Food Tracker: Die besten Apps zum Kalorien und Makronährstoffe zählen

Fitness, Frau, Müsli
Fitness, Frau, Müsli(© 2018 Shutterstock / LenaSunny)

Food Tracker gibt es inzwischen so viele wie Plätzchensorten in der Weihnachtszeit: Wir stellen euch die besten vier Apps im Detail vor und zeigen, für welche Zielgruppe sie sich eignen. Außerdem erfahrt ihr, warum es nicht nur für Abnehmwillige und ihre guten Vorsätze für das neue Jahr ein Gewinn sein kann, Essgewohnheiten zu dokumentieren.

"Liebes Ernährungs-Tagebuch, heute hatte ich eine halbe Banane, einen Ceasar-Salat und einen Proteinshake – und fühle mich schrecklich." Kein Wunder: Nur Kalorien einsparen ist selten zielführend. Und hier kommen gute Food Tracker ins Spiel: Die zählen nicht nur, sondern coachen auch. Eine gesunde Ernährungsumstellung ist langfristig erfolgreicher als starre Diäten. Und Sport ist dabei zwar gut und förderlich, macht aber nur zu zwanzig Prozent des Erfolgs aus.

Egal ob man spät noch vorm Kühlschrank steht oder nicht: Nur wer insgesamt über die Woche weniger Kalorien aufnimmt, als er verbrennt, nimmt ab. Dafür muss man aber nicht nur seinen Grundumsatz kennen, sondern auch den Kalorienverbrauch der Alltagsaktivitäten. Viele Food und Activity Tracker arbeiten hier Hand in Hand.

Übrigens: Wer weniger als 800 Kalorien täglich isst und trinkt, hält an seinen Fettreserven fest, weil der Körper in den Hungermodus umschaltet. Auch Muskeln brauchen Futter um zu wachsen – und zwar nicht nur Protein, sondern auch komplexe Kohlenhydrate und gesunde Fette. Demnach muss man bei einer Ernährungsumstellung immer seine Trainingsziele und Vorlieben berücksichtigen.

Was nützen starre Diät-Pläne, die ich im Alltag gar nicht einhalten kann oder die mich ruckzuck frusten, weil nie ein Dinner mit Freunden drin ist? Food Tracker erlauben volle Flexibilität – auch wenn die Dokumentation jedes einzelnen Snacks und Getränks anfangs nervt. Aber tröstet euch: Wir sind Gewohnheitstiere und schon nach ein paar Tagen oder Wochen sind alle Lebensmittel in der persönlichen Datenbank hinterlegt. Hier kommen die besten vier Apps, die sich als Ernährungs-Coach hervortun und euch dabei unterstützen.

LifeSum: Der beliebte Allrounder unter den Ernährungs-Apps

Die LifeSum-App gibt es gratis für Android und iOS und funktioniert, wenn ihr euch einmal registriert habt, wie ein digitales Ernährungstagebuch. Hier findet ihr sämtliche Lebensmittel und einen Barcodescanner, sodass ihr konsequent alle Mahlzeiten im Detail dokumentieren und euer Kalorienkonto auf diese Weise überblicken könnt. In der Mahlzeiten-Übersicht könnt ihr verfolgen, wie viel Gramm Protein, Kohlenhydrate und Fett ihr so zu euch nehmt. Die App legt die empfohlene Menge dieser Makronährstoffe automatisch fest, lässt sich aber auch manuell konfigurieren.
Eine große Aktivitäten-Datenbank gehört auch dazu, um die verbrannten Kalorien zu ermitteln. Zudem könnt ihr auch euer Trinkverhalten aufzeichnen und euch an H2O erinnern lassen.

LifeSum Kalorienzähler(© 2017 CURVED)

Fazit: Intuitive App mit großer Datenbank und fairem Abo-Angebot

Die LifeSum-App besticht durch ihre intuitive Bedienung und die große Datenbank, nervt aber etwas mit viel Eigenwerbung für die Premium-Mitgliedschaft. Die lohnt sich, wenn ihr die App personalisieren wollt: Ab 2 Euro monatlich bei einem Jahr Laufzeit oder für 4 Euro für einen Monat könnt ihr die Pro-Version nutzen und profitiert dann von verschiedenen Ernährungsplänen, Rezepten und Tipps. Im Abo lassen sich auch diverse Wearables mit der App verbinden, so dass ihr euer Training automatisch tracken könnt.

MyFitnessPal: Der zuverlässige Tracker mit vielen Details für Geübte

MyFitnessPal gibt es ebenfalls kostenlos für iOS und Android. Auch hier müsst ihr euch zunächst registrieren und ein Profil erstellen. Damit könnt ihr dann euer persönliches Ernährungs- und Fitnesstagebuch führen und eure Kalorienbilanz tracken – entweder per Lebensmittelsuche aus der großen Datenbank oder mit dem integrierten Barcodescanner. MyFitnessPal ist mit Fitness-Anwendungen wie Runtastic, Runkeeper oder Endomondo kompatibel. Die App lernt mit der Zeit, was ihr regelmäßig esst und listet euch diese Dinge automatisch in der Auswahl auf. Auch die Makronährstoffe könnt ihr hier einsehen. Wer das Ganze mit einem detaillierten Makro-Plan von vornherein etwas einfacher haben und mit einem Klick auf die Makroinfos seiner Lebensmittel und Gerichte zugreifen möchte, muss in die Pro-Version der App investieren: stolze 9,99 Euro monatlich oder einmal jährlich rund 50 Euro fallen dafür an.

MyFitnessPal(© 2017 CURVED)

Fazit: Braucht etwas Einarbeitung, bietet dann aber viele Möglichkeiten

MyFitnesspal ist nicht ganz so übersichtlich wie LifeSum und der Kalorienrechner auf für verschiedene Sportarten wirkt teilweise etwas grob berechnet, dafür bietet diese App aber viele Details für alle, die sich intensiv mit ihrer Ernährung auseinandersetzen wollen und für die die Koppelung mit anderen Fitness-Apps oder dem iPhone-Schrittzähler interessant ist – damit wird die Kalorienbilanz dann noch präziser.

Noom: Der Food-Tracking mit Schrittzähler und Blutdruck-Tabelle

Der kostenfreie Noom Coach für iOS und Android funktioniert ähnlich wie die anderen beiden Apps. Die Anmeldung und Handhabung hier ist kinderleicht und die Eingabe der Lebensmittel wird durch den Barcodescanner und die praktische Vorschlagsfunktion erleichtert: Gebt ihr zum Beispiel Müsli ein, wird euch auch die Milch dazu vorgeschlagen. Während bei den anderen Apps genaue Grammangaben erforderlich waren, reichen bei Noom auch grobe Schätzungen. Eure Sporteinheiten müsst ihr hier allerdings manuell eingeben, damit sie eurem Kalorienkonto gutgeschrieben werden können. Die App beinhaltet aber einen batteriefreundlichen Schrittzähler und eine Tracking-Funktion für den Blutdruck und Blutzuckerspiegel. Wenn ihr die Bezahlfunktion für 9,99 Euro im Monat bucht, profitiert ihr von einer Support-Gruppe und Gewichtsprogrammen mit Anregungen zu gesunden Essgewohnheiten.

Noom Kalorienzähler(© 2017 CURVED)

Fazit: Einfache Ernährungs-App mit Community- und Coaching-Angebot im Abo

Noom ist eine einfache App, die euch täglich motiviert und begleitet, auf eure Ernährungsziele zu achten. Dabei ist die App besonders leicht zu bedienen, geht aber auch nicht so sehr ins Detail wie andere Apps. Dafür bietet Noom im Abo eine Community sowie Ernährungsschulungen an.

Yazio: Der Ernährungs-Tracker mit Facebook-Community

Die Yazio-App, ebenfalls gratis für iOS und Android, verfügt über eine recht übersichtliche Benutzeroberfläche: Die Lebensmittel lassen sich schnell finden und werden direkt mit gängigen Portionsmengen vorgeschlagen. Das ist dann zwar nicht so genau, macht dem Nutzer die Bedienung der App aber leichter. Ansonsten funktioniert diese App wie die drei anderen hier vorgestellten Anwendungen und verfügt gleichwohl über einen Barcodescanner. Auch euer Training könnt ihr mit der App dokumentieren. Darüber hinaus punktet Yazio aber mit einer eigenen Facebook-Gruppe, in der sich rund 8.000 Mitgliedern (Stand 06.12.2017) austauschen. Auf der Yazio-Website findet ihr zudem hilfreiche Artikel über Ernährung, Sport und Gesundheit: So könnt ihr beispielsweise Testberichte von über 100 Diäten nachlesen oder im Ernährungslexikon verschiedene Allergien nachschlagen. Auch eine Nährwerttabelle ist dabei.

YAZIO Kalorienzähler(© 2017 CURVED)

Fazit: Einfache App ohne Abo-Angebote aber mit nützlicher Facebook-Community

Yazio ist eine einfache Ernährungs-App ohne viel Schnickschnack aber mit einer Community zur Motivation. Ein Abo-Angebot bietet diese App nicht – und verschont euch daher auch mit offensiver Eigenwerbung.

Mit dem passenden Food Tracker individuelle Ziele erreichen

Wer eine Weile seine Ernährung trackt, wird viel dazu lernen und danach auch genussvoller essen und trinken. Die vier vorgestellten Apps, taugen alle bestens als digitale Ernährungstagebücher und Coaches, unterscheiden sich nur etwas in der Ausrichtung: Während die ersten beiden es etwas genauer nehmen und eine Küchenwaage erfordern, sind die letzten beiden etwas moderater und motivierender für Einsteiger.


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