone dafür sorgen, dass die Bilder besser aussehen als die des iOS-Gerätes. Dass Megapixel aber nicht das alleinige Kriterium für eine gute Kamera sind, beweist das iPhone seit Jahren. Obwohl es mit acht Megapixeln inzwischen hinter allen anderen Topmodellen liegt, ist es bei Flickr immer noch die mit Abstand beliebteste Kamera - und liefert auch objektiv betrachtet eine gute Bildqualität, die mit den Android-Flaggschiffen mithält oder sogar abhängt.

Dreht Samsung an der Preisschraube?

Zum Preis des Galaxy S6 gibt es noch keinen verlässlichen Leak. Amir weist aber zurecht darauf hin, dass Samsung schnell dabei ist, den Preis anzuheben, sobald hochwertigere Materialen in einem Smartphone zum Einsatz kommen. Beispiele gibt es mit dem Galaxy Alpha, Galaxy A3 und A5 genug. Insofern wäre es keine Überraschung, wenn die unverbindliche Preisempfehlung für das S6 über den 699 Euro liegt, die Samsung anfangs für das Galaxy S5 aufrief und die Apple immer noch für die günstigste Variante des iPhone 6 verlangt. Dessen Preis wird bis zum iPhone 6s im Herbst stabil bleiben, beim Galaxy S6 könnte er jedoch schon wenige Wochen nach dem Verkaufsstart um 100 Euro oder mehr fallen.

Einen ausführlichen Vergleich ziehen wir, wenn Samsung das Galaxy S6 offiziell vorgestellt hat, und nehmen beide Geräte für einen ausführlichen Test  natürlich in die Hand.


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