Das waren die coolsten Gadgets 2015

Die coolsten Gadgets 2015
Die coolsten Gadgets 2015(© 2015 CURVED)

2015 gab es nicht nur viele tolle Smartphones und Tablets, sondern auch jede Menge cooler Gadgets. Das waren unsere Highlights.

Endlich, endlich: Im September 2015 zeigte Apple endlich die neue Streaming-Box Apple TV 4. Mit tvOS gibt es nun ein eigenes Betriebssystem, das auf iOS basiert. Für Nutzer bedeutet das: Es gibt nun einen App Store. Der beinhaltet nicht nur Anwendungen wie Netflix, sondern auch exklusive Spiele, wie "Galaxy on Fire - Manticore Rising". Auch die Bedienung hat uns überzeugt: Die Fernbedienung hat ein Touchpad aus Glas, das die Navigation deutlich vereinfacht. Außerdem gibt es eine clevere Sprachsuche.

Damit kann Amazon aufwarten. Das neue Fire TV ist im direkten Vergleich zukunftssicherer, aber nicht ganz so cool wie das Apple TV. Trotzdem lohnt sich die Box besonders für Prime-Kunden, denn sie bietet nicht nur Zugang zu Prime Video, sondern auch zu anderen Amazon-Diensten. Der Funktionsumfang geht in Ordnung: Fürs Fire TV gibt es Apps und Spiele. Der Zugriff auf den exklusiven Store Amazon Underground mit Gratis-Zugriff auf ansonsten kostenpflichtige Anwendungen fehlt aber noch. Schade.

Als dritter Hersteller im Bunde hat Google den Chromecast in einer neuen Version auf den Markt gebracht. Die arbeitet deutlich schneller und ist ebenfalls spieletauglich. Ganz neu ist der Chromecast Audio. Damit könnt Ihr alte Lautsprecher WLAN-fähig machen. Totschlagargument ist nach wie vor der Preis. Während die Geräte von Apple (179 Euro) und Amazon (rund 100 Euro) ins Dreistellige gehen, gibt es die Chromecasts schon für je 39 Euro.

Kameraaufsätze und Actioncams

Günstig geht es auch, wenn es um Aufstecklinsen fürs Smartphone geht. Jan hat im August die DBPower getestet. Kostenpunkt: gerade einmal 8 Euro. Das Ergebnis: Wer sich auf den günstigen Preis einlässt, muss mit ein paar Nachteilen leben. Deutlich mehr Qualität für einen deutlich höheren Preis verspricht die DxO One. Die iPhone-Aufsatzkamera kostet rund 600 Euro. Dafür bekommt Ihr zwar bessere Fotos hin als mit der Smartphone-Knipse, mit hochwertigen Kompaktkameras kann sie sich aber nicht messen. Als einziger Pluspunkt blieb die Aufnahme von RAW-Dateien stehen.

Actioncams wurden 2015 zwar nicht zwingend günstiger, dafür aber deutlich kleiner. Die GoPro Session gibt es in Mini-Würfelform. Nur unwesentlich größer ist die TomTom Bandit. Beide Cams bieten in etwa denselben Funktionsumfang für je 429 Euro. Wer es günstiger mag, greift zum Polaroid Cube+. Der Name verrät es schon: Auch hier handelt es sich um einen Würfel. Für 149 Euro bekommt Ihr eine Kamera für Actioneinsteiger.

Luxuriöse Technik und technischer Luxus

2015 war auch ganz klar das Jahr der Smartwatches. Neben vielen neuen Modellen mit Googles Android Wear gab es endlich auch die Apple Watch zu kaufen. Die günstigste Ausgabe startet ab 399 Euro. Dennoch konnte Apple bis jetzt 3,9 Millionen Einheiten absetzen. Respekt!

Von den etablierten Herstellern auf dem Android-Markt gab es jeweils Standardkost. Kein Wunder, denn Google erlaubt in Android Wear kaum Anpassungen. So mussten Huawei, Motorola & Co. mit dem Design überzeugen. Hier zeigte sich: Kreisrund ist Trumpf. Sowohl die Huawei Watch als auch die Moto 360 haben ein rundes Display. Ausreißer ist die Asus ZenWatch 2 mit viereckigem Design. Neu ist auch, dass viele Android-Wear-Uhren jetzt mit iPhone ab iOS 8.2 oder höher zusammenarbeiten. Weil der Funktionsumfang von Android Wear in Verbindung mit dem Apple-System aber deutlich eingeschränkter ist, lohnt sich der Einsatz noch kaum.

Mit Tag Heuer und Fossil haben auch zwei traditionelle Uhrenhersteller eigene Smartwatcehs mit Android Wear im Programm. Obwohl die Tag Heuer Connected mit einem Preis von 1.350 Euro alles andere als erschwinglich ist, können sich die Schweizer kaum vor eingehenden Bestellungen retten. Fossil hat nicht nur die deutlich günstigere (299 Euro) Q Founder im Angebot, sondern auch den Wearable-Hersteller Misfit aufgekauft. Neben der Q-Reihe wird es also bald noch deutlich mehr Fintess-Geräte des Herstellers geben. Andersherum haben Unternehmen wie Runtastic mit der Moment und Withings mit der Acitivité Steel mechanische Uhren gebaut, die gut abschnitten in den Tests.

Tastatur, Dock und Jony Ives Design-Fehler

Beim Smartphone-Zubehör sorgte die LG Rolly für Aufsehen auf der IFA. Die Tastatur lässt sich einfach ein- und ausrollen und ist mit dem Konzept ganz besonders transportabel. Neue Eingabegeräte gab es auch von Apple. Die kabellose Tastatur Magic Keyboard und das Magic Trackpad 2 haben im Test einen guten Eindruck hinterlassen. Das lag nicht nur daran, dass Ihr mit dem Trackpad Force Touch am Mac nachrüsten könnt. Ihr könnt beide Geräte per Lightning-Anschluss laden. Das gilt auch für die Magic Mouse 2. Da befindet sich der Anschluss allerdings auf der Unterseite. Gleichzeitig laden und benutzen ist also nicht drin. Was die Designabteilung da wohl geritten hat?

Weiteres Zubehör für Apple-Geräte kam überraschend von OnePlus. Der chinesische Hersteller stellte Anfang Dezember eine Hülle vor, die das iPhone wie ein OnePlus-Gerät aussehen lässt. Die Hülle sollt Ihr als OnePlus-Besitzer an Freunde mit iPhone verschenken.

Was Smartphone-Zubehör angeht, ist das Display Dock von Microsoft vielleicht das coolste Gadget des Jahres. Damit könnt Ihr das Lumia 950 und das Lumia 950 XL an einen HDMI-Bildschirm anschließen und quasi als PC nutzen.

Autobahn, Lautsprecher und Drohnen

Wer 2015 einen Bluetooth-Lautsprecher kaufen wollte, hatte die Qual der Wahl. Im Sommer hat Gerd gleich sechs Modelle miteinander verglichen. Überzeugen konnte uns in der Redaktion besonders die UE Boom 2. Sie lieferte ordentlichen Sound und ist darüber hinaus wasserdicht. Ebenfalls stark war der Beats Pill+, der erste Lautsprecher, den Beats nach der Apple-Übernahme herausgebracht hat. Multiroom-Fans werden mit den Zipps von Libratone glücklich.

Nicht ganz so überzeugt hat uns die Autorennbahn Anki Overdrive. Kollege Jan hat sie liebevoll "Carrera-Bahn 2.0" getauft. Ebenso oft wie beim Klassiker aus dem Kinderzimmer flogen im Test auch die Anki-Autos von der Strecke. Zu oft funktionierte die Erkennung der Rennstrecke durch die Autos nicht. Außerdem musste der Parkour vor jedem Rennen neu gescannt werden - auch dann, wenn man nichts verändert hatte. Der Nerv-Faktor ist bei einem Einstiegspreis von 180 Euro deutlich zu hoch.

Dass Virtual Reality (VR) im nächsten Jahr das Ding wird, merken wir gerade anhand der eintrudeln Pressemitteilungen zur Consumer Electronics Show 2016. Auch 2015 gab es aber schon das ein oder andere Gadget zum Thema. Eines davon war das Zeiss VR One. Die Brille krankte allerdings daran, dass der Funktionsumfang viel zu klein und die Liste an unterstützen Smartphones viel zu kurz waren. Für den Einstieg eignen sich nach wie vor diverse Cardboard-Klone.

Apropros Einstieg. Auch das Fliegen von Drohnen wird immer einfacher. Im November 2015 hat Parrot etwa die Bebop 2 vorgestellt. In dem Gerät stecken so viele Sensoren, die die Drohne im Flug stabil halten, dass auch Anfänger ohne Probleme einen Probeflug wagen können. So viel Einfachheit gibt es aber nicht Geschenk: Die Bepop 2 kostet satte 549 Euro.

Mit Gadget hört es auf und mit Gadgets geht es weiter. Vom 6. bis 9. Januar 2016 findet in Las Vegas die Consumer Electronics Show (CES 2016) in Las Vegas statt. CURVED berichtet live aus den USA.


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