Schritte und Beats per Minute: So findet ihr eure Musik zum Joggen

Wer den passenden Beat auf den Ohren hat, kann noch mehr Leistung beim Sport rausholen.
Wer den passenden Beat auf den Ohren hat, kann noch mehr Leistung beim Sport rausholen.(© 2018 Spotify)

Ihr wollt eure Läufe und Workouts mit treibenden Beats pushen? Wir erklären euch, worauf es dabei ankommt und stellen euch Musik-Apps speziell für Sportler vor, die Songs live auf euer Tempo abstimmen.

Mit treibenden Beats können Sportler bis zu 15 Prozent mehr Leistung bringen, weil die Musik motiviert und von der Erschöpfung ablenkt: Mit dem richtigen Soundtrack auf den Ohren lauft ihr garantiert noch ein bisschen schneller oder weiter. Wer mitsingt, holt außerdem automatisch tiefer Luft und verhindert eventuell sogar Seitenstechen. Die Kunst besteht allerdings darin, den richtigen Beat zu erwischen. Die meisten Lieblingssongs reichen zwar zum Abzappeln im Club, sind aber immer noch ein paar Takte zu langsam für die Joggingtour. Die Angabe "beats per minute", oder kurz: bpm, definiert den Takt eines Liedes. Der sollte beim Joggen optimalerweise euren Schritten pro Minute entsprechen – oder sogar noch einen Tick schneller sein, für den Extra-Booster.

Die US-amerikanische App "Spring" für das iPhone macht euch Beine

Die US-amerikanische Musik-App "Spring" für das iPhone spielt passende Musik zum aktuellen Lauf-Rhythmus aus: Dafür wählt man vorab die Trainingsintensität und Musikrichtung, die man mag, und Spring trackt mittels GPS die zurückgelegte Strecke und ermittelt auf der Basis die Trittfrequenz. Wenn der aktuelle Titel nicht gefällt, spult man einfach zum nächsten. Mehr als hundert Playlists und Radiostationen stehen zur Wahl und die Titel sind sortiert nach Genre, Künstler und eben BPM. Neue Musik wird wöchentlich hinzugefügt. So lernen Nutzer, ihr Tempo zu halten, können ihre Pace und Fitness verbessern und eventuell noch ein paar neue Songs entdecken. Auf Wunsch könnt ihr Spring auch mit Apple Health synchronisieren. Außerdem lassen sich Intervall-Workouts entwerfen, die von Musik beziehungsweise Tempo angetrieben werden. Nach dem Training sehen Spring-Nutzer ihre zurückgelegte Distanz, das Lauf-Tempo sowie die verbrannten Kalorien. Die App unterstützt zwar auch Radfahren, Rudern und Schwimmen, funktioniert aber beim Laufen am Zuverlässigsten. Ihr könnt Spring kostenlos für iOS runterladen und die eine Woche gratis testen. Danach kostet die Nutzung umgerechnet etwa 6,50 Euro monatlich.

Die Spring-App will iPhone-Usern Beine machen.(© 2018 CURVED)

Weitere Musik-Apps passend zur Schrittfrequenz – auch für Android

Wer eine ähnliche App sucht, die beim Sport oder Joggen Musik passend zur Trittfrequenz ausspielen, und auch für Android verfügbar sind, sollte sich folgende Apps anschauen:

  • Die App "Rock My Run" ist ebenfalls auf Englisch und kann kostenlos für Android und iOS runtergeladen werden. Die Nutzung kostet monatlich umgerechnet etwas mehr als vier Euro.
  • Die "10K"-App ist eine Trainings-App für Läufer, die die zehn Kilometer anvisieren. Neben Tracking und Trainingsfeatures bietet diese Anwendung für iOS und Android auch Musik passend zur aktuellen Trittfrequenz. Auch 10K ist kostenlos, das Musik-Feature ist aber nur im Premium-Abo für knapp sieben Euro monatlich vorbehalten. Wer weiter läuft, bekommt mit den Apps "13,1K" oder "C25K" auch erweiterte Trainingspläne plus Musik im Lauftakt.
  • "Spotify Running" ist ein Feature, das der Streaming-Riese aus Schweden seinen Nutzern im Rahmen des Premium-Abos für rund zehn Euro im Monat anbietet. Ihr wählt euer Genre, egal ob Hip Hop, Pop, Electro oder Rock, und Spotify versorgt euch mit neuesten treibenden Songs – und zwar so schön gefadet, dass ihr den Übergang von einem Song zum nächsten gar nicht bemerkt.
  • Übrigens gibt es auch eine passende Musik-App für das Workout im Gym: "GymRadio" gibt es für Android und iOS und kostet umgerechnet gut acht Euro im Quartal oder etwas mehr als 20 Euro im Jahr.
Musik-Apps die sich auf euer Lauftempo einstellen streamen immer live: Das solltet ihr im Hinblick auf euer Datenvolumen wissen.(© 2018 Spotify)

Musik-Alternativen für Läufer, die Datenvolumen sparen wollen

Allerdings sollte euch bewusst sein, dass alle diese genannten Musik-Apps von Spring und Spotify über Rock My Run bis hin zu 10K die Songs live streamen: So können die Apps live auf Tempoänderungen reagieren. Wer also nicht gern im Fitnessstudio aufs Laufband geht, wo es meistens WLAN gibt, muss seinen Datentarif im Auge behalten oder eventuell aufstocken. Für wen das keine Option ist, der kann seine Trittfrequenz beim Laufen mittels Fitnesstracker oder Lauf-Apps wie Runtastic, Nike Running oder Runkeeper ermitteln und sich dann eine Offline-Playlist zusammenstellen. Ihr könnt euch aber auch einfach an dieser groben Empfehlung orientieren:

  • Langsamer Dauerlauf: Musik mit 100-120 bpm
  • Mittleres Lauftempo: Musik mit 120-150 bpm
  • Schnelles Laufen: Musik mit 150-180 bpm

Die meisten Läufer sind mit etwa 160 Schritten pro Minute eher flott unterwegs und profitieren hier von Songs wie „I Predict a Riot“ von den Kaiser Chiefs oder  "Can't Stop" von den Red Hot Chili Peppers, aber auch viele Songs von Taylor Swift, Jay Z oder Paul Kalkbrenner können laufend gut mithalten.

Mit Apps wie "BPM Tempo Zähler" oder "Rhytmo" (beide kostenlos für Android) könnt ihr eure Musik-Bibliothek analysieren und die bpm-Angaben zu den Metadaten hinzufügen. Alternativ könnt ihr auch die Web-App "Song BPM" bemühen und beliebige Songs ins Suchfeld eintippen. So wisst ihr künftig, welche Songs als Lauf-Soundtrack taugen. Wer selbst nicht kreativ werden möchte, findet fertige Playlists nach bpm sortiert auf jog.fm. Auch die großen Musik-Streaming-Dienste bieten natürlich unzählige Sport-Playlisten zum Download an: Die passen sich dann zwar nicht automatisch eurem Schritttempo an, aber wer auf Intervalltraining verzichtet und sowieso meistens dasselbe Tempo läuft, wird auch nichts vermissen. Darüber hinaus hat Spotify aus all den Workout-Compilations bereits die Top-Fitness-Songs für 2018 veröffentlicht – da sollte auf jeden Fall etwas für euch dabei sein.

Mit Apps wie Rhythmo findet ihr den Takt eurer Lieblingssongs heraus.(© 2018 CURVED)

Weitere Artikel zum Thema
Gmail: Google akti­viert Selbst­zer­stö­rungs­mo­dus für vertrau­li­che E-Mails
Guido Karsten
In Gmail könnt ihr E-Mails nun per SMS-Zugriffscode und Verfallsdatum schützen
Google hat das neue Gmail-Feature "Vertrauliche E-Mails" aktiviert. Damit ist es Nutzern möglich, E-Mails zu versenden, die sich selbst zerstören.
WhatsApp für Android: Backups verbrau­chen keinen Online-Spei­cher mehr
Marco Engelien
WhatsApp auf dem LG G6
Wenn Android-Nutzer ihre Daten online in WhatsApp sicherten, belegte das Speicher bis zuletzt Speicher in Google Drive. Damit soll jetzt Schluss sein.
Hacker kapern Insta­gram-Konten: So schützt ihr euch
Francis Lido
Instagram-Nutzer sollten derzeit vorsichtig sein
Hacker haben offenbar Profilbilder und E-Mail-Adressen ausgetauscht. Instagram äußerte sich bereits dazu und schlägt Sicherheitsmaßnahmen vor.

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.