Faul durch die Feiertage: So trickst ihr den Fitnesstracker aus

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An Weihnachten wollen wir eine ruhige Kugel schieben – und uns nicht von unseren Activity Trackern terrorisieren lassen.
An Weihnachten wollen wir eine ruhige Kugel schieben – und uns nicht von unseren Activity Trackern terrorisieren lassen.(© 2017 Unsplash/Tj Holowaychuk)

Weihnachten ist die beste Zeit, sich endlich mal auf seiner Fitness auszuruhen – bevor man dann im neuen Jahr wieder mit neuen sportlichen Zielen an den Start geht. Deswegen solltet ihr euch auf gar keinen Fall von euren Activity Tracker dabei stören lassen: Von wegen "es wird mal wieder Zeit für Bewegung". Dieser Artikel ist für alle Rebellen, die ihrem Schrittzähler auf kreative Weise einen aktiven Christmas-Lifestyle vorgaukeln wollen.

Tagelang einfach nur satt und träge sein: Weihnachten ist die einzige Zeit im Jahr, in der wir uns feierlich faul von einem Schmaus zum nächsten schlemmen können und uns nur bewegen müssen, um Nachschlag zu holen – ganz ohne schlechtes Gewissen. Lasst euch dieses Fest bloß nicht von euren Wearables vermiesen.

Erteilt sämtlichen Schrittzählern am besten eine Sendepause – oder noch besser: Werdet erfinderisch und gaukelt den kleinen Drillinstruktoren eine Parallelwelt vor, in der ihr zwar alle Festmahle und Schnäpse mitnehmt, sie aber zwischen den Gängen direkt wieder abtrainiert. So bringen die Festtage sogar Spaß – denn ihr sorgt mit Sicherheit für brüllende Showeinlagen an der öden Kaffeetafel mit Tante Gertrud und ihrer Bagage.

Wer den Tracker überlisten möchte, muss kreativ werden

Fitnesstracker werden immer cleverer und bestehen inzwischen auch den Zahnputz-Test. Das heißt: Sie fehlinterpretieren die lockere Rotationsbewegung aus dem Handgelenk kaum noch als Schritte. Für die meisten ist das natürlich eine lobenswerte Innovation der Technik. Doch was, wenn man an Weihnachten mal tricksen möchte, weil man sich ganz ohne Wearable auch irgendwie nackt fühlt? Wie also kann man trotz überzeugter Inaktivität Schritte vortäuschen? Hier folgen ein paar nicht ganz ernst zu nehmende Ideen, nehmt ihr die Herausforderung an? Hier sind neun nicht ganz ernst zu nehmende Ansätze:

  1. Täuscht eine kleine Erkältung vor und werdet wieder zum Händeschüttler: So entgeht ihr nicht nur dem schraubstockartigen Urmarmung von eingedieselten Tantchen, sondern sammelt mit zehn überschwänglichen Handshakes pro Familienmitglied locker 200 Pseudo-Schritte – pro Begrüßung und Abschied!
  2. Installiert euren Neffen und Nichten Pokémon Go auf dem Smartphone und schickt sie mit eurem Schrittzähler oder einer App auf demselben Gerät auf die Jagd. So werden ihr nicht nur Schritte-König, sondern auch Lieblings-Onkel oder -Tante auf ewig.
  3. Jubelt Nachbars Hund den Tracker heimlich unter: Zugegeben, hier sind Fantasie und Mut gefragt – hoffentlich seid ihr tierlieb und habt keine Tierhaar-Allergie?
    Jubelt Nachbars Pfiffi euren Activity Tracker unter, damit die Bilanz stimmt.(© 2017 Unspalsh/Erik Cid)

  4. Irgendwelche Verrückten meinen jedes Jahr, vor dem großen Weihnachtsfrühstück noch eine Runde durch den Park joggen zu müssen – wahrscheinlich, weil sie zu schwach und einfallslos sind, ihren Activity Tracker zu betrügen. Bittet eine arme geschundene Läufer-Seele, euren Tracker freundlicherweise auszuführen auf seiner einsamen Runde. Im Gegenzug könnt ihr ihm oder ihr Daten zur Laufleistung anbieten, daraus sind ambitionierte Sportler ja ohnehin ganz heiß. Vermutlich hat er oder sie aber längst eine eigene Laufuhr: In dem Fall könntet ihr euch als Getränke-Service auf seiner Strecke erkenntlich zeigen. Damit euch der Bewegungsfreak nicht permanent bekehrt, reicht ihr am besten Jagertee.
  5. Ihr wollt in eure hinterlistigen Tracker-Tricks weder Mensch noch Tier mit hineinziehen? Dann befestigt euren Activity Tracker doch einfach an einem Ventilator. Einschalten und ganz cool zurücklehnen in der hitzigen Feiertagsdbatte mit den Brüdern und Schwestern, liebe Bewegungsmuffel.
  6. Kein Weihnachtsfest mit der Großfamilie ohne Pleiten, Pech und Pannen: Das nächste Bruchstück ist eure Chance, die Bohrmaschine aus dem Keller zu kramen und mal zu testen, ob euer Tracker auch den Bohrmaschinen-Test am Handgelenk besteht. Vermutlich wird der smarte Schlingel euren teuflischen Plan durchschauen. In dem Fall müsst ihr das Armband irgendwie am sogenannten "Bohrfutter" fixieren. Das ist das Gewinde, in das man die verschiedenen Bohrer reinschraubt – wieder was gelernt.
  7. Für diejenigen, die nicht nur unsportlich, sondern auch handwerklich völlig unbegabt sind, bleibt noch die Option, Mutti vor dem Kaffeekränzchen ausnahmsweise mal das Sahneschlagen abzunehmen: Lasst es mal ordentlich rappeln im Sahnepott – zumindest bis kurz vor Butter.
    Manche Activity Tracker geben fürs Sahneschlagen ein paar extra Schritte oder werten euer Rühren sogar als Sporteinheit.(© 2017 picture alliance/ Foodcollection)

  8. Vielleicht hat der Gastegeber der diesjährigen Weihnachtlichkeiten ja im Keller noch eine Tischtennis-Platte oder einen Kicker stehen? Gut, beides ist schon fast Sport, aber vielleicht habt ihr noch etwas Übung und einen trägen Gegner, so dass ihr nicht wirklich ins Schwitzen kommt. Das wäre ja sonst weit übers Ziel hinaus geschossen, aber dafür auch die bisher ehrlichste Alternative auf der Jagd nach Schritten.
  9. Nach so viel Einsatz abseits der Weihnachtstafel habt ihr euch aber wirklich ein Päuschen verdient: Macht es euch in Omas Schaukelstuhl bequem – den Tracker-Arm dabei am besten leicht mitschwingen lassen.

So harmlos ist die kurzweilige Völlerei in Bezug auf die Fitness

Keine Panik: Euren Fitnesstracker auszutricksen und mal drei Tage eine ruhige Kugel unterm Weihnachtsbaum zu schieben, ist gerade noch ok. Zwar dürfte sich das eine oder andere Kilo Körperfett sich auf euren Hüften breit machen, aber den Stoffwechsel wirft das noch nicht  komplett aus der Bahn. Verlängert ihr die Völlerei allerdings bis zum Jahreswechsel, ohne aktiv zu werden, macht auch der eine Vollbremsung und eure Blutwerte werden denen eines Fettleibigen ähneln – und einen entgleisten Stoffwechsel wieder in Fahrt zu bekommen, ist gar nicht so einfach und dauert. Also genießt getrost die Weihnachtstage, aber richtet euch nicht häuslich ein in der besinnlichen Trägheit.


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