10 Tipps und Apps gegen Erkältungen: So stärkt ihr euer Immunsystem

Was tun gegen Erkältungen? Also, damit man gar nicht erst eine bekommt? So stärkt ihr euer Immunsystem:
Was tun gegen Erkältungen? Also, damit man gar nicht erst eine bekommt? So stärkt ihr euer Immunsystem:(© 2018 Shutterstock / Megan Betteridge)

Um euch herum wird wieder fleißig geniest, geschnieft und gekrächzt? Pünktlich zum Herbst kommen hier Tipps, wie man sich wirklich gegen Erkältungen abhärten kann. Erfahrt, welche Präventionsmaßnahmen lediglich Mythen sind und welche euer Immunsystem wirklich stärken können – und welche Apps und Gadgets euren gesunden Lifestyle unterstützen können.

Nichts ist so typisch deutsch wie die Übergangsjacke: Die brauchen wir, wenn der April macht, was er will und der Oktober sich nicht zwischen goldenem Altweibersommer und Wintereinbruch entscheiden kann. Aber reicht die gute alte Übergangsjacke als Schutz vor den schwankenden Temperaturen und damit einhergehenden Erkältungs- und Grippewelle aus? Welche der bekanntesten Mythen zum Abhärten unser Immunsystem in der nasskalten Jahreszeit wirklich unterstützen können und warum, erfahrt ihr im folgenden Ratgeber. Dafür haben wir uns Infos von einer Expertin geholt: Dr. Annina Jenal von erkaeltet.info, dem unabhängigen Informationsportal rund um Erkältung und Grippe, nimmt Stellung zu den zehn der bekanntesten Abhärtungsmethoden im Herbst.

1. Viren gar nicht erst einreisen lassen

Vor dem Essen wäscht man sich die Hände, das weiß jedes Kind. Dennoch gerät die Handhygiene im Alltag manchmal in Vergessenheit – vor allem beim schnellen Snack am Schreibtisch oder unterwegs. Gerade draußen lohnt sich vielleicht auch mal der Griff zum Desinfektionsmittelchen für die Hände. Ansonsten reicht aber das Händewaschen, sofern es gründlich geschieht: Also mindestens für 30 Sekunden einseifen – Fingerzwischenräume und Daumen nicht vergessen – abspülen und gut abtrocknen, damit die Hände nicht spröde werden. Denn trockene und rissige Haut ist anfälliger für Krankheitserreger. Wer niesen muss, tut das bitte in die Armbeuge und nicht in die Hand, um damit dann nicht sämtliche Türklinken und Gegenstände im Großraumbüro zu kontaminieren.

Sein Handy sollte man regelmäßig reinigen, sonst wird es zur Keimschleuder.(© 2018 Shutterstock / Merla)

Idealerweise wäscht man sich die die Hände nicht nur vor dem Essen, sondern auch nachdem man Türklinken, Geld, Griffe oder Geldautomaten und Einkaufswagen angefasst hat – oder vermeidet den Kontakt mit derartig viel berührten Flächen, wo es geht. Zumindest sollte man sich danach nicht ins Gesicht fassen und die Erreger womöglich auf den Schleimhäuten verteilen. Auch euer Smartphone, das ihr ja logischerweise immer und überall bedient, zum Beispiel auch parallel zum Einkaufswagen, solltet ihr täglich abwischen – aber bitte nur mit einem Brillenputztuch oder etwas Spülmittel oder Seife, und ohne ätzende Reinigungsmittelchen.

2. Saunagänge für ein starkes Immunsystem

Der Klassiker unter den Abhärtungsmethoden ist das Saunieren. Durch die hohen Temperaturen in der Sauna weiten sich die Gefäße und die Körpertemperatur steigt leicht an. Dies führt dazu, dass unter anderem die Prozesse des Immunsystems schneller ablaufen. "Ein bis zwei Saunabesuche pro Woche zur Abhärtung gegen Erkältung können sinnvoll sein. Zudem stärkt Saunieren das Herz-Kreislaufsystem und die Regeneration, etwa nach dem Sport. Wer aber bereits einen dicken Schnupfen oder erste Anzeichen dafür hat, wie schmerzende Glieder, der sollte mit dem Saunieren warten, bis die Erkältung auskuriert ist. Andernfalls stressen die hohen Temperaturen den angegriffenen Körper und den Kreislauf nur zusätzlich und rauben uns die Energie, die wir eigentlich brauchen, um schnell wieder gesund zu werden. Wer sofort Saunieren möchte, aber nicht weiß wo und zu welchen Konditionen, findet ein Deutschlandverzeichnis mit Suchfunktion nach Postleitzahlen auf der Seite Saunafans.

3. Wechselduschen gegen die Kälteempfindlichkeit

Zugegeben: Wechselduschen sind kein Vergnügen – schon gar nicht, nachdem man sich gerade erst aus dem warmen Bett in die Kälte gequält hat. Regelmäßig angewandt, kann sich der Körper durch heiß-kaltes Duschen aber besser an die schwankenden Temperaturen draußen anpassen und ist weniger kälteempfindlich. Die unbequeme aber effektive Duschgewohnheit bietet sich vor allem jetzt, beim Übergang von der warmen zur kalten Jahreszeit, an. Vor einer Erkältung oder Grippe selbst schützt es aber nicht. Stellt sich also die Frage, ob es euch das Bibbern wert ist. Vor allem, wenn ihr Kreislaufbeschwerden habt, solltet ihr ohnehin vorsichtig sein mit Wechselduschen. Wer morgens einfach nicht munter wird, kann davon profitieren. Wem das zu hart ist, der brüht sich vielleicht lieber das In-Getränk des Herbstes zum wach und warm werden: den Pumpkin-Spice-Latte:

4. Fußbäder für die Lebensgeister

Gerade in der kalten Jahreszeit tut ein warmes Fußbad gut und weckt die Lebensgeister. Warme Füße sorgen für eine bessere Durchblutung, und davon profitieren auch die Atemwege. Sind die gut durchblutet, können sie auch Viren besser abwehren. Regelmäßige Fußbäder streicheln also nicht nur das Wohlbefinden, sondern können auch helfen, einer Erkältung vorzubeugen – wer hätte das gedacht! Also rein ins warme Nass mit den Füßchen. Dufte Rezepte findet ihr auf Instagram oder Pinterest.

5. Stress macht krank und kränker

Logisch, Stress sucht man sich im Normalfall nicht aus – es sei denn man ist ein Adrenalin-Junkie. Aber wenn ihr gesund bleiben wollt, dann solltet ihr zumindest daran arbeiten, ihn möglichst zu vermeiden: Stress schwächt das Immunsystem, sodass man anfälliger für Erkältungen und Co. ist. Gerade wenn der Tag einfach mal wieder zu wenige Stunden hat oder auf der Arbeit die Hölle los ist, ihr vielleicht auch noch Kummer oder Sorgen habt, solltet ihr euch kleine Auszeiten im Alltag nehmen: am besten bei Tageslicht und an der frischen Luft. Ob das eine Joggingrunde vor der Arbeit ist oder ein Spaziergang in der Mittagspause. Zusätzlich können kleine  Auszeiten beim Yoga, Lesen, Stricken, Malen oder Basteln helfen, runterzukommen. Hauptsache, ihr nehmt euch jeden Tag etwas Zeit für die Dinge, die euch gut tun und fahrt jetzt mal einen Gang zurück. Wem das schwer fällt, der lernt es zum Beispiel mit der Achtsamkeits- und Meditations-App "Calm" für iOS und Android (Die Kosten für das nötige Abo liegen monatlich bei knapp 12 Euro oder bei rund 50 Euro im Jahr).

Ein Tee und ein guter Film auf der Couch: Wer sich bewusst Auszeiten nimmt, beugt Erkältungen vor.(© 2018 Shutterstock/nd3000)

6. Guter Schlaf weckt die Immunzellen

Dass wir ausreichend Schlaf brauchen, um fit zu bleiben, ist bekannt. Doch den genauen Grund dafür kennen die Wenigsten. Tatsächlich weckt der die Immunzellen, die in der Nacht aktiver sind als am Tag. Während wir schlafen, kann der Körper seine ganze Energie darauf verwenden, Krankheitserreger, wie zum Beispiel Erkältungs- oder Grippeviren, zu bekämpfen. Sieben bis acht Stunden Schlaf empfehlen Mediziner. Ob der vor Mitternacht beginnt, ist aber unerheblich: Hauptsache ihr schlaft möglichst durch und durchlauft mehrere erholsame Tiefschlafphasen. Das könnt ihr am besten mit einem entsprechenden Activity Tracker überprüfen oder mit einem Schlaf-Gadget, wie zum Beispiel der smarten Schlafmatte.  Wenn ihr Probleme beim Einschlafen habt, lasst euch besser von Hörbuch berieseln, statt von flimmernden Bildschirmen. Wer empfindlich ist, vermeidet besser auch schweres Essen und Sport kurz vor dem zu Bett gehen. Zu viel trinken solltet ihr so spät lieber auch nicht mehr – und Alkohol schon gar nicht, der lässt uns nämlich unruhiger schlafen und stört die Regenerationsprozesse in der Nacht.

7. Auf Vitamine setzen

Auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung soll man selbstverständlich nicht nur in der klassischen Erkältungszeit achten, aber jetzt ist sie wichtiger denn je: Zwar können vitaminreiche Lebensmittel nicht direkt vor einer Erkrankung schützen, tragen aber neben frischer Luft, Bewegung, ausreichend Schlaf, sowie Stressvermeidung zu einer guten gesundheitlichen Konstitution bei. Verschiedene Vitamine und Spurenelemente wie beispielsweise Zink, Eisen und Selen unterstützen unser Immunsystem. Drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst über den Tag verteilt sind ideal. Zudem sollten Vollkorn- und  Protein und gesunde Fette, wie etwa aus einer Handvoll Nüsse, euren Speiseplan abrunden. Haferflocken, Hülsenfrüchte, Fleisch und Fisch enthalten das Spurenelement Zink, welches unser Immunsystem unterstützt. Nicht umsonst sind Vitamin C und Zink-Präparate gerade in der Erkältungszeit besonders beliebt. Wer sich ausgewogen ernährt, bekommt aber ausreichend Zink über die Nahrung und braucht keine Nahrungsergänzungsmittel. Mit Ernährungs-Apps könnt ihr tracken, was ihr esst und die Apps zeigen euch, ob ihr genug von alle Nährstoffen bekommt.

Auf gesunde Ernährung sollte man immer achten, aber in der Erkältungssaison ist sie wichtiger denn je.(© 2018 Pexels/JÉSHOOTS)

8. Bauch gut, alles gut

Vielleicht kennt ihr den Medizin-Bestseller "Darm mit Charme" für Laien: Mediziner gehen schon länger davon aus, dass der Darm ein eigenes Immunsystem für die Vernichtung von Darmkeimen besitzt. Um den Darm gesund zu halten, solltet ihr also erst Recht viele Ballaststoffe aufnehmen, zum Beispiel aus Vollkornprodukten, Obst und Gemüse, langsam essen und gut kauen und natürlich viel Wasser trinken. Wie viel Flüssigkeit ihr täglich braucht, könnt ihr leicht per App ermitteln: zum Beispiel mit der kostenlosen Aqualert-App (für iOS und Android).

9. Sport als Anregung für das Herz-Kreislaufsystem und den Stoffwechsel

Gute Nachrichten für Aktive: Wer mindestens 150 Minuten Sport pro Woche treibt, stärkt das Herz-Kreislaufsystem und regt den Stoffwechsel sowie das Immunsystem an. Eine halbe Stunde Bewegung täglich ist noch besser.  Wer es hingegen gar nicht mit dem Sport hat, der könnte sich täglich 15.000 Schritte als Ziel setzen. Beim Erreichen motivieren Fitnessarmbänder. Wer bereits erkältet ist, sollte sowieso erstmal auf Sport verzichten, um den Körper nicht zusätzlich zu stressen und im schlimmsten Fall eine Herzmuskelentzündung zu riskieren.

10. Ein gesunder Geist

"Der Glaube kann Berge versetzen" – so lautet eine Weisheit, die auch auf das Thema Abhärtung zutrifft. Studien haben gezeigt, dass sich eine positive Einstellung entsprechend auf die Gesundheit auswirkt. Optimisten stecken sich beispielsweise weniger häufig mit Erkältungsviren an. Na, wenn das so ist: "Tschakka, wir schaffen es ohne Erkältung durchs letzte Quartal in diesem Jahr – oder sind zumindest schneller damit durch!"

Fazit zum Thema Abhärtung und Linderung bei Erkältungen

Das Abhärten gegen Erkältung und Grippe ist zum Teil ein Mythos. Die hier vorgestellten Methoden schaden aber auch nicht. Ganz im Gegenteil: So könnt ihr eurer Wohlbefinden steigern, eure Durchblutung fördern und euer Immunsystem stärken. Die Abhärtung verhindert zwar eine Erkältung oder Grippe durch Ansteckung nicht direkt, senkt aber das Risiko dafür und wappnet den Körper besser für die Bekämpfung, falls es euch doch erwischt.

Aller Abhärtung zum Trotz liegt ihr doch flach? Dann macht das Beste daraus, denkt positiv und schaut euch auf der Couch eingemummelt die neuesten Serien an oder lauscht den angesagtesten Podcasts auf Spotify und Co. Dabei gönnt ihr eurem Körper auch die Auszeit, die er jetzt braucht. Mama hat nämlich mal wieder Recht: Bei Erkältungen und Grippe sind viel Ruhe und Schlaf immer noch die besten Medizin. Pillen und Mittelchen lindern vielleicht die Symptome, machen euch im Normalfall aber auch nicht schneller wieder fit. Stress, egal ob körperlicher oder mentaler Art, machen alles nur schlimmer. Weitere Infos und Tipps für die Linderung eurer Beschwerden liefern euch Apps wie "Erkältungs-Tipps" (kostenlos für Android) und "natürliche Hausmittel" (gratis für iOS und Android). Im "Apothekenfinder" (gratis für iOS und Android) sind mehr als 20.000 Apotheken erfasst und die App zeigt nach Eingabe der Postleitzahl oder per Standort-Ortung die nächstgelegene Apotheke inklusive Öffnungszeiten und Notdienst hat. Bei hohem Fieber und Flüssigkeitsverlust, starken Schmerzen und anhaltenden Beschwerden führt natürlich kein Weg am Arzt vorbei. Werdet schnell wieder gesund, ach was: werdet gar nicht erst krank und haltet euch so fit, wie möglich – ihr wisst ja nun, wie.


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