iPhone 8 Plus im ausführlichen Test: zu Unrecht im Schatten des X

Ich weiß, ich weiß: Ihr seid heiß aufs iPhone X. Ich verstehe das: Ihr wollt das randlose Display. Euer Smartphone mit dem Gesicht entsperren. Porträt-Selfies machen. Ich versteh das. Doch bis zum Release müssen wir uns noch ein wenig in Geduld üben. In der Zwischenzeit konnte ich das iPhone 8 Plus testen. Es steht zu Unrecht im Schatten des X.

Doch bevor ich auf das Gerät genauer eingehe, klären wir erst einmal die Frage: Warum 8 bzw. 8 Plus und nicht 7s und 7s Plus? Meine Gedanken dazu: Erstens sind Modellnummern mittlerweile egal. Auf das Galaxy Note 5 folgte das Note 7, auf Windows 8 wiederum Windows 10. Genauso lässt das X als "Ten" die 9 vermissen. Zweitens: Es ist tatsächlich mehr als nur ein Upgrade in Sachen Performance, wie es bislang der Fall war. Und damit kommen wir schon zum...

Look & Feel

Glas...

Auffälligste Neuerung: Statt Aluminium kommt auf der Rückseite Glas zum Einsatz. Das verändert den Look der neuen Apple-Smartphones mehr, als ich mit Blick auf die ersten Leakbilder vor der Keynote gedacht hätte. Tatsächlich ist das Finish schon sehr anders als bei den Aluminium-Rückseiten: Silber wirkt für mich eher wie ein Metallic-Weiß. Das neue Spacegrau ist relativ nah dran am Look des iMac-Pro-Gehäuses und tendiert weitaus mehr ins glänzend Schwarze als ins Graue. Am besten gefällt mir die Gold-Ausführung. Der Aluminiumrahmen rundherum liegt optisch zwischen dem Roségold und dem regulären Gold der Vorgänger, das siebenfach eingefärbte Glas wiederum strahlt eher crèmefarben und wirkt goldiger, je mehr Sonnenlicht im Spiel ist. Das wirkt gerade beim großen Plus ganz anders als diese riesige metallische Fläche des iPhone 7 Plus.

Apropos Metall: Statt 6000er verwendet Apple nun 7000er-Aluminium für das Band, das das iPhone umhüllt. Zum Hintergrund: Dabei handelt es sich um eine Aluminiumlegierung. Waren bei 6000er die Hauptlegierungselemente Magnesium und Silicium, ist es nun Zink. Diese Legierung kommt unter anderem im Flugzeugbau, der Raumfahrt sowie bei Sportgeräten und Uhren zum Einsatz und soll weitaus härter sein. Es liegt mir fern, Testgeräte willentlich zu zerkratzen oder auf den Boden fallen zu lassen. Sollte mir im Laufe der Zeit so etwas aber ungewollt passieren, werde ich an dieser Stelle berichten, ob Metall und Glas Schaden davongetragen haben. Dann wird sich auch zeigen, inwiefern das Glas wirklich das robusteste ist, das jemals in einem Smartphone verbaut wurde.

...macht das Smartphone schwerer

Angenehm ist aber, dass Apples Ingenieure das Glas mit einer ölabweisenden Schicht veredelt haben. Die eliminiert Fingerabdrücke nicht vollständig, aber lässt die Rückseite sehr viel weniger verschmieren. Freilich sind Fingerabdrücke auf weißen Geräten weniger auffällig, doch auch die glänzende spacegraue Rückseite der iPhones in der Hands-on-Area im Steve Jobs Theater war nicht bis zur Unkenntlichkeit verschmiert.

Nicht so schön: Obwohl die Display-Diagonale identisch ist zum 7 Plus, ist das 8 Plus gewachsen: von 158,2 x 77,9 x 7,3 mm auf 158,4 x 78,1 x 7,5 mm. Schwerer ist es wegen der Glasrückseite auch geworden: von 188 auf 202 Gramm. Großes iPhone-Display gepaart mit Handlichkeit, das gibt es erst mit dem iPhone X mit 5,8 Zoll bei 174 Gramm.

Das Display

Kaum etwas verändert hat sich beim Display: Es misst 5,5 Zoll. Die Auflösung ist mit 1920 x 1080 Pixeln ebenfalls gleichgeblieben. Während Apple beim iPhone X erstmalig ein OLED-Display in einem Smartphone verbaut, setzt man bei der 8er-Generation weiterhin auf die LCD-Technologie. Machen wir uns nichts vor: OLED-Displays liefern mehr Kontrast und noch kräftigere Farben.  Wer also ein besseres Display sucht, sollte auf das iPhone X warten. Allerdings hat man von den aktuellen iPad Pros die True-Tone-Technologie übernommen: Ein Umgebungssensor misst die Farbtemperatur des Lichts, das Display passt dann wiederum den Weißwert dem Umgebungslicht an. Dadurch wirkt das Bild natürlicher. Wer es dauerhaft strahlend Weiß mag, kann True Tone aber auch im Kontrollzentrum abschalten.

Der Bildschirm verfügt zudem auch weiterhin über 3D Touch, das den Schnellzugriff auf bestimmte App-Funktionen ermöglicht, wenn man stärker auf das Display drückt. Allerdings erfordert es nun etwas weniger Druck als bei der 7er-Generation. Ganz angenehm. So werd ich das Feature vielleicht doch noch in meinen Smartphone-Alltag integrieren.

Unter dem Display befindet sich nach wie vor der Fingerprintsensor Touch ID, an der rechten Gehäusekante liegt der Einschub für die SIM-Karte sowie der Powerbutton, auf der linken Seite wiederum der Stummschalter und die Lautstärke-Buttons. Die Unterseite bietet Platz für den Lightning-Anschluss und den Lautsprecher.

Die Hardware: das schnellste Smartphone der Welt

Mit jedem Jahr und damit für jede iPhone-Generation entwickelt Apple auch seinen hauseigenen Chipsatz weiter. Die neue Generation heißt "A11 Bionic". In dem Sechskerner kümmern sich zwei High-Performance-Kerne um rechenintensive Aufgaben. Vier weitere Kerne takten geringer, arbeiten dafür stromsparender. Die Konsequenz: Laut Apple ermöglicht ein neuer "Performance-Controller", alle sechs Kerne gleichzeitig einzuspannen und damit bis zu 70 Prozent (im Vergleich zum A10) mehr Leistung zu liefern.

In Benchmarks weit vor der Android-Konkurrenz

Lassen wir mal Zahlen sprechen: 222.361 Punkte bei Antutu. Zum Vergleich: Das OnePlus 5 kommt auf 181.042, das HTC U11 auf 179.883, das Galaxy S8+ auf 172.711 Punkte. Und bei Geekbench? 4238 Punkte im Single-Core (S8: 2009 Punkte, OnePlus 5: 1944, S8+: 1934 Punkte, Huawei P10 Plus: 1886 Punkte). Im Multicore knackt der Chipsatz sogar die 10.000er Marke mit 10.376 Punkten (S8: 6766, OnePlus 5: 6752, S8+: 6409, Huawei P10 Plus: 5974 Punkte). Mit anderen Worten: Die neuen iPhones sind mit weitem Abstand die schnellsten Smartphones am Markt.

Erste AR-Apps laufen flüssig

Dass Spiele deswegen auf höchster Stufe ruckelfrei laufen, versteht sich von selbst. Mit dem Plus an Leistung, auch durch die neue Grafik-Unit im A11-Chipsatz, macht Apple sein Gerät aber vor allem zukunftssicher für die Augmented Reality. Ich konnte bereits einige Apps im heimischen Wohnzimmer ausprobieren. "Insight Heart" von Anima Res etwa. Die App platziert ein schlagendes Herz in einem durchsichtigen Körper frei im Raum. Man kann es von allen Seiten begutachten und sogar mit dem Smartphone hineinschauen. Saucool: Das Ganze lässt sich mit der Apple Watch koppeln. Dann sehe ich meinen Herzschlag förmlich vor mir! Auch wenn ich in Bio immer gute Noten hatte: So habe ich zum ersten Mal ein wirkliches Verständnis dafür bekommen, wie das Herz funktioniert. Das liegt aber auch daran, dass die ganze AR-Experience nahtlos funktioniert. Nichts ruckelt, alles läuft grundsolide.

Akku: lädt wahlweise kabellos...

Praktisch: Die Glasrückseite ermöglicht nun kabelloses Laden bei den iPhones. Das Laden funktionierte im Test auch problemlos. Auflegen, fertig. Wohlgemerkt: Die Batterie lädt ohne die Kabelverbindung etwas langsamer: 30 Minuten bringen rund 15 Prozent, nach einer Stunde sind es 35 Prozent. Vollgeladen ist die Batterie kabellos nach rund zweieinhalb Stunden.

Für mich erschließt sich aber auch der Sinn von Ladepads allein für das Smartphone nicht. Ob ich das iPhone in ein Dock stecke oder lege, bringt für mich keinen Mehrwert. Anders schaut das aus bei größeren Pads, wie etwa das von Apple vorgestellte AirPower, das genug Platz für das iPhone und AirPods sowie die Apple Watch bietet.

...oder schnell

Die Akkulaufzeit hat sich indes beim iPhone 8 Plus nicht verbessert. Ich komme weiterhin im Schnitt auf anderthalb Tage. Was im Trubel der Keynote unterging: Das iPhone 8 Plus lässt sich schnellladen.

Wir erinnern uns: Schon das iPhone 6 ließ sich schneller laden, wenn man statt des mitgelieferten Netzteils das iPad-Netzteil mit 12 Watt Leistung benutzte. Beim iPhone 8 Plus wiederholt Apple den Trick und macht ihn offiziell: Wenn Ihr ein zusätzliches Kabel und ein Netzteil kauft, könnt Ihr die Geräte in 30 Minuten zu 50 Prozent aufladen.

Der Produkttext von Apples separat angebotenem USB-C-auf-Lightning-Kabel beschreibt die Funktion bereits im Detail: Mit dem Kabel und einem der drei erhältlichen USB-C Power Adapter lässt sich die Schnellladefunktion von iPad Pro, iPhone 8, iPhone 8 Plus und iPhone X nutzen. Mit dem Standardzubehör, das den Smartphones beiliegt, ist das nicht möglich.

Das benötigte Kabel bietet Apple in zwei Längen an. 29 Euro werden für 1 Meter fällig. Zwei Meter kosten 39 Euro. Das USB-C-Netzteil gibt es mit 29, 61 und 87 Watt Leistung, wobei nur im Produkttext des günstigsten Modells mit 29 Watt steht, dass Apple das Zubehör zum schnellen Aufladen von iPhone 8, iPhone 8 Plus und iPhone X empfiehlt. Dieses Modell kostet bereits 59 Euro. Die übrigen Varianten für 79 und 89 Euro werden für Nutzer eines MacBook Pro mit 13- beziehungsweise 15-Zoll-Bildschirm empfohlen.

Der Sound

Ob es sich tatsächlich um größere Lautsprecher handelt oder nur um eine bessere Softwareabstimmung, lässt sich ohne Werkzeug nicht feststellen. Aber: Das iPhone 8 Plus tönt tatsächlich lauter als sein Vorgänger. Auch wenn der Wumms fehlt, hat der Klang nun doch hörbar mehr Bassanteil.

Die Kamera: deutlich bessere Bilder bei wenig Licht

Auf der Rückseite kommt beim Plus-Modell eine Dualkamera mit einer Tele- und einer Weitwinkellinse (Weitwinkel: ƒ/1.8 Blende, Teleobjektiv: ƒ/2.8 Blende) zum Einsatz, die wie beim iPhone 7 Plus Porträtaufnahmen mit unscharfen Hintergründen ermöglicht und Fotos mit zwölf Megapixeln schießt. Außerdem ermöglicht der schnellere Chipsatz das Aufzeichnen von Slow-Motion-Clips in Full-HD sowie 4K-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde. Die Selfiekamera auf der Vorderseite schießt Fotos mit sieben Megapixeln und Videos in 1080p mit 30 Bildern pro Sekunde. So viel zu den Zahlen.

Die Fotoqualität

Im Kameratest machte sich aber vor allem der größere Sensor und der neue ISP (Image signal processor) bemerkbar. Während dieser als Teil des A11-Chipsatzes Szenen in einem Motiv analysiert, bevor man den roten Knopf drückt, ermöglicht ein größerer Sensor mehr Dynamikumfang.

Im Vergleich zum iPhone 7 und 7 Plus fallen die Unterschiede bei Low-Light-Aufnahmen auf. Gerade beim Foto des alten Kapitänshauses und der Umgebung fällt auf, dass nicht nur ein Teil des Bildes als Referenz genommen wurde: Der Himmel hat noch Zeichnung, die Lampen sind nicht ausgebrannt, dunkle Bereiche haben noch genug Details – und selbst beim kleinen Fenster links im Hintergrund bleiben die Streben noch relativ scharfgezeichnet.

Noch krasser fällt der Unterschied beim folgenden Bild von einem Kettenkarussell bei Dunkelheit auf: Sowohl der Baum an der Seite, der Tisch in der Mitte als auch das Karussell selbst sind genau richtig belichtet. Weder brennen die vielen Lampen am Fahrgeschäft aus, noch "säuft" der Rest der Aufnahme im Vergleich ab.

Die Fotos könnt Ihr Euch hier nochmal im Original herunterladen. Da Ihr aber hier ja nur das Ergebnis, also das finale Foto seht, noch ein paar Worte zur Aufnahme vor dem Hintergrund, dass ich jedes iPhone seit dem 3GS getestet bzw. besessen habe: Noch nie hat Szenenerkennung so präzise funktioniert. Vereinfacht formuliert heißt das: Das, was Ihr mit Euren eigenen Augen seht, entspricht so ziemlich dem, was die iPhone-Kamera mit Blick auf Farben, Kontraste etc. produziert. Doch wer sich viel mit Smartphone-Kameras befasst, der weiß: Ganz so einfach ist das nicht. Im Gegenteil: Oft braucht es noch Feinjustierungen beim Fokus, der Blende – oder sogar die Nachbearbeitung in einer App. Ob Blätterwald, Elbe mit Schiffen und wolkenverhangenem Himmel oder strahlend helles Kettenkarussell in einer ansonsten dunklen Straße: Bei den neuen iPhones musste ich praktisch gar nicht mehr den Fokuspunkt setzen oder die Blende nachregeln. Offenbar haben Apples Entwickler dem Bildprozessor tatsächlich beigebracht, viele Szenen in Windeseile zu erkennen und die Aufnahme zu optimieren, bevor man den Auslöser drückt. Bei Apple scheint man mit dem Ergebnis zufrieden zu sein: Der HDR-Modus ist mittlerweile standardmäßig aktiviert. Will man ihn deaktivieren, muss man in den Einstellungen das Kamera-Untermenü aufrufen.

Dem Plus-Smartphone (und dem iPhone X) vorenthalten ist zudem ein umfangreicherer Porträtmodus: Studiolicht, Konturenlicht, Bühnenlicht und Bühnenbeleuchtung lassen sich nun neben dem Modus "Natürliches Licht" direkt in der Kamera-App auswählen und verpassen Porträtfotos einen anderen Look. Dabei legt die Software aber keinen Filter über das gesamte Bild. Der Chipsatz analysiert die kombinierte Aufnahme beider Linsen und wählt je nach gewünschtem Modus zum Beispiel passende Beleuchtung für einzelne Bildbereiche – oder blendet sie komplett aus, um die Aufnahme dramatischer zu gestalten. Praktisch: Das funktioniert auch im Nachhinein, solange man ein Porträtfoto geschossen hat. Apple nennt das Feature noch "Beta", stellt es aber mit iOS 11 schon zur Verfügung.

Während die ersten Modi gute Highlights setzen bzw. Konturen verstärken, wirken die Bühnen-Modi teilweise zu unrealistisch ausgeschnitten und löschen teilweise Haare gleich mit. Je stärker die Kontraste zwischen Motiv und Hintergrund, desto besser schaut das Ergebnis aus. Hier werden Apples Entwickler mit Updates hoffentlich nachbessern.

Die Video-Qualität

Auch für bewegte Bilder greift das iPhone 8 Plus auf den ISP zurück, um die Bildbereiche in Echtzeit zu analysieren. Stichwort: Machine Learning. Dem Chip wurde beigebracht, etwa Gras oder Himmel oder Wasser zu erkennen und das Bild entsprechend zu optimieren. Dass es einen Unterschied macht, ob 4K-Videos mit 30 oder 60 Bildern pro Sekunde aufgenommen werden, versteht sich von selbst. Damit lässt das 8 Plus auch das Galaxy S8+ sowie das Note 8 hinter sich. Das folgende Video haben wir komplett auf dem iPhone 8 Plus gefilmt.

Das sagen unsere Mediengestalter: "Es ist echtes 4K, nichts Interpoliertes. Somit lässt sich etwa für Full-HD-Videos verlustfrei in das Material reinzoomen. Weil Apple die Kamera-App maximal minimalistisch hält, kann man die Belichtungszeit und ISO-Werte nicht anpassen. So lässt sich ein Rauschen in besonders dunklen Bildbereichen nicht vermeiden. Das Bild ist ingesamt knackscharf, Oberflächen brennen nicht aus oder wirken verwaschen. Allerdings hat die Bildstabilisierung zu kämpfen, wenn man etwa eine Treppe runterläuft. Dann arbeitet die Software 'dagegen', wodurch das Bild etwas wacklig ist."

Das ist aber Jammern auf hohem Niveau. Denn aus der Hand gefilmtes 4K-Material schaut insgesamt farbtreu und superscharf aus.

Die Software: iOS 11 mit Augmented Reality an Bord

Auf dem Smartphone wird zum Zeitpunkt der Auslieferung iOS 11 vorinstalliert sein. Eines der Hauptfeatures ist eine umfassende Augmented-Reality-Unterstützung, von der ich mir schon vor einigen Wochen schon in New York einen ersten Eindruck verschaffen konnte. Darüber hinaus unterstützt das mobile Betriebssystem von Apple nun Screen Recordings, eine Einhand-Tastatur, neue Effekte für Live Fotos und vieles mehr. Tipps zu den interessantesten Features haben wir hier für Euch zusammengetragen:

Wer sich noch einen besseren Eindruck davon verschaffen will, wie iOS 11 auf dem iPhone aussieht und wie sich die neuen Funktionen im Einzelnen bedienen lassen, dem sei unser Rundgang ans Herz gelegt. So viel aber noch zur User Experience: Alles in allem ist iOS, zumindest auf dem iPhone 8 Plus, noch ein bisschen fixer geworden.

Preise und Verfügbarkeit

iPhone 8 und iPhone 8 Plus lassen sich seit dem 15. September 2017 vorbestellen und werden eine Woche später, am 22. September, ausgeliefert. 909 Euro zahlt Ihr für das iPhone 8 Plus mit 64 GB, 1079 Euro sind es für das Modell mit 256 GB Speicher.

Fazit: Erwartungen übertroffen

Nein, das iPhone 8 Plus hat nicht das schicke, randlose Display. Es entsperrt Euer Gesicht auch nicht mit Face ID. Doch die 8er stehen zu Unrecht im Schatten des X. Zwar ist das Design nicht radikal anders, doch dank der Glasrückseite beherrschen die Apple-Smartphones endliche kabelloses Laden. Das neue Finish weiß auch zu gefallen. Punktabzug gibt's es aber für die dadurch bedingte Gewichtszunahme: 202 statt 188 Gramm machen sich schon bemerkbar in der Hand. Dass es auch besser geht, zeigt Apple selbst mit dem iPhone X, das bei 5,8 Zoll nur 174 Gramm wiegt.

Das größte Kaufargument für iPhone-Fans neben dem größeren Display und dem größeren Akku dürfte allerdings der überarbeitete Portraitmodus sein. Er lässt sich, wie auch beim Galaxy Note 8, nachträglich anpassen, sieht aber weitaus realistischer aus und verfügt mit den Studio-Presets über Looks, für die es sonst hochwerte Bildbearbeitungssoftware, Erfahrung und Zeit bräuchte. Ach, und ganz nebenbei schießt dieses Smartphone noch 4K-Videos mit 60 Bildern pro Sekunde. Wer braucht da noch eine echte Kamera?

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