Handy Preis-Leistung: Diese Smartphones bringen Leistung für wenig Geld

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Das Galaxy A50 gehört zu den Tiopps, wenn es um die Handy Preis-Leistung geht.
Das Galaxy A50 gehört zu den Tiopps, wenn es um die Handy Preis-Leistung geht.(© 2019 CURVED)

In den Ranglisten für die besten Smartphones dominieren die Top-Modelle von Samsung, Huawei und Apple mit Spitzenleistungen, üppiger Ausstattung und tollem Design. Doch wenn ihr die teilweise satten Preise für die Flaggschiffe mit einrechnet, werden die Bestenlisten auf den Kopf gestellt. Ist euch die Handy Preis-Leistung beim Kauf wichtig, haben wir die günstigsten Optionen.

Bei den Preisen der aktuellen Top-Handys kann einem schon manchmal schwindlig werden. Die großen Flaggschiffe der bekanntesten Hersteller kosten gut und gerne 1.000 Euro – oder sogar mehr. Und da können Huawei P30 Pro, Samsung Galaxy S10 Plus und iPhone XS Max noch so viele Features anrollen, wer so viel nicht auf den Tisch legen will, kann auch auf so manches Feature verzichten.

Wer auf der Suche nach einem guten Preis-Leistungsverhältnis beim Handy ist, sollte sich auch mal bei der Handy Mittelklasse umschauen, aber auch im Einsteigerbereich gibt es mittlerweile interessante Modelle mit ordentlicher Technik.

Das liegt auch daran, dass die großen Smartphone-Innovationen langsamer vorankommen als vor ein paar Jahren. Natürlich steckt im Huawei P30 Pro die derzeit coolste Kamera, aber Handys mit guter Kamera gibt es auch zu einem Bruchteil des Preises. Und wer eben auf die Features der Top-Handys verzichten kann, muss auch weniger Geld in die Hand nehmen. Wisst ihr genau, auf was ihr beim Handykauf wollt, könnt ihr ordentlich sparen.

Handy Preis-Leistung ist in der Mittelklasse top

Die brandaktuellen und spannendsten Smartphone-Innovationen sind natürlich den Top-Modellen vorbehalten. Was also bekommen die Mittelklasse-Smartphones aus den unteren Preiskategorien? Manchmal eben einfach die technik des Vorgängermodells. Und älter muss ja nicht gleich schlechter sein – was vor einem Jahr noch ein brandheißes Feature war, mag heute zwar normal und weniger aufsehenerregend sein, aber ist trotzdem noch besonders.

Beispiel Google: Im Herbst 2018 spendierte man dem damals neuen Pixel 3 eine klasse Kamera. Ein paar Monate später verbaute Google dann die gleiche Kamera im günstigeren Mittelklasse-Smartphone Pixel 3a.

Smartphone-Klassen im Vergleich

Ähnlich wie bei Autos kann man auch Smartphones in verschiedene Klassen einteilen. Ein offizielles Schema, auf das man sich industrieweit verständigt hätte, gibt es nicht, aber grob gesagt, kann man die Oberklasse etwa ab 500 Euro ansiedeln.

Darunter schließt sich die Mittelklasse an, die bei etwa 250 Euro in den Einsteigerbereich übergeht. Die Mittelklasse ist dabei besser als ihr Ruf, es gibt dort oft schicke Designs zu sehen, wenn auch die Verarbeitung manchmal weniger wertig ist und beispielsweise mehr Kunststoff zum Einsatz kommt.

Im Einsteigerbereich werden dann die Ränder rund um die Displays meist dicker. Doch insgesamt ist die Entwicklung bei den Bildschirmen gut, große OLED-Screens samt HDR sind mittlerweile auch in der Mittelklasse zu finden, im Einsteigerbereich muss man aufpassen, dass man nicht auf ein Display mit geringer Pixeldichte trifft, denn Unschärfe auf dem Handy-Bildschirm geht gar nicht.

Abstriche müsst ihr beispielsweise bei den Kameras machen: Keine Sorge, die schießen mitunter gute Bilder, sind lichtstark und lösen zackig aus, aber im Vergleich zu den Luxus-Smartphones sparen die Hersteller oft bei den verbauten Linsen. Trotzdem ist man auch schon in der Mittelklasse bei Triple-Cams angekommen – wie zum Beispiel beim Samsung Galaxy A50 –, im Einsteigerbereich taugen viele Cams aber wirklich nur für nette Schnappschüsse.

Die verbauten Recheneinheiten sind in Mittel- und Einsteigerklasse langsamer, außerdem haben die High-End-Modelle mehr Arbeitsspeicher und die verbauten Datenspeicher sind umfangreicher. Oft werden Komfort-Features eingespart, sprich induktives Laden klappt dann nicht, Staub- und Wasserschutz sind nicht so umfangreich vorgesehen oder die Display-Helligkeit ist nicht ganz so strahlend. Bei den ganz günstigen Handys unter 150 Euro stellt sich auch die Software-Frage. Die Update-Versorgung ist dort oftmals stark begrenzt, hier lohnt es sich, 100 Euro mehr investieren – Stichwort Langlebigkeit.

Aber nehmt das Ganze nicht ganz so streng – die Übergänge sind fließend und manch Mittelklasse-Handy liegt preislich schon in der Oberklasse. Andererseits gibt es eben auch sehr günstige Smartphones, die bei der Leistung ganz oben mit dabei sind, aber trotzdem günstig sind.

Xiaomi Mi 9: Ein wahres Leistungsmonster

Starke Technik zu einem günstigen Preis ist das Mantra des Xiaomi Mi 9, wobei es vor allem durch satte Leistung überzeugt. Für 450 Euro bekommt ihr ein Handy mit sehr guter Verarbeitungsqualität, das sich mit viel Glas und Aluminium wertig anfühlt und den Fingerabdrucksensor unter dem Display verbaut. Aropos Bildschirm, das 6,4 Zoll OLED-Display stammt von Samsung – und die wissen, wie man Bildschirme baut.

Ein Gehäuserand ist kaum zu sehen, lediglich eine kleine, tropfenförmige Aussparung gibt es am oberen Rand für die Kamera. Auch beim Hardware-Unterbau gibt es nicht viel zu meckern: Der Octa-Core Snapdragon 855 ist der derzeit leistungsfähigste Prozessor und 6 Gigabyte RAM sind auch nicht von schlechten Eltern. Einen Speicherkarten-Slot gibt es nicht, das ist etwas ärgerlich. Schon allein deshalb sollte man sich den Kauf der Version mit nur 64 GByte gut überlegen. Alltagstauglicher ist sicher das Modell mit 128 Gigabyte Speicherplatz. Was noch fehlt ist eine IP-Zertifizierung gegen Staub und Wasser. Doch wichtiger ist für viele Nutzer ohnehin eine gute Kamera – und Xiaomi verbaut eine starke Triple-Cam, die kaum Wünsche offenlässt.

Huawei P30 Lite: Der günstige Bruder des Kameraprimus

Huawei hatte zuletzt wegen des US-Handelsstreit mit China zu kämpfen, doch die Wogen scheinen sich allmählich zu glätten.

Und das ist gut so, denn die Handys sind einfach klasse – und günstig! Mit dem P30 Pro will Huawei bekanntlich die Spiegelreflex-Kamera überflüssig machen, dafür muss man aber auch ziemlich tief in die Tasche greifen. Doch auch im Lite-Modell steckt gute Fototechnik. Als Preisrichtung gibt Huawei 369 Euro an.

Das P30 Lite mag etwas langsamer als das Pro sein, kommt mit einem kleineren Akku (was bei weniger Leistung nicht ins Gewicht fallen muss) und einem weniger hochauflösendem Display.

Aber auch die hier verbaute Triple-Cam ist nicht von schlechten Eltern. Sie punktet mit einem großen Brennweitenbereich. In den Specs stehen 48 Megapixel gepaart mit 8 Megapixel Ultra-Weitwinkel und einem 2 Megapixel-Helfer für den Unschärfeeffekt. Bei Tageslicht knippst sie gute Fotos, bei schlechtem Licht fehlt der "Wow"-Effekt der großen Geschwister-Handys, aber auch hier holt die Cam noch Einiges raus. Der Bokeh-Effekt überzeugt und mit der Selfie-Cam seid ihr für den Urlaub bestens gerüstet.

Das Huawei P30 Lite ist also ein guter Griff für Nutzer, die ein Mittelklasse-Smartphone mit guter Kamera suchen.

Samsung Galaxy A50: Wertiger Allrounder

Es muss nicht immer die Samsung Galaxy S-Familie sein. Auch die Samsung-Mittelklasse bietet interessante Geräte, neuerdings etwa das Samsung Galaxy A50 mit einer Preisempfehlung von 349 Euro. Recht schnell gab es einen kleinen Preissturz unter die 300 Euro Marke.

Interessant ist, dass Samsung speziell auch auf die Wertigkeit des Geräts geachtet hat, zwar wird auch hier Kunststoff verbaut, aber das Gerät an sich wirkt sehr wertig. Was toll ist: Das 6,4 Zoll OLED-Display nimmt fast die komplette Front ein. Dass Samsung gute Displays bauen kann, ist bekannt, sodass man an dem Bildschirm mit kleiner Notch dennoch viel Freude hat.

Auch die Triple-Cam ist in dem Preisbereich alles andere als selbstverständlich. Der eingesetzte Exynos 9610-Prozessor hat im Gespann mit 4 Gigabyte Arbeitsspeicher genug Dampf für alles, was ihr im Alltag mit einem Smarthone so anstellen wollt. Der optische Fingerabdruck-Scanner ist übrigens im Display integriert.

iPhone: Beste Preis-Leistung bei alten Modellen

Günstig und Apple, das suchen zwar viele Nutzer, aber es passt in der Praxis nicht wirklich zusammen. iPhones sind in der Regel eher in den oberen Preisklassen zu finden. Ein iPhone, das wirklich in die Mittelklasse passt, gibt es im Prinzip nicht. Selbst das abgespeckte iPhone XR ist nicht wirklich günstig, schließlich ist es offiziell erst ab 849 Euro zu haben.

Günstiger wird’s mit iPhone 7 und 8, die Apple auch immer noch nicht aus dem Produktportfolio ausrangiert hat. Könnt ihr auf aktuelle Trends bei der Technik verzichten, sind die älteren iPhones immer noch gute Handys, ansonsten greift ihr zum iPhone XR – mit Vertrag müsst ihr den Preis immerhin nicht auf einmal berappen.

Motorola One Vision: Das Multimedia-Handy

Motorola verlangt für das One Vision rund 300 Euro. Und da soll keiner sagen, dass es dafür keine Besonderheiten gibt, denn das Mittelklasse-Smartphone kommt mit der im Kino üblichen 21:9-Auflösung, die auf eine 6,3 Zoll Diagonale gestreckt ist. Damit spricht das Handy vor allem Nutzer an, die auf dem Smartphone auch mal Serien oder Filme schauen.

Doch das Format ist auch bei anderen Aufgaben praktisch, denn ihr bekommt mehr Inhalt auf das Display. Eine Dual-Cam ist verbaut, die Front-Kamera guckt durch ein Loch im Display. Die restliche Verarbeitung ist in Ordnung, an der Rückseite gibt es viel Glas und am Gehäuse wertige Übergänge samt IP-Zertifizierung gegen Schmutz und Spritzwasser. Mit acht Kernen arbeitet der verbaute Exynos 9609 Chip, zusammen mit den 4 Gigabyte RAM vielleicht nicht ganz so leistungsfähig wie man Konkurrent, aber ein ordentliches Paket. Auch der Akku bringt Dich zuverlässig durch den Tag. Ker nachladen muss, kann das zwar per Schnellladegerät machen, aber leider nicht kabellos.

Spartipp für den Handy-Kauf

Wie kann man beim Handy-Kauf sparen? Ganz einfach, wer wartet, gewinnt – beziehungsweise spart. Gleich nach der Vorstellung neuer Geräte sind diese natürlich am teuersten. Geht ein halbes Jahr ins Land, kann man sparen. Wer noch länger warten kann, spart noch mehr: So lohnt sich auch immer ein Blick in die Oberklasse vom Vorjahr, denn so schnell veraltet auch Handy-Technik nicht. Hier kann man das ein oder andere Schnäppchen einheimsen.


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